„Wie wohl fühlt man sich auf seiner Wache?“

Stolberg macht sich keine Sorgen, die Feuerwehrleute könnten nun massiv nach Aachen abwandern.

Die Feuerwehr im größeren Nachbarort ist im Umbruch: teils veraltete Gerätehäuser, überholte Organisationsstrukturen, eine Feuerwache fehlt und krasser Personalmangel. Aachen überarbeitet den Brandschutzbedarfsplan, und unter dem Strich steht unter anderem ein Mehrbedarf von rund 100 hauptamtlichen Feuerwehrleuten.

 

Müssen die Kommunen im Altkreis nun die Sorge haben, dass ihnen ihr Fachpersonal scharenweise abhanden kommt und nach Aachen rennt? „Nein!“, sagt Andreas Dovern. „Ich bin da sehr entspannt“, unterstreicht der Leiter des Amtes für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz der Kupferstadt. Und das untermauert der Chef der rund 70 hauptamtlichen Feuerwehr- und Rettungskräfte in Stolberg gleich mit einer Reihe von Argumenten.

 

Die beamtenrechtlichen Laufbahnen und Tätigkeitsbeschreibungen – in diesem Fall wäre insbesondere der mittlere Dienst betoffen – beruhen in Stolberg wie auch in Aachen auf den selben Grundlagen und Besoldungsstufen. „Weder wir noch Aachen hat die Möglichkeit, Boni zu zahlen“; um so neue Kräfte zu rekrutieren, so Dovern weiter. Die von der Aachener Feuerwehr ins Feld geführte Zulage für Anwärter gilt spätestens seit April letzten Jahres per Verordnung für alle Feuerwehren des Landes – und somit auch in Stolberg. Hier ist Beförderungsstau auch kein Thema mehr. Die letzen Ausläufer waren im vergangenen Jahr abgebaut worden. „Wir befinden uns wieder innerhalb der Regelbeförderungen“, sagt Dovern. Das bedeutet, dass alle Beamten entsprechend der von ihnen ausgefüllten Stellen besoldet werden. Die Ausschreibung von zwei Beförderungsstellen ist für dieses Jahr geplant.

 

Die Arbeit bei der Feuerwehr ist nun einmal kein Job wie jeder andere. Die Tätigkeit ist geprägt von einem großen Zusammengehörigkeitsgefühl und einer guten Zusammenarbeit.

 

„Es ist die Frage, wie wohl man sich auf einer Wache fühlt“, bringt das Andreas Dovern auf den Punkt. In Stolberg scheinen sich die Mitarbeiter offensichtlich sehr wohl zu fühlen. Die personelle Fluktuation ist gering. Innerhalb der fünf Jahre, in denen Dovern der Leiter der Feuerwehr ist, gab es drei Wechsel von Mitarbeitern. Einer, weil er mit seiner Familie in eine Stadt 200 Kilometer weiter verzogen ist. Ein zweiter, aus Herzogenrath stammender Kollege, nutzte eine ausgeschriebene Stelle in seiner Heimatstadt, um das regelmäßige Pendeln zu sparen. Und ein dritter Feuerwehrmann verlässt innerhalb des nächsten halben Jahres die Kupferstadt, um seinen Dienst auf der Hauptwache der Stadt Düren anzutreten. „Es waren in allen Fällen sehr persönliche Gründe, die Stolberger Feuerwehr zu verlassen“, bilanziert Andreas Dovern. Es könne unter den Kameraden zwar Einzelfälle geben, die ein Interesse an einem Wechsel nach Aachen bekunden könnten, aber einen Aderlass in Richtung Kaiserstadt befürchtet der Stolberger Feuerwehrchef nicht. Dovern belastet aber eine andere Sorge, die für die tariflich angestellten Feuerwehrleute zu einem Problem wird – hüben wie drüben. „Die Regelungen des TVöD, die eigentlich die Kollegen entlasten sollen, greifen nicht“. Aber das ist eine ganz andere Geschichte...

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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