Wie Oma früher kochte: Vichter sammeln Rezepte

Der Arbeitskreis Veeter Platt will ein eigenes Kochbuch mit Gerichten aus der Region herausbringen. Vorabeiten haben begonnen.

Foto: Andrea Warnecke/dpa
Foto: Andrea Warnecke/dpa

Eines Morgens zerbrachen sich Christel Hirtz und Ehemann Franz-Willi ihren Kopf: „Watt kauche m’r dahh hüh?“, „Was kochen wir denn heute?“ An dieser Frage hatten die beiden Vichter schwer zu knabbern.

 

Auf den Tisch kam damals trotzdem was. Und jetzt wird noch mehr daraus: Hirtz und seine Mitstreiter vom Arbeitskreis Veeter Platt“ (AKVP) wollen ein Kochbuch herausbringen, das bis Ende des Jahres 2019 in den Verkauf kommen soll.

 

Die Vorarbeiten aber haben jetzt schon begonnen – natürlich im Dialekt und mit hochdeutscher Übersetzung. Arbeitstitel: „Wie Oma früher kochte“.

 

Mit Hilfe seiner Mitbürger hat der Koordinator, Franz-Willi Hirtz schon allerlei Rezepte dem Vergessen entrissen. „Suur Kappes us de Bahr“ (Sauerkraut aus der Bare, einem speziellen Tongefäß), „Wölleklöszupp“ aus reifen Stangenbohnen, „Knöppscher“ (Rosenkohl) und andere Alltagsspeisen aus dem Leben der einfachen Leute von Vicht sollen wieder zu neuen Ehren kommen.

 

Aber nicht nur herzhafte Gerichte interessieren Hirtz und die anderen AKVP-Aktiven. Der zweite Teil des Bandes macht nach dem Willen der Autoren Lust auf Süßes wie „Taate“, Kuchen mit dünnem Boden nach Art der französischen „Tarte“ und Pfannkuchen. Und die Zubereitung von Brot ist ein weiteres Thema.

 

Bis Dezember 2018 werden Rezepte für das Kochbuch gesammelt. Im ersten Quartal des dann folgenden Jahres werden die äußere Gestaltung und andere Geschäfte wie das Korrekturlesen erledigt. Im Dezember 2019 wird das Buch dann mit einem bunten Nachmittag im Pfarrheim des Dorfes vorgestellt. Ehrensache, dass es dann auch Spezialitäten aus dem neuen Kochbuch zu verkosten gibt.

 

Bis dahin sind die Vichter aufgerufen, mal in den Hinterlassenschaften der Oma und anderer Vorfahren nach – möglicherweise handgeschriebenen – Rezeptbüchern aus alter Zeit zu forschen. Wer so fündig wird, der wird sich zum Dank im Buch wiederfinden: Wenn er oder sie noch ein kleines Passbild beifügt, wird man sich dort gewürdigt sehen.

 

Auch darüber hinaus bleibt Mundart-Schriftsteller Hirtz nicht untätig: Für den 22. April bereitet er eine botanische Frühlingswanderung rund um den Heimatort mit Erläuterungen auf Platt vor. Der AKVP trifft sich bereits am 22. März, 19.30 Uhr, in der Gaststätte Kell an der Kirche. Und, wer weiß: Vielleicht liegen dann schon wieder neue, bisher unbekannte Rezepte auf dem Tisch.

 

Wer alte Rezepte für Herzhaftes oder Süßes aus Vicht beisteuern kann, ist aufgerufen, sich bei Franz-Willi Hirtz, Jägersfahrt 13 in 52224 Stolberg-Vicht, zu melden. Auch per E-Mail ist der Mundart-Autor zu erreichen, unter: fw.hirtz@t-online.de.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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