Der Protest gegen eine mögliche Schließung läuft

Bürgerinitiative sammelt Unterschriften, damit Notfallpraxis für Kinder und Erwachsene in Stolberg bestehen bleibt.

Die Debatte um die Schließung der bestehenden Notfallpraxis in Stolberg regt Protest bei den Bürgern. Jetzt werden Unterschriften gegen ein mögliches Vorhaben der Kassenärztlichen Vereinigung gesammelt, eine Notfallpraxis in Stolberg nur für Kinder einzurichten, Erwachsene müssten dann nach Eschweiler.

 

Bürger können sich in die Listen eintragen, die an verschiedenen Stellen in Stolberg ausliegen, oder auch online ihre Proteststimme abgeben. Bereits vor drei Jahren, als das Thema ebenfalls zur Debatte stand, wurden 8052 Stimmen gegen eine Schließung der Notfallpraxis gesammelt. Mit Erfolg. „Wenn wir wieder die 8000-Marke knacken könnten, wäre das schon sehr gut“, sagt der Stolberger Stefan Doncks, der dem Protest der Bürgerinitiative vorne ansteht.

 

Einen Zwischenstand über die bereits abgegebenen Stimmen kann er jedoch noch nicht nennen. Die Listen würden erst nach Ostern ausgezählt, bis dahin hieße es zunächst: „Füße stillhalten“. Doncks schließe auch Demonstrationen nicht aus, sollten die Pläne zur Schließung der Notfallpraxen konkreter werden. „Ich könnte ja selber mal in die Lage kommen und Patient sein“, erklärt der Stolberger sein Engagement im Protest. „Was ist, wenn Mutter und Kind gleichzeitig krank sind? Ich denke auch an die Rentner, die alleine leben – wie sollen die im Notfall nach Eschweiler kommen?“ Die Fahrtkosten mit dem Taxi seien sehr hoch, die Busverbindungen nicht immer gut, der Weg von Stolberg nach Eschweiler dafür einfach zu weit. Die Debatte wirft auch Fragen zum Thema Notruf auf, das sowieso zurzeit in der Öffentlichkeit hinsichtlich angemessenen Gebrauchs diskutiert wird. „Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Notrufnummer 112 öfter gewählt wird“, mutmaßt Doncks.

 

„Grundsätzlich betrifft das Thema nicht die rettungsdienstliche Versorgung, sondern die hausärztliche“, sagt Michael Konrads von der Stolberger Feuerwehr. „Dennoch können wir uns vorstellen, dass die Einsatzzahlen steigen werden – es wäre möglich“, sagt Konrads. Er sehe aber vor allem eine Verschlechterung der hausärztlichen Versorgung in den beiden größten Städten der Städteregion, in Stolberg und Eschweiler. Bürgermeister Tim Grüttemeier betonte in der Ratssitzung am Dienstag, dass der öffentliche Druck hochgehalten werden müsse und Stolberg und Eschweiler zusammenarbeiten. Die Bürgerinitiative informiert über die Proteste in ihrer Facebookgruppe „Bürgerinitiative Notfallpraxis für die Kupferstadt Stolberg erhalten“. Dort ist eine Liste einsehbar, wo Unterschriften abgegeben werden können. Dies ist im Rathaus möglich sowie unter anderem bei vielen Apotheken und medizinischen Einrichtungen im Stadtgebiet.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

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