Noch einmal haben die Bürger das Wort

Rat beschließt einstimmig die Offenlage für den ersten Bauabschnitt der Stadtrandsiedlung. Verkehrsgutachten im September.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Die Ideen für den Sportplatz am Trockenen Weiher entstanden vor dem Ersten Weltkrieg; gebaut wurde er in den 1920er Jahren. Mitte der 1980er Jahre entstand die Anlage Krakau II. Heute sind beide Plätze Geschichte. In die Historie einzuordnen sind ebenso die Gedankenspiele der 1970er Jahre, auf dem Donnerberger Areal ein Schulzentrum einzurichten, und die Versuche 20 Jahre später, neben den Sportanlagen ein Neubaugebiet zu etablieren. Lärmschutz war beim Scheitern das gewichtigste Argument.

 

Heute werden die Überreste der sportlichen Geschichte beseitigt. Zum Jahresende hin soll die Erschließung des ersten Abschnitts von Stolbergs größtem Neubaugebiet anlaufen. Jetzt hat der Stadtrat kommentarlos, aber einstimmig den Beschluss zur Offenlage der Bauleitplanung gefasst. In deren Rahmen haben die Bürger noch einmal die Gelegenheit, Anregungen und Bedenken zu äußern.

 

Solche hatten die Donnerberger bereits frühzeitig und durchaus erfolgreich in die Gestaltung einbringen können. Als vor fünf Jahren – teilweise bereits im Vorgriff auf die mittlerweile erfolgten Fusionen von Sportvereinen – die Planung des Neubaugebietes zwischen Trockenem Weiher, Duffenter-, Höhen-, Obere Donnerberg- und Otto-Lilienthal-Straße startete, sahen die ersten Entwürfe eine nahezu komplette Bebauung des Weiden- und Sportplatzgeländes vor. 20 Mehrfamilien-, 58 Doppelhaushälften und 230 Einfamilienhäuser wurden in der Rahmenplanung angepeilt. Insgesamt 220 943 Quadratmeter umfasste das Bruttobauland.

 

Schon bei der ersten Planungswerkstatt setzten die Donnerberger die Schere an. Sie wollten mehr Grünland erhalten, eine geringere Baudichte gewahrt sowie bestehende und erwartete Verkehrsprobleme gelöst wissen. Zwei Jahre später ist die Rahmenplanung deutlich geschrumpft. Die Wiesen östlich des Geholzstreifens zum Duffenter hin werden nicht angetastet. Das Bruttobauland wird auf 180 031 Quadratmeter reduziert, 203 Einzel- bzw. Doppelhaushälften und 26 Mehrfamilienhäuser wären machbar.

 

Zugleich wird am ersten Bauabschnitt gefeilt und die Bebauung aufgelockert. Rund 60 Grundstücken für Ein- und Doppelfamilienhäuser, zwölf Mehrfamilienhäuser mit jeweils maximal sechs Wohneinheiten zum Trockenen Weiher hin und ein Kindergarten sind angedacht. Unter dem Strich dürften im ersten Abschnitt um die 140 Wohneinheiten entstehen können. Und nochmals abgespeckt wurden die Planungen für das Grüngebiet zur Otto-Lilienthal-Straße hin. Die Stolberger Baulandgesellschaft (SBG) als Projektentwicklerin und Vermarkterin des Areals verzeichnet bereits ein reges Interesse an den Grundstücken, berichtet SBG-Geschäftsführer Andreas Pickhardt.

 

Gefolgt wurde bei der Entwicklung auch einem Federstrich, den die Donnerberger bei der Planungswerkstatt zu Papier brachten: Dieser erste Bauabschnitt wird nicht wie ursprünglich angedacht über die bestehende Straße „Stadtrandsiedlung“ erschlossen, sondern durch eine neue über die Sportanlagen führende Straße. Die „Stadtrandsiedlung“ selbst wird zur Sackgasse; die Gärten der neuen Nachbarn grenzen an ihre westliche Seite. Die Frage der weiteren Erschließung des Gesamtareals soll und könne auch erst mit dem zweiten Bauabschnitt beantwortet werden, bei dem die Bürger erneut intensiv in die Planung eingeschaltet werden sollen. Wann dies sein wird, soll sich nach der Vermarktung des ersten Bauabschnittes richten.

 

Aus Sicht der Verwaltung wird in diesem das Verkehrsaufkommen das bestehende Straßennetz nicht überlasten. 680 Kfz-Fahrten pro Tag sind laut Gutachten aus dem ersten Bauabschnitt heraus zu erwarten, die in erster Linie über Trockenen Weiher und Duffenterstraße bewältigt werden könnten.

 

Die Höhenstraße wird aus Sicht der Verwaltung kaum tangiert von diesem ersten Bauabschnitt. Die Zunahme liege zwischen 0,5 Prozent südöstlich der Duffenterstraße und vier Prozent nordwestlich der Einmündung Obere Donnerbergstraße. Die Entwicklung des ersten Bauabschnittes erfordere somit noch nicht zwingend bauliche Maßnahmen im Bereich der Höhenstraße.

 

Gleichwohl ist ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das die heutigen Unzulänglichkeiten ebenso abstellen wie eine zukünftig durch Vollendung des gesamten Neubaugebietes zu erwartende Verkehrsbelastung berücksichtigen soll. Ergebnisse werden im September erwartet.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den StädteRegionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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