Burka-Gebot in der Badesaison gefordert

Der kleine Mann mit der großen Schnauze, Comedian Hennes Bender, gastiert in der Burg.

Foto: Manuel Hauck
Foto: Manuel Hauck

Kleiner Mann mit lauter Schnauze – Hennes Bender gastiert im Rahmen der Burg-Comedy in Stolberg und weiß vor mittelalterlicher Kulisse, die Nähe zum Publikum zu nutzen.

 

Keine Botschaft im Sinn, zielt Bender jedoch doch auf etwas ab: die Lachmuskeln strapazieren. Zur nahenden Badesaison gibt es zwei schlechte Nachrichten. Die Erste: Unansehnliche Männer packen alles aus, was nicht unbedingt gesehen werden will. Die Zweite: Hennes Bender siebtes Soloprogramm „Luft nach oben“ endet bald.

 

Doch es gibt Abhilfe. Bender empfiehlt für Ersteres ein Burka-Gebot, von dem ganzen Nationalismus-Getue einer Alternative hält er eh nichts und auf Tour geht der Comedian im Herbst wieder, passend zu seinem 50. Geburtstag gibt’s ein Best Of-Programm.

 

Doch zunächst einmal stand das Aktuelle im Mittelpunkt des Abends, der im Rahmen des kupferstädtischen Kulturprogramms von der Kleinkunstinitiative Euregio und dem Kulturmanagement Max Krieger präsentiert wurde.

 

Unverblümt und direkt suchte Bender gleich zu Beginn im Rittersaal der Stolberger Burg die Nähe zum Publikum und bat auf humoristische Art, die letzten freien vorderen Plätze von hinten aufzufüllen. Der Dialog entstand: „Wo kommen Sie denn her?“ Und so zeigte sich, dass sogar ein Zuschauer und Zuhörer aus Benders Heimatstadt Bochum angereist war. Der Comedian, auch ein wenig Philosoph, freute sich andächtig darüber, dass dieser Abend einmalig ist, denn, in exakt dieser Zusammensetzung kommen die Leute nie wieder zusammen.

 

Eine klassische Moral möchte, so stellte Bender zu Beginn klar, mit seinem Programm nicht vermitteln, doch hauchte er seinen Phrasen zwischendurch ab und zu auch etwas Normatives ein. Zunächst berichtete er, wie es ist, 20 Jahre verheiratet zu sein. Vor allem an diesem Weltfrauentag sei es keine Schande, dem weiblichen Geschlecht hinterherzuschauen, aber die Liebe zu seiner Frau ist ungebrochen. Im Haushalt werden Aufgaben klar getrennt verteilt, einem gemeinsamen Hobby wird gefröhnt, dem Fernsehen. Die Welt ist schon ein bisschen verrückt. Virtuelle Realitäten und Serien kommen da in gewisser Weise als optimistische Zukunftsvision daher, aber allzu positiv begeistert ist Bender hingegen nicht von den sozialen Netzwerken, denn was ist an diesem Bruchteil der Welt schon sozial? So tat Bender in seinem Programm seine Meinung über alles und nichts kund, wollte keine Botschaft vermitteln, vermittelte sie dann doch. Schubladen kamen stellenweise zum Einsatz, vor allem bei den Mentalitäten: der reservierte Norden, der leidenschaftliche Süden, das ruppige Berlin, das offene Köln.

 

Und Stolberg? Stolberg ist dann so etwas wie der Gazastreifen mit seiner direkten Nähe zu den Niederlanden und Belgien. Der Kabarettist selber ist aus dem Ruhrpott, seine Eltern dorthin immigriert, als „hessisch Babbelnde“. Mit Sprache hat er sich unter anderem auch deswegen schon lange auseinandergesetzt, gab einiges zum Besten und stellte die Tour de Ruhr vor, eines der Asterix-Bänder, die von Bender in den Ruhrpott-Dialekt übertragen wurde.

 

Nach einer kurzen Zäsur in Form einer Pause ging es weiter im Programm. Der Weltfrauentag war Anlass, dass Bender seine Frau die Best(i)e und Quelle seiner Inspiration lobte. Einen Schwenk in die Politik unternahm er auch. Von Nationalismus hält Bender nicht sonderlich viel, stolz oder beschämt wegen einer von Natur aus vorgegebenen Nationalität kommt ihm nicht in den Sinn. Kontroversen um das Burka-Verbot entgegnete er dann mit einem Aufruf zum Burka-Gebot in der Badesaison für all jene, die meinen, alles Unscheinbare auspacken zu können. Aber um jegliche hitzige Diskussionen zu beenden, empfiehlt er den Satz: „Das weiß ich für dich mit.“ Die Moral seiner Geschicht’: Empathie und Wahrnehmung der Menschen füreinander.

 

Das Ende des humoristischen Abends war gekommen, Bender gab sich als improvisierender, auf das Publikum Eingehender, über das Leben und den alltäglichen Irrsinn Sinnierender und als Wunscherfüller. Denn seine Zugaben sollten auf die kommende und achte Tour, als Best Of geplant, vorbereiten. So fragte er sein Publikum, welcher Gag aus vergangenen Shows noch einmal zum Einsatz kommen soll. Die Stimmen-Imitation von der Cartoon-Figur Spongebob war eines der Highlights, aber auch die Anrufbeantworter-Nummer ließ staunen. Das Beste kommt eben zum Schluss.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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