Büsbacher Reiter vor der Hürde

Hans Flaam stellt Schulunterricht auf Gut Hassenberg zum Monatsende ein. Vorstand befürchtet einen noch nicht absehbaren Verlust an Mitgliedern. Ist das „Unternehmen Verein“ noch rentabel zu führen?

Fotos: J. Lange
Fotos: J. Lange

Quo vadis? Wohin führt der weitere Weg des Reitervereins Stolberg-Büsbach? 69 Jahre nach seiner Gründung steht der Club vor einer existenziellen Frage: Wird das „Unternehmen Verein“ in den nächsten Jahren noch wirtschaftlich rentabel zu führen sein? Die Antwort ist heute noch ungewiss, aber auf der Mitgliederversammlung am Dienstag (19.30 Uhr, Gut Hassenberg) wird die Lage debattiert.

 

Aktueller Anlass ist die Entscheidung von Hans Flaam, zum Ende diesen Monats den Schulunterricht auf Gut Hassenberg einzustellen. Seit dem Tod seines Vaters 1982 hat der heute 61-Jährige diese Aufgabe bei Wind und Wetter an nahezu jedem Wochentag geleistet. Die Pferdepension wird die Familie weiter betreiben.

 

Die Schließung der Reitschule hat für den Verein die Konsequenz, dass er „in der Zukunft eine noch nicht absehbare Anzahl an Mitgliedern verlieren wird“, wie der Vorstand in einem Schreiben an seine Mitglieder ausführt. Der Unterricht speiste den Verein stets automatisch mit Nachwuchs. Gut ein Drittel der rund 240 Vereinsmitglieder zählen zur Aktivitas der Jugendabteilung. Hinzu kommt eine Reihe erwachsener Reitschüler, die auch Vereinsmitglied werden mussten. Ohne Schulpferde entfällt ein bislang solides Standbein des Vereins und damit auch seiner Finanzierung.

 

Ein weiteres wichtiges Standbein ist stets das große Reitturnier – einst zu Pfingsten, seit 2009 im August. Erlöse aus Bewirtschaftung, Sponsoring und Nennungsergebnis konnten investiert werden in die Unterhaltung der umfangreichen Anlagen. Aber der wirtschaftliche Erfolg des Turniers ist von vielen Faktoren abhängig – allen voran Wetter, Termin und Zuspruch. Das bedeutet für den Reiterverein, dass die Finanzierung von Anlagen und Vereinstätigkeit nicht abhängig sein sollte vom Ergebnis des großen Reitturniers. „Wir wollen alles in unserer Macht stehende versuchen, diesen Verein weiterhin effizient zu führen“, kündigt der Vorstand an. Wie das gelingen kann, möchte er mit den Mitgliedern diskutieren, die sich mehrheitlich stärker als bislang in die Unterhaltung der Anlagen und Durchführung von Veranstaltungen einbringen sollten.

 

Das Einstellen des Schulunterrichtes, der 1970 mit dem Eröffnung der Reithalle deutlich intensiviert wurde, ist nicht die erste Veränderung auf Gut Hassenberg. Vor fünf Jahren wurde die Bewirtschaftung der Kantine eingeschränkt. Seit 2008 wird auf die Fuchsjagden – eine Keimzelle des reiterlichen Lebens in Büsbach schon lange vor der Gründung des Vereins – verzichtet, weil der organisatorische Aufwand einfach nicht mehr zu tragen war. Umgekehrt hat der Verein in den vergangenen Jahren in den Ausbau der Anlagen deutlich investiert.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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