Facettenreichtum und Qualität faszinieren

Werke von Maria Katzgrau werden in der Ausstellungsreihe „In Memoriam“ gezeigt. Die erfolgreiche Glasmalerin überzeugt auch als freischaffende Künstlerin. Spuren ihres Wirkens sind auch in Stolberg zu finden.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Zu ihrem 20. Todestag zeigt die Kunstreihe „In Memoriam“ Werke von Maria Katzgrau. „Und damit präsentieren wir in der 2013 gestarteten Ausstellungs-Reihe erstmals das Schaffen einer Künstlerin“, erklärt „In-Memoriam“-Initiator Karl-Heinz Oedekoven nicht ohne Stolz.

 

Zu ihren Lebzeiten allerdings habe Maria Katzgrau ihre Weiblichkeit eher verborgen, erläutert Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke: „Sie hat Entwürfe und Werke mit einer kleinen Katze gekennzeichnet oder mit „M. Katzgrau“‘ signiert, um sich in einer damals von Männern dominierten Welt nicht gleich als Frau zu erkennen zu geben.“ Diese Zeiten sind längst vorbei, und die „In-Memoriam“-Ausstellung in der ehemaligen Direktionsvilla des Museums Zinkhütter Hof zeichnet das Bild einer äußerst vielseitigen Künstlerin. 1912 in Aachen geboren, begann Maria Katzgrau 1930 das Studium an der Aachener Zeichen- und Kunstgewerbeschule. Nach der Schließung der Schule machte sie sich 1934 selbstständig. Als Glasmalerin gestaltete sie zahlreiche Kirchenfenster in der weiteren Region. Katzgraus Spuren sind auch in der Kupferstadt zu finden, wo sie Ornamente in Kirchenfenstern von St. Lucia und eine beeindruckende geometrische Komposition in der Sakramentskapelle schuf.

 

Von Aachen aus wirkte die Glasmalerin bis Island und Grönland, wo Katzgrau in den 1970er Jahren Ehrenbürgerin von Kulusuk wurde. Doch in den 1950er Jahren begann die „zweite Maria Katzgrau“ sich zu entwickeln. Parallel zur Glasmalerei arbeitete sie als freischaffende Künstlerin. Mit großem Facettenreichtum, den die Ausstellung, die am kommenden Sonntag, 25. März, um 12.30 Uhr eröffnet wird, eindrucksvoll verdeutlicht. Katzgrau hat gemalt und gezeichnet, Assemblagen und Skulpturen geschaffen. Bemerkenswert dabei ist die enorme stilistische Bandbreite, derer Katzgrau sich scheinbar mit unvoreingenommener Leichtigkeit bediente. „In Memoriam“ zeigt zum Beispiel Bauhaus-Zeichnungen, grafische Werke, figürliche wie abstrahierte Malerei und natürlich auch Entwürfe von Kirchenfenstern. In Aquarellen wie Ölgemälden griff Katzgrau bisweilen das Thema Religion ebenso auf wie in Assemblagen mit Materialien aus dem Baumarkt. Tektonisch anmutende Malerei gelang der Künstlerin ebenso wie das Spiel mit klaren geometrischen Formen.

 

Zuerst im großen Saal des Museums zu sehen

  • Die „In-Memoriam“-Ausstellung fasziniert nicht nur mit der außerordentlichen Vielfältigkeit der Maria Katzgrau, sondern auch mit der künstlerischen Qualität der Exponate
  • Eröffnet wird die Ausstellung „In Memoriam Maria Katzgrau“ am Sonntag, 25. März, um 12.30 Uhr im großen Saal des Museums Zinkhütter Hof
  • Anschließend werden die Werke in der einstigen Direktionsvilla gezeigt. Die Ausstellung an der Ecke Schellerweg/Cockerillstraße ist dort immer sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen
  • Letzte Gelegenheit, die Schau zu besuchen, ist bei der Kupferstädter Kunstausfahrt „Art Tour de Stolberg“ am Sonntag, 6. Mai, von 11 bis 18 Uhr

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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Dr. Tim Grüttemeier

 

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