Aus einst 25 sind mehr als 500 Mitglieder geworden

Manni Engelhardt, Manager des Rolling-Stones-Clubs Stolberg/Aachen, im Interview: Ehrenkonzert bei freiem Eintritt lockt heute „En de Kess“.

Foto: R. Quarten
Foto: R. Quarten

Ein Ehrenkonzert bei freiem Eintritt präsentiert der Rolling-Stones-Club Stolberg/Aachen am heutigen Samstagabend. Die clubeigene Band „The Dirty Work“ spielt ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) in der Gaststätte „En de Kess“, Bergstraße 9, die Musik der Stones zu Ehren des Club-Gründungsmitglieds Helmut Johr. Mit Manni Engelhardt, Manager des Stones-Clubs, sprach Dirk Müller über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Clubs.

 

Was genau verbirgt sich hinter der Bezeichnung Clubmanager?

 

Engelhardt: Wir haben keine klassische Vereinsstruktur mit Vorsitzendem und Geschäftsführer, da wir kein e. V., sondern eben ein Klub sind. Als Clubmanager organisiere ich interne Abwicklungen wie die für Clubmitglieder öffentlichen Präsidiumssitzungen und auch Veranstaltungen inklusive Buchungen von Bands und Künstlern sowie Moderation der Events. Mir obliegt die Pflege der sehr umfangreichen Internetseite des Clubs, und ich organisiere Ausfahrten zu Rolling-Stones-Konzerten, Museumsbesuche und mehr. Der Clubmanager ist quasi „Mädchen für alles“, wobei ich auch immer von Präsidiumsmitgliedern und anderen Clubmitgliedern tatkräftig unterstützt werde.

 

Wie gestaltete sich die Gründung des Stones-Clubs?

 

Engelhardt: Eigentlich in zwei Etappen. Bereits 1963 haben wir in Stolberg in der Gaststätte „Motter“ mit zwei Leuten einen Stones-Club gegründet. Sozusagen in der Diaspora, denn in der Region gab es nur Beatles-Fanclubs. Bald waren wir sieben Leute, dann zwölf Mitglieder. Bedingt durch Veränderungen in Familie und Beruf sowie durch Wohnortswechsel ist dieser frühe Club aber versickert.

 

Wann erfolgte der zweite Anlauf?

 

Engelhardt: 1994 haben wir den heutigen Club gegründet. Die Motivation dazu war natürlich die gemeinsame Leidenschaft für die Musik der Stones und konkret die damals bevorstehende Voodoo-Lounge-Tour der Band. Die Initialzündung erfolgte in einer Stolberger Kneipe: Die Wirtin drehte einen Stones-Song leiser, was nicht ohne Folgen blieb. Im Protest dagegen fanden die ersten Clubmitglieder zusammen. Unter den 25 Gründungsmitgliedern war auch Helmut Johr, dem das Ehrenkonzert am heutigen Samstagabend „En de Kess“ gewidmet ist. Helmuts Gaststätte „Mönchsklause“ in Münsterbusch wurde zu unserem ersten Clublokal, und bei unserer ersten Clubausfahrt füllten schon 45 Leute einen Eisenbahnwaggon nach Köln. Ziel war das Rolling-Stones-Konzert der Voodoo-Lounge-Tour. Heute zählen wir mehr als 500 Mitglieder.

 

Der Kupferstadt ist der Stones Club Stolberg/Aachen bis heute treu geblieben...

 

Engelhardt: Unbedingt. Wir haben in der Vergangenheit den Hotaball und weitere Konzerte in Stolberg ausgerichtet. Schauplätze waren das Jugendheim Münsterbusch, „Angie‘s Bistro“, das ehemalige „Kiek in“ und das Bürgerhaus in Büsbach, wo wir uns heute immer Mittwochs in der „Barriere“ treffen. Wir sind natürlich auch in Aachen unterwegs und veranstalten dort große Events im Saalbau Kappertz-Hölle, aber Stolberg bleiben wir nicht nur treu, sondern bauen unser Engagement hier noch aus. So gab es ein erfolgreiches Konzert unserer clubeigenen Band „The Dirty Work“ in der Musikkneipe „Piano“ in der Altstadt und jetzt das Ehrenkonzert „En de Kess“. Und die nächsten Veranstaltungen in Stolberg sind schon fest eingeplant.

 

Welche Veranstaltungen sind das?

 

Engelhardt: Schon am Samstag, 14. April, geht es ab 18 Uhr im Bistro „Kölsche Eck“ in Büsbach weiter. Dann trifft Musik auf Fußball, denn das Event präsentiert unser Stones-Club gemeinsam mit dem FC-Köln-Fanclub Geißböcke Büsbach. Akteure sind der Buchautor, Journalist und Filmemacher Frank Steffan, der auch Mitglied im Stones-Club ist, und unsere Band „The Dirty Work“. Frank Steffan zeigt seinen Film „Der mit dem Ball tanzte“ über den FC-Spieler Heinz Flohe, einem echten Rock‘n‘Roller. Mit diesem Film gewann er beim 11-Milimeter-Festival in Berlin 2015 den ersten Platz. „The Dirty Work“ liefern die musikalischen Einlagen, es ist eine Diskussionsrunde geplant, und Frank Steffan erinnert mit dem zweiten Film „Das Double“ an die Zeit, in der der FC Köln in der Saison 1977/1978 Meister und Pokalsieger wurde.

 

Und wie geht es mit den Aktivitäten des Stones-Clubs weiter?

 

Engelhardt: Im Herbst wird es in Aachen ein kleines Event mit rund 120 Gästen geben, aber zuvor präsentieren wir im Sommer eine völlig neue Veranstaltung in Büsbach. Am Samstag, 25. August, richten wir von 11 bis 14 Uhr unser erstes Kinder- und Jugend-Event in der Gaststätte „Zur Barriere“ aus. Der Eintritt ist für die ganze Familie frei, und für die Kids sind auch die Getränke und das Buffet kostenlos. Moderiert wird die Veranstaltung von unserem Kinder- und Jugend-Sprecher im Stones-Club-Präsidium, Robin Heeren, und die Band „The Dirty Work“ ist auch wieder im Einsatz.

 

Die Musiker der Rolling Stones sind ja nicht mehr die jüngsten. Was passiert mit dem Stones-Club, wenn die Band nicht mehr aktiv ist?

 

Engelhardt: Dann wird die Aufgabe unseres Clubs noch viel gewichtiger sein als heute, denn dann gilt es, die Stones und ihre zeitlose Musik am Leben zu halten. Mit diversen Events und Livemusik von Tribut-Bands. Den Club sehe ich für diese Aufgabe und generell für die Zukunft jedoch gut aufgestellt. Mittelfristig ist das Programm für unser großes Silberjubiläum schon in trockenen Tüchern, und langfristig gesehen freuen wir uns narürlich über unsere begeisterte und engagierte Kinder- und Jugendabteilung.

 

Was hat es mit dem Silberjubiläum auf sich?

 

Engelhardt: 2019 wird der Stones-Club 25 Jahre alt, was wir im Juli groß feiern werden. Diesmal mit einem Rolling-Stones-Thementag. Kunstausstellungen, Lesungen und Vorträge gehören dazu. Und selbstverständlich gute Livemusik von gleich drei Bands. Die clubeigene Band „The Dirty Works“ wird den Nachmittag musikalisch umrahmen, und abends spielen „Saturday Night Fish Fry“ aus Eschweiler und dann die „Starfucker“ aus Berlin, die unserer Meinung nach zurecht als die beste Stones-Tribut-Band Deutschlands gelten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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