Ab 2000 Litern lohnt sich ein separater Zähler

Wer den Garten oft wässert oder mehrere Tiere hält, kann bei den Gebühren für Schmutzwasser sparen. „Schwundmenge“ wird ausgeklammert.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Die Grundbesitzabgaben-Bescheide der Stadt sind verschickt, und die erste Tranche ist in der Regel bereits beglichen. Gezahlt werden müssen Grundsteuer B und die Gebühren für Straßenreinigung, Niederschlagwasser, Müllentsorgung und Schmutzwasser von Stolbergern, die selbst in ihrem Eigenheim wohnen, beziehungsweise von Mietern über die monatlich vorausbezahlten Betriebskosten. Was viele Stolberger allerdings nicht wissen, ist, dass sie unter Umständen bei den Schmutzwassergebühren jedes Jahr Geld sparen können.

 

Denn für besagtes Schmutzwasser erhebt die Stadt eine Gebühr von 2,99 Euro pro Kubikmeter. „Bemessungsgrundlage ist der tatsächliche Verbrauch, also das Wasser, das aus den Hähnen im Haushalt kommt“, erklärt der Technische Beigeordnete Tobias Röhm. Doch nicht das gesamte verbrauchte Wasser fließt am Ende auch wieder in den Kanal und wird in Kläranlagen aufbereitet. „Wir sprechen in der städtischen Gebührenordnung von Wasserschwundmengen. In manchen Fällen kann es wirklich lohnenswert sein, diese der Stadtverwaltung gegenüber geltend zu machen“, betont Röhm.

 

Rund 300 Stolberger würden von dieser Möglichkeit derzeit Gebrauch machen, sagt Bernd Kistermann, Leiter des städtischen Amts für Immobilienmanagement und technische Infrastruktur. Nach seiner Aussage lohnen sich Aufwand und Investition, um jährlich Schmutzwassergebühren zu sparen, für Eigentümer und Mieter, die sich an einem Garten erfreuen. Wer seinen Rasen im Sommer öfter wässert und viele Blumen und Beete gießt, verbraucht Wasser, das nicht in den Kanal fließt. Ebenso wie Stolberger, die größere Haustiere wie Pferde, Esel, Ziegen oder dergleichen halten. Auch das Halten von vielen Hühnern kann den Wasserverbrauch beträchtlich erhöhen.

 

In den genannten Fällen handelt es sich um Wasser, das dann eine Schwundmenge darstellt, also keine Schmutzwassergebühr nach sich zieht. „Wird dieses Wasser an einem Außenhahn entnommen, kann es durchaus sinnvoll sein, an diesem einen separaten Wasserzähler zu installieren“, erläutert Kistermann. Wichtig dabei sei, dass der Zähler geeicht ist. Er habe in der Regel ein „Haltbarkeitsdatum“ von sechs Jahren. „Dann muss das Gerät neu geeicht werden, wobei sich aus Kostengründen gegebenenfalls eine Neuanschaffung eher empfiehlt.“ Derzeit zumindest seien Wasserzähler im Baumarkt günstig für etwa 30 Euro zu bekommen.

 

Daraus ergibt sich folgende Rechnung: Wer deutlich mehr als zwei Kubikmeter, also 2000 Liter Wasser jährlich im Garten verbraucht, kann mit dem Außenwasserzähler Geld sparen. Bei höheren Verbrauchsmengen wird entsprechend mehr Schmutzwassergebühr eingespart.

 

In der Praxis funktioniert das so: „Der Zähler wird montiert und bei der Bauverwaltung der Stadt gemeldet. Dann nimmt ein städtischer Angestellter das Gerät ab und erfasst den Zählerstand“, führt Röhm aus, dass in der Folge die Bürger immer zum Stichtag 30. Juni den aktuellen Zählerstand ablesen und der Bauverwaltung mitteilen können. „Die Wasserschwundmenge wird dann beim kommenden Gebührenbescheid als Gutschrift verrechnet.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

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