Mausbach versickert in der Erde

Bachschwinde im Karst. Wasserverband stopft das Loch in seinem Bett.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Der beschauliche Mausbach führt fast nur bei Regen Wasser und wird ohnehin kaum wahrgenommen. Hinter seiner Quelle im Naturschutzgebiet Horstbend fließt er verrohrt durch Vichter und Kurt-Schumacher-Straße, um erst hinter dem Ortsausgang in Richtung Vichtbach im Graben neben der Landesstraße 12 zu plätschern. Aber mittlerweile bewältigt er nicht einmal mehr seine übliche 31 Meter Höhenunterschied und 1200 Meter Länge. Gut 300 Meter hinter dem Ortsausgang verschwindet der Mausbach plötzlich spurlos irgendwo im Untergrund, und sein Bett abwärts zur Vicht bleibt knochentrocken.

 

Dabei beweist das Bächlein, welche Kraft Wasser haben kann. Am Punkt des Verschwindens hat der Mausbach mittlerweile die Böschung der L 12 kräftig angeknabbert und sich einen kleinen, runden „Minisee“ angelegt. Eine Bake am Fahrbahnrand mahnt zur Vorsicht. Wasserverband Eifel-Rur und Landesbetrieb arbeiten an einer Lösung.

 

„An der Stelle ist es zu einer so genannten ,Bachschwinde‘ gekommen“, berichtet WVER-Sprecher Marcus Seiler. Diese sei geologisch bedingt. An der Stelle befinde sich ein karstiges Untergestein. Der Karst hat Klüfte und kann Risse und Brüche aufweisen, in die der Untergrund einbrechen kann, so dass darüber ein Loch entsteht. „Dies ist hier auch im Fall des Mausbachs geschehen“, so Seiler: „Der Bach verschwindet nun in dem Loch und strömt im Untergrund ins Grundwasser.“ Der Wasserverband hat bereits Material zur Verfüllung dieses Loches bestellt. Innerhalb der nächsten zwei Wochen werde dann eine Schichtung aus groben und dann feineren Steinen in das Loch eingelassen. Ebenso werde eine Schicht aus speziellem Ton und wahrscheinlich auch ein Vlies eingebracht, um das Loch zu schließen. „Die Stelle wird dann wieder übererdet, und der Mausbach kann seinen Lauf wieder im bisherigen Gewässerbett nehmen“, sagt Seiler.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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