Den Glauben greifbar gemacht

„Perlen des Glaubens“ in der Finkenbergkirche aufgereiht. Zentrale Botschaft.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

Ein Hauch von Spiritualität lag jetzt in der Finkenbergkirche , als die Chor- und Instrumentalgruppe IGDUS aus Uedem „Perlen des Glaubens“ von Clemens Bittlinger und David Plüss erklingen ließen.

 

Von einer wundersamen Perlenkette aus der lutherischen Kirche Schwedens inspiriert, gelangten die Perlen zunächst zur nordelbischen Kirche, von wo sie eine weitere Verbreitung im deutschsprachigen Raum erfuhren. Bei der aus 18 Perlen bestehenden Kette hat jede Perle eine Bedeutung und steht für eine Lebensfrage.

 

Von der goldenen Gottesperle über die „Ich“- und die „Tauf“-Perle, die Perlen der „Liebe“ und der „Dunkelheit“ bis hin zur Perle der „Auferstehung“ führten die „Perlen des Glaubens“ auf eine sehr tiefe und umfassende Weise in die Stille vor Gott. Hier wurde der Glaube im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“.

 

Die vorgetragenen Lieder, teils nachdenklich und besinnlich, wurden von einer Rhythmusgruppe einfühlsam begleitet: Rachel Poen blies die Querflöte, Gertrud Helmig zupfte die Gitarre, Hans-Josef Teuwen betätigte Cájon und Hang, ein handgespieltes Blechklanginstrument, das in Bern entwickelt wurde, und Ehefrau Margret Teuwsen gab die Einsätze und ließ sich am Keyboard vernehmen.

 

Den Dialog des Pilgers mit dem Engel zwischen den musikalischen Beiträgen hatten Doris Rittich und Ute Gillet übernommen. Die Rollen waren ihnen wie auf den Leib geschnitten. Als Pilger auf der Suche nach dem Anderen, was Kraft, Halt und Zuversicht gibt, machte der Engel immer wieder Mut und verwies auf des Menschen Herz, dem inneren und ursprünglichen Kern der Religion: Es gilt, die zentrale Botschaft von der Liebe Gottes, die alles zusammenhält, weiterzugeben.

 

Dieser spirituelle Weg machte lebendig und stillte den geistigen Hunger. Ermunterung und Glaubwürdigkeit der Lieder bewegten emotional, und es entstand nicht nur ein Gefühl der Geborgenheit, sondern auch des Vertrauens in der Welt, in der jeder Mensch seinen ganz eigenen Platz hat. Als Zugabe nach reichlich Applaus wiederholten die Gäste gerne das Lied der Gottesperle „Du bist ewig, Du bist nahe, Du bist Licht und ich bin dein“. Zum Gottesdienst der besonderen Gestalt hatte der ökumenische Arbeitskreis mit Pfarrer Jens Wegmann und Diakon Achim Jaskulski eingeladen. Sie bedankten sich am Schluss bei Maria Schumacher, die den Kontakt zu den Damen und Herren vom unteren Niederrhein hergestellt hatte. Nach der musikalischen Pilgerreise bestand Gelegenheit zum Austausch bei Plätzchen und warmen Getränken.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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