Förderverein für „Bethlehem“ gegründet

Das Krankenhaus soll durch Spenden eines gemeinnützigen Vereins unterstützt werden. Projekte zum Wohle der Patienten.

Foto: H. Eisenmenger
Foto: H. Eisenmenger

Das Bethlehem-Krankenhaus hat jetzt einen eigenen Förderverein. Mit Spenden sollen einige wichtige Investitionen, die eigentlich über Fördermittel des Landes finanziert werden müssten, getätigt werden.

 

Über dem Bethlehem-Krankenhaus ist ein neuer Stern aufgegangen: Er ist das Symbol für den neuen Förderverein „Kupferstern“. Seine Aufgabe ist es, das Krankenhaus in der Kupferstadt Stolberg zu unterstützen. Monatelang arbeiteten Freunde und Unterstützer des „Bethlehem“ an der Gründung dieses Vereins: Satzungen mussten entworfen, Anträge gestellt, Namensrechte geprüft werden und vieles mehr.

 

Jetzt war es dann soweit: Unter der Leitung des pensionierten Oberstudiendirektors Rudi Dreuw fand im Krankenhaus die konstituierende Sitzung des Fördervereins statt. Die Gründungsmitglieder wählten Hans Mülders, Pax-Bank-Direktor i. R. aus Aachen, zum Vorsitzenden. Aufgrund seiner umfangreichen Kenntnisse im Finanzwesen und seiner langjährigen Erfahrung als Ehrenamtler ist Hans Mülders prädestiniert für diese Aufgabe. Zumal er sich als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender des „Bethlehem“ bestens in der Krankenhauslandschaft auskennt und in enger Verbundenheit zum Haus steht.

 

Zu seinem Stellvertreter wurde der bekannte Eifler Kabarettist Hubert vom Venn bestimmt. Hubert vom Venn ist dem Krankenhaus schon lange verbunden: Seit mehr als drei Jahren besucht der Journalist einmal im Monat die Kinderklinik und unterhält die kleinen Patienten. Sein Beispiel hat weitere Künstler motiviert, die Aktion zu unterstützen: Die „Märchenzeit“ ist längst zu einer Erfolgsgeschichte geworden.

 

Das Amt der Schatzmeisterin hat die frühere SPD-Landtagsabgeordnete, Hildegard Nießen, inne. Sie ist eine talentierte Netzwerkerin und bringt als Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Stolberg die nötige Erfahrung für die sensible Vereinsarbeit mit.

 

Es gibt viel zu tun für den jungen Verein, denn der finanzielle Spielraum der Krankenhäuser in NRW ist sehr begrenzt. „Die Gründung eines Fördervereins für das Bethlehem war längst überfällig. Es wird zunehmend schwieriger, viel versprechende Projekte zum Wohle unserer Patienten umzusetzen. Für diese Extras, so wichtig sie auch sein mögen, fehlt im Krankenhausfinanzierungssystem schlichtweg das Geld“, nennt Dirk Offermann, Geschäftsführer des Bethlehem Gesundheitszentrum, die Fakten.

 

„Alles, was dringend notwendig ist und im Alltag für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten benötigt wird, ist zwar vorhanden, aber man könnte viele Dinge zum Wohle der Patienten und der Mitarbeiter verbessern“, sagt Dirk Offermann. „Der Verein soll die Aufgaben und Kosten übernehmen, die über das Standardangebot eines Krankenhauses hinausgehen“, erklärt der Familienvater bei der anschließenden Info-Veranstaltung in der Cafeteria.

 

„Der jährliche Investitionsbedarf der Kliniken in NRW beträgt 1,5 Milliarden Euro. Das Land stellt den Kliniken aber nur Fördermittel in Höhe von insgesamt 500 Millionen bereit. Im Laufe der Jahre ist so ein Investitionsstau von 12,5 Milliarden Euro entstanden“, berichtete Dirk Offermann im Rahmen der Informationsveranstaltung, an der namhafte Stolberger Bürger teilnahmen.

 

Zu den prominenten Gästen gehörte unter anderem das Unternehmerehepaar Michaela und Michael Wirtz. Als Gründungsmitglied werden die Eheleute den Verein fortan unterstützen. Michael Wirtz, der unter anderem die Grünenthal-Stiftung für Palliativmedizin ins Leben gerufen hat, hielt einen flammenden Appell für das Stolberger Krankenhaus. „Es ist unser Krankenhaus, für das wir uns einsetzen – und das sage ich als direkter Nachbar wie auch als Stolberger Bürger.“ Für seine beherzten Worte erntete Wirtz tosenden Applaus.

 

Durch das Programm führte charmant Privatdozent Dr. Dr. Christoph Dietrich, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Viel Beifall bekam auch der Blues-Musiker Dieter Kaspari, der nur mit Gitarre und der Kraft seiner Stimme für großartige Unterhaltung sorgte. Auch Dieter Kaspari war es ein Anliegen, dem jungen Verein den Weg zu ebnen. Vor rund dreißig Jahren war er in der Nacht mit seinem kranken Sohn zum Krankenhaus geeilt. Die Hilfe, die ihm und seinem Kind dort zuteilwurde, hat er nie vergessen und mit seinem ehrenamtlichen Auftritt wollte er Danke sagen.

 

Bedankt hat sich auch der junge Verein – und zwar bei seinem Namensgeber. Bei einem hausinternen Wettbewerb zur Namensfindung hatte Oliver Schmetz von der Klinik für Innere Medizin mit seinem Vorschlag „Kupferstern“ die Jury vom Fleck weg begeistert. Gründungsmitglied Axel Gericke von der Roetgen-Therme war es eine Freude, dem jungen Assistenzarzt einen Gutschein für ein Eifel-Wellness-Wochenende zu überreichen.

 

Gründungsmitglieder bilden einen Vorstand

  • Eine große Verbesserung für Patienten und Mitarbeiter wären weitere elektrisch verstellbare Betten. Die Patienten können so selbständig Höhe und Position des Bettes einstellen, und die Mitarbeiter werden dadurch enorm entlastet.
  • Wer helfen oder spenden möchte, soll sich bitte an den Verein Kupferstern e.V. wenden, erreichbar über das Sekretariat der Geschäftsführung des Bethlehem-Krankenhauses: (☏ 107 4201) und sekretariat@bethlehem.de.
  • Die Gründungsmitglieder sind Hans Mülders (Vorsitzender), Hubert vom Venn (Stellvertreter), Hildegard Nießen (Schatzmeisterin), Georg Blatzheim, Rudi Dreuw, Ursula Esspeter, Axel Gericke, Stamos Papas, Pfarrer Andreas Hinze, Pastor Christoph Schneider, Schwester Lissetta sowie Michael und Michaela Wirtz.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

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52220 Stolberg

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