Jetzt für die „Westdeutsche“ qualifiziert

Die jungen Vollyballerinnen (U 14) der Stolberger TG holen gegen Spitzenmannschaften dritten Platz.

Foto: Verein
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Nach zehn Jahren fährt erstmals wieder eine Mannschaft der Stolberger TG zu den Westdeutschen Jugendmeisterschaften.

 

Nachdem die Nachwuchs-Volleyballerinnen der Stolberger Turngemeinde schon die erste Qualifikationsrunde der besten 32 Mannschaften zur Westdeutschen Jugendmeisterschaft der weiblichen U 14 in Weeze erfolgreich überstanden hatte, folgte nun der zweite Streich. Nun wurde die zweite Qualifikationsrunde ausgespielt; die Ausrichtung übernahm die Stolberger Turngemeinde in der Halle Berufskolleg.

 

Gegen die Spitzenmannschaften aus Olpe, PTSV Aachen und Schwerte hatte man sich wenig Chancen ausgerechnet. Doch die jungen Mädels schafften das vollkommen Unerwartete: Mit einem dritten Platz konnte man sich für die Endrunde der besten zwölf Mannschaften in Lünen qualifizieren. Gemäß dem Wahlspruch „Niemals aufgeben“ konnten sich die Mädels der Stolberger TG in einem echten Krimi nach 60 Minuten mit 2:1 gegen Olpe durchsetzen und buchten damit die Teilnahme an der Westdeutschen Jugendmeisterschaft.

 

Der Weg dahin war aber mit vielen Höhen und Tiefen gepflastert. Als sich alle teilnehmenden Mannschaften in der Halle eingefunden hatten, wusste man auf Stolberger Seite, dass man wieder mal die Mannschaft mit der kleinsten durchschnittlichen Körpergröße stellen würde. Die Stolbergerinnen konnten aber eigentlich befreit aufspielen, denn mit dem Erreichen dieser Qualifikationsrunde hatten sie schon mehr erreicht, als jemand ihnen zugetraut hätte. Aber da ist ja auch noch der Ehrgeiz und natürlich die Hoffnung eventuell einen der Gegner schlagen zu können.

 

Im ersten Spiel musste man gegen Schwerte antreten. Die STG Kids legten ihre Nervosität schneller ab, überraschten den Gegner mit sehr starken Abwehraktionen und nutzten konsequent die Lücken in der Schwerter Abwehr. So konnten sich die Kupferstädterinnen auf 13:8 absetzen, ehe Schwerte Tritt fasste. Schwerte verspielte aber mit einfachen Fehlern den Satz, und die STG Kids konnten sich nach fast 25 Minuten über den 25:21-Satzerfolg gegen den hohen Favoriten freuen. Im folgenden Satz wurden die Schwerter Mädels ihrem Status gerecht. Klare Spielzüge ohne Schnörkel brachten die immer noch sehr gute STG Abwehr in Probleme. Auch eine sehr gute Phase der STG Mädels zum Ende des Satzes konnte die 25:17 Niederlage nicht verhindern. Der Tie Break war nur in der ersten Hälfte spannend. Schwerte gab sich keine Blöße und gewann den Tie Break mit 15:7.

 

Der zweite Gegner war der PTSV Aachen. In der Oberliga hatte man in der vergangenen Saison schon zwei Mal gegen die Aachenerinnen verloren. Dies war wohl im Unterbewusstsein zu stark verankert, denn die Stolbergerinnen hatten den Aachenerinnen kaum etwas entgegenzusetzen. So ging der erste Satz mit 25:10 deutlich an Aachen. Das Spannendste war sicherlich ein Feueralarm, der eine 30-minütige Spielunterbrechung herbeiführte.

 

Im 2. Satz kam die STG zwar besser ins Spiel, konnte den 25:18 Satzverlust nicht mehr verhindern. Da auch Schwerte ihr Spiel gegen Olpe 2:0 gewann, waren bereits jetzt sowohl die Schwerter Mädels als auch die Aachenerinnen für die Westdeutsche Jugendmeisterschaft qualifiziert.

 

Für Olpe und Stolberg ging es jetzt darum, einen begehrten 3. Platz zu ergattern, der ebenfalls zum Endrundenturnier der Westdeutschen Meisterschaft reichen würde. Im Endscheidungsspiel musste Stolberg nun gegen den VC Olpe antreten. Der Olper Trainer hatte drei seiner großen Mädchen aufgeboten. Die Mannschaftsaufstellung wirkte wie „Stolberger Zwerge“ gegen „Sauerländer Riesen“. Die Olper Mädels spielten ihren Größenvorteil von Beginn an gnadenlos aus. Olpe war drückend überlegen. Der Satz ging sang und klanglos mit 25:13 an Olpe. Beim Seitenwechsel waren die STG Kids schon ziemlich niedergeschlagen, und ihr Trainer Klaus Steinmetz musste alle Register ziehen, um die Mannschaft wieder zu motivieren. Im 2. Satz agierte dann plötzlich das Stolberger Team so, wie es im ersten Satz gegen Schwerte gespielt hatte. Kein Ball wurde verloren gegeben.

 

Die Abwehr kratzte selbst unmögliche Bälle vom Boden, und Olpe musste immer öfter lange Ballwechsel spielen, um zu punkten. Je länger der Satz dauerte, desto mehr häuften sich Fehler auf der Gästeseite. Das Ende des Satzes wurde dramatisch. Olpe spielte sehr risikoreich und hatte Erfolg. Sie schafften den 21:21 Gleichstand, aber die STG Kids hielten dagegen. Der Satz- oder Matchball war hart umkämpft. 19 mal überquerte der Ball das Netz. Stolberg hielt in dieser Phase die großen Gegnerinnen vom Netz fern und verhinderte damit das sehr gute Olper Netzspiel. Nach 24:24 und 25:25 gelang dann doch noch nach einem Aufschlagfehler der umjubelte Satzgewinn im 3. Satzball. Nun musste der Tie Break das Spiel entscheiden. Spannender konnte es nicht werden. Olpe machte den ersten Punkt, trat aber beim 2. Aufschlag auf die Aufschlagslinie. Das brachte Olpe aus dem Tritt. Stolberg ging auf 6:2 in Führung und nutzte dabei die Schwächephase der Sauerländerinnen. Diese leisteten sich zwei weitere Aufschlagfehler, so dass die STG Kids beim Seitenwechsel mit 8:4 führten. Die fehlende Körpergröße machten die STG Mädels durch unbändigen Einsatz in der Abwehr weg. Trotzdem konnte Olpe mit 12:11 in Führung gehen. Den Ausgleich gab es beim 13:13. Noch einen Matchball gab es für Olpe, aber Stolberg verwandelte den sehr langen Ballwechsel zum 14:14 Ausgleich. Aufschlag STG, Olpe baut einen Angriff auf und schlägt den Ball ins Netz! 15:14 für die STG, Matchball! Punkt, Satz und Sieg.

 

Ein Sieg des Willens. Die STG Kids tobten und ihr Trainer war fix und fertig. Hier hatte die bessere Abwehr gegen die stärkeren Angreifer gewonnen. Die vielen Zuschauer hatten am Ende wirklich tollen Volleyballsport gesehen. Alle Teams zeigten, auf welch hohem Niveau bereits in der U 14 gespielt wird.

 

Stolberg fährt nun als zweitbester Dritte zu der westdeutschen Jugendmeisterschaft am 5. und 6. Mai nach Lünen. Dort hofft man vielleicht, den einen oder anderen Satz zu gewinnen, um besser als Platz 12 abzuschneiden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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