Eine erkrankte Schilddrüse kann gefährlich werden

Stolberger Gesundheitsforum beschäftigt sich mit einem besonders empfindlichen Organ. Viele Aufgaben zu erfüllen.

Foto: H. Eisenmenger
Foto: H. Eisenmenger

Das Stolberger Gesundheitsforum befasst sich bei seiner Veranstaltung am Donnerstag, 22. März, mit Diagnostik und Behandlung der Schilddrüse.

 

Sie wiegt weniger als 20 Gramm und ist in der Aufsicht nur so groß wie ein Schmetterling. Aber ohne die Schilddrüse läuft im Stoffwechsel des Menschen fast gar nichts. „Viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass die Funktion ihrer Schilddrüse gestört ist“, sagt Privatdozent Dr. Joachim W. Heise, Chefarzt der Klinik für Chirurgie am Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg.

 

Schätzungsweise sei bei jedem dritten Erwachsenen in Deutschland das Organ krankhaft verändert und arbeite nicht richtig. Ihre Aufgaben sind lebenswichtig. Die Botenstoffe (Hormone), die die Schilddrüse aus Jod und Eiweißbausteinen herstellt, beeinflussen das Wachstum, die Herztätigkeit, den Kreislauf, das Magen-Darm-System und wichtige Stoffwechselvorgänge im Körper. Selbst die Schweiß- und Talgdrüsen und der Energieverbrauch werden durch die Hormone der Schilddrüse gesteuert.

 

Fehlfunktionen können sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Die möglichen Erkrankungen an dem Organ sind vielfältig: Unterfunktion, Überfunktion, die so genannten heißen und kalten Knoten, Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis sind einige davon.

 

Eine unbehandelte Schilddrüsenerkrankung kann lebensbedrohliche Folgen haben. Bei den knotigen Veränderungen ist zudem zu beachten, dass sie bösartig sein können und es sich insoweit um eine Krebserkrankung handeln kann.

 

Schilddrüsenerkrankungen lassen sich heutzutage jedoch sehr gut behandeln. Es stehen wirksame Medikamente und effektive Operationstechniken zur Verfügung. Oberarzt Privatdozent Dr. Jürgen Witte weist dabei auf einen bedeutsamen Unterschied hin: „Ohne die Hormone, die die Schilddrüse produziert, kann man nicht leben – ohne Schilddrüse schon.“

 

Ob eine Schilddrüse im Erkrankungsfall entfernt werden muss, ist von Fall zu Fall zu entscheiden. Vor der Therapie ist eine exakte Diagnostik erforderlich. Dabei kommen meistens Radiologen, Endokrinologen und Nuklearmediziner zum Einsatz. Denn neben Ultraschall, Tast- und Blutuntersuchungen ist oftmals eine Szintigrafie erforderlich: „Mittels einer schwach radioaktiven Substanz wird die Aktivität des Schilddrüsengewebes überprüft“, sagt Witte.

 

Sechs Experten klären beim Stolberger Gesundheitsforum auf. Um über die Bedeutung der Schilddrüse aufzuklären sowie über moderne Diagnostik- und Therapieverfahren zu informieren, laden das Krankenhaus Stolberg, die AOK Rheinland/Hamburg und der Super Sonntag zum 14. Stolberger Gesundheitsforum in die Cafeteria des „Bethlehem“ ein. Am Donnerstag, 22. März ,geht es ab 19 Uhr um das kleine Organ unterhalb des Kehlkopfes. In für medizinische Laien und Patienten leicht verständlichen Vorträgen werden Professor Dr. Florian Behrendt und Privatdozent Dr. Thomas Krohn von der Praxis Radiologie Aachen-Land sowie der leitende Oberarzt der Chirurgie am Krankenhaus Stolberg, Privatdozent Dr. Jürgen Witte, wichtige Aspekte zur Schilddrüse an sich und den Behandlungsmöglichkeiten häufiger Erkrankungen aufzeigen.

 

Wegen der Aktualität des Themas, wird auch auf die Jodprophylaxe mit den in unserer Region verteilten Jodtabletten für den Fall eines Kernreaktorunfalls (Tihange/Doel) eingegangen. Nach den Referaten werden sowohl die drei vortragenden Mediziner als auch die in Stolberg in eigener Hausarztpraxis tätige Ärztin Inna Lifanov, die am Krankenhaus tätige Chirurgin Dr. Nermin Tosuncuk sowie Chefarzt Privatdozent Dr. Heise in einer Talkrunde gemeinsam auf Fragen von Helmut Schroeter antworten. Der regionale Pressesprecher der AOK Rheinland/Hamburg freut sich bereits sehr auf den Abend: „Diese ausgewiesenen Experten für Schilddrüsenerkrankungen gemeinsam an einem Abend in Stolberg auf der Bühne zu haben, ist eine Ehre und für alle Interessierten eine Chance, exzellent aus erster Hand informiert zu werden.“ In die Talkrunde eingebettet werden wie immer beim Gesundheitsforum Fragen aus dem Publikum beantwortet. Gerne können die Zuhörer auch bereits vorab per E-Mail ihre Fragen an den Moderator richten, die dann im Forum beantwortet werden: helmut.schroeter@rh.aok.de.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

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