Ein Dank für die Ehrenamtler

Zwölf Stolberger engagieren sich derzeit als Familienpaten. Das Projekt gibt es mittlerweile seit neun Jahren. Momentan werden noch für sieben Familien Paten gesucht. Hilfe bei alltäglichen Herausforderungen.

Foto: Deliah Gronau
Foto: Deliah Gronau

Familienpaten: So dürfen sich aktuell zwölf Bürger der Stadt Stolberg nennen. Die Paten unterstützen ehrenamtlich Familien bei alltäglichen Herausforderungen. Diese Unterstützung kann ganz unterschiedlich aussehen. Manche Paten verbringen Zeit mit den Kindern, sorgen so für Abwechslung in deren Alltag und entlasten die Eltern. Andere begleiten die Familien zusätzlich bei Behördengängen, Arztbesuchen oder bei der Anmeldung der Kinder in Kindergärten und Schulen. „Die von den Paten betreuten Familien sind sehr verschieden“, schildert Martina Küpper, Diplom-Sozialarbeiterin des Bethlehem-Gesundheitszentrums.

 

„Die Familien kommen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Es gibt viele Alleinerziehende, aber auch viele Familien mit Zwillingen, die im Alltag Unterstützung gebrauchen können. Zwischen den Paten und den Familien, insbesondere zwischen den Kindern und den Paten, soll eine Beziehung entstehen.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Paten die Familien langfristig betreuen.

 

Familienpatenschaften gibt es in Stolberg schon seit neun Jahren. 2009 startete ein Pilotprojekt. Das wurde vom Bethlehem-Gesundheitszentrum (BGZ), dem Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) und dem Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) initiiert. Als das Pilotprojekt nach drei Jahren auslief, haben das BGZ und der SKM das Projekt Familienpatenschaften alleine weitergeführt.

 

Als Dank für ihr ehrenamtliches Engagement wurden die Paten nun von der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Stolberg, Hildegard Nießen, und Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier in die Cafeteria des Bethlehem-Krankenhauses zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Auch Christine Stadler, Vertreterin des Jugendamtes, Agnes Schmitz, Pflegedirektorin des Bethlehem-Krankenhauses, Nadine Lange und Jörg Manfred Lang, Vertreter des SKM, sowie Martina Küpper und Helmut Drummen, Vertreter des BGZ, sprachen ihren Dank aus.

 

Ilse Zörkler ist bereits seit 2007 Familienpatin. „Bei meiner ersten Patenschaft gab es anfangs ein Erstgespräch um den Bedarf zu ermittelt, denn jede Familie hat andere Schwerpunkte“, so Zörkler. „Ich betreue eine afrikanische Familie. Anfangs sprach die Mutter kein Wort Deutsch, die Verständigung war nur auf Französisch möglich. Damit die Mutter die Sprache erlernen konnte, habe ich in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt eine Tagesmutter engagiert. Die hat dann die Kinderbetreuung während des Sprachkurses übernommen“, erzählt Zörkler.

 

Da das erstgeborene Kind anfangs oft krank war, begleitete Zörkler die Familie auch bei diversen Arztbesuchen. Als sich die Eltern trennten, kümmerte sich die Familienpatin um eine neue Wohnung, den Umzug und die Anmeldung der Kinder in Schule und Kindergarten.

 

Einmal in der Woche betreut auch die Familienpatin Irmgard Graulich eine junge Familie mit drei Kindern. „Ich hole die Kinder gemeinsam mit den Eltern vom Kindergarten ab. Dann gehen wir auf den Spielplatz oder basteln, wenn es regnet. Oft lese ich den Kindern auch aus Büchern vor“, berichtet Graulich. Seit acht Jahren ist Graulich bereits als Familienpatin aktiv. „Besonders schön ist es, die Entwicklung der Kinder mitzuerleben“, erzählt die Patin. Auch Feste wie St. Martin feiert die Familie mit Graulich zusammen.

 

Annerose Illing ist auch seit acht Jahren Familienpatin. „Man bekommt sehr viel zurück, vor allem von den Kindern. Die Eltern erzählen mir, dass die Kinder wissen wollen, wann ich denn das nächste Mal wiederkomme und dass sich die Kinder auf mich freuen.“

 

Karl Georg Weisbecker betreut aktuell eine Familie mit drei Kindern bis zu sechs Stunden in der Woche. Damit er auch bei den Hausaufgaben unterstützen kann, hat er sogar seine Mathematikkenntnisse aufgefrischt. So verschieden die Erlebnisse in den Patenfamilien auch sind, so einig waren sich alle Familienpaten in einem Punkt: Keiner möchte seine Patenfamilie mehr missen.

 

Laut Jörg Manfred Lang, Vertreter des SKM, werden die Paten eher als Freunde der Familie angesehen. „Man gehört einfach mit dazu“, erzählt er. Aktuell werden Paten für sieben Familien gesucht. Grundsätzlich können Interessierte unabhängig von Alter, Nationalität und Religion Familienpate werden. Die Ehrenamtler werden gut auf ihre Aufgabe vorbereitet und auch während ihrer Tätigkeit intensiv begleitet. Sie können an Präventionsschulungen teilnehmen und sich mit anderen Paten austauschen. Insbesondere wird darauf geachtet, dass Pate und Familie harmonieren.

 

Die Paten können selbst entscheiden, welche Aufgaben sie in der Familie übernehmen wollen. Ob sie sich nur um die Kinderbetreuung kümmern oder auch bei Behördengängen begleiten, ist ihnen ebenso freigestellt, wie die Anzahl der Stunden, die sie in den Familien verbringen. Interessierte können sich an Nadine Lange unter ☏ 02402/124410 oder per E-Mail an lange@skm-stolberg.de wenden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

www.tim-gruettemeier.de
tim.gruettemeier@stolberg.de
Telefon: 02402 / 13-200
Fax: 02402 / 13-222

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