Zustand der Schulen macht Sorge

Das Stolberger Jugendparlament spricht bei Diskussionsveranstaltung im Goethe-Gymnasium Probleme der Schülerinnen und Schüler an. Auch Medienkompetenz müsse dringend verbessert werden.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

„Wir haben was zu sagen! Du auch! Für alle zwischen 13 und 21. Schüler. Azubis. Einwohner. Veränderer. Macher. Idealisten. Wir brauchen dich und dein Engagement! Komm zur nächsten Sitzung!“ Mit diesen Sätzen wirbt das Stolberger Jugendparlament, das sich aus Vertretern un Vertreterinnen der weiterführenden Schulen, Jugendtreffs und diverser Jugendorganisationen in Stolberg zusammensetzt und mittlerweile ein etablierter und anerkannter Bestandteil des kommunalen Geschehens in Stolberg geworden ist.

 

Jetzt trafen sich die Vertreter der beiden Gesamtschulen Stolbergs, der auslaufenden Realschule Mausbach, des Goethe- und Ritzefeld-Gymnasiums und des städtischen Gymnasiums Eschweiler zum 2. Mal, um sich erneut mit jugendrelevanten Themen zu beschäftigen.

 

Julia Hellebrandt, Jorick Espeter und Steffi Khan führten im Pädagogischen Zentrum des GoetheGymnasiums als Moderatoren durch die ansprechende und kurzweilige Veranstaltung, für die die Schüler unterrichtsfrei bekommen hatten.

 

Die Sprecher stellten das Jugendparlament kurz vor und berichteten, welche Projekte bisher auf den Weg gebracht wurden. Zu ihren Aktionen zählen das Jugendkino und „Food and Talk“, eine lockere Runde, bei dem die Jugendlichen mit verschiedenen Politikern über unterschiedliche Themen wie über die Landtags- und Bundestagswahl gesprochen hatten.

 

Ihr jüngstes Projekt, „Callanetics Park“ (Fitnessgeräte für draußen) in der Ardennenstraße, soll im Sommer in Betrieb genommen werden. Bürgermeister Tim Grüttemeier begrüßte die jungen Leute und meinte, dass sie alle noch zu brav seien. Um langfristig Verbesserung für die Schule und Stolberg zu initiieren, helfe „frech und mutig zu sein“ mehr. Die Kontakte untereinander zu nutzen, sei daher ein wichtiges Kriterium.

 

Nach der Vorstellung der einzelnen Teilnehmer und dem Austausch über bisher geleistete gute Taten in den Schulen, wurden weitere Ziele vorgestellt. Ihnen allen war wichtig, dass die Digitalisierung in den Schulen verbessert werden müsse.

 

Alte Computer müssten durch neue ersetzt werden, die schlechte Software müsse abgestellt, das Arbeiten mit Handys erlaubt und ältere Lehrer im Umgang mit den neuen Medien geschult werden. Es gelte, die Kommunikation innerhalb des Jugendparlamentes zu verbessern und sich gemeinsam mehr bei wohltätigen Veranstaltungen zu engagieren. Ein Schüler schlug gar vor, eine amerikanische Schule zu finden, um sich mit dieser gegen die Waffenlobby zu verbünden, damit sie nicht nach Deutschland überschwappt.

 

Ein Dorn im Auge sind die Zustände an den Schulen: Fenster seien zu alt, nicht funktionierende Heizungen im Winter, unansehnliche Toiletten, schlechter Zustand der Turnhallen.

 

Der anschließende Workshop der Jugendpresse Rheinland zum Thema Medienkompetenz wurde von Nino Bündgen, dem Bezirksschülervertreter der Städteregion Aachen, und Mika Baumeister, Student des Technikjournalismus und PR an der Hochschule Bonn, geleitet. Hier ging es in erster Linie um eine informative Leitlinie zur Erstellung einer Schülerzeitung und was dafür nötig ist.

 

Sie stellten die Mobile Medienakademie vor, erklärten, was es mit „politikorange“ (Medienprojekt für Jugend), den Jugendmedientagen und mit dem Verband junger Medienmacher auf sich hat.

 

Am Ende erhielt jeder eine Mappe mit Material, um sich unter anderem über die Rechte der Landesschüler(innen)vertretung in Nordrhein-Westfalen zu informieren.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

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52220 Stolberg

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