Sanierung des Kanalnetzes beginnt in diesem Jahr

Gutachten zeigt: Arbeiten an jedem zweiten Schacht auf der 8,8 Kilometer langen Strecke nötig. Nur eine offene Baustelle geplant.

Symbolfoto: Michael Jaspers
Symbolfoto: Michael Jaspers

Der Bau- und Vergabeausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Sanierung eines Teils des Stolberger Kanalnetzes. Betroffen ist ein insgesamt 93 Hektar großes Einzugsgebiet des Regenüberlaufbeckens Burgstraße (im Bereich der Vichtquerung), inklusive großer Teile der Altstadt bis zum Sender Donnerberg im Norden und bis zu Hastenrather Straße und Höhenstraße im Osten. Noch in diesem Jahr soll mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden. „In Gänze wollen wir mit dem Projekt in zwei Jahren fertig sein“, sagt der Technische Beigeordnete der Stadt, Tobias Röhm.

 

Bereits 2014 hatte der Ausschuss beschlossen, ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Kanalsanierungskonzepts für das oben genannte Gebiet zu beauftragen. Dieses untersuchte sowohl die hydraulische Leistungsfähigkeit als auch den baulichen Zustand des Kanalnetzes. Zuletzt wurde dies 1986 überprüft. Seither haben sich die Ansprüche an das Fassungsvermögen des Kanalsystems aufgrund zahlreicher Baumaßnahmen in dem Gebiet deutlich verändert.

 

Auf Grundlage des Gutachtens hat der Ausschuss nun einstimmig beschlossen, diesen Teil des Kanalnetz zu sanieren. „Die Gesamtkosten werden sich ungefähr auf knapp unter 1,4 Millionen Euro brutto belaufen“, sagt Tobias Röhm. Insgesamt umfasst der Kanalgebührenhaushalt der Stadt Stolberg jährlich drei Millionen Euro.

 

Von 250 untersuchten Schächten auf der 8,8 Kilometer langen Kanalstrecke müssen an 125 Schächten Sanierungsarbeiten erfolgen. Diese können – bis auf einen Sonderfall – in geschlossener Bauweise durch das Auftragen einer Schutzschicht im Inneren der Schächte abgedichtet werden. So sollen die Auswirkungen der Arbeiten auf den Straßenverkehr und die Anwohner möglichst minimiert werden. In der Straße Am Horsterhof sei jedoch eine offene Baumaßnahme unvermeidbar, da hier der Austausch eines ganzen Schachtrings erforderlich sei, hieß es in dem Gutachten. Denn dort seien „erhebliche Rissbildungen“ entstanden. Der Zeitrahmen für diese Maßnahme seit laut Röhm noch nicht festgelegt. Zudem müssen von den 259 untersuchten Haltungen, also den Verbindungsstücken der Abwasserkanäle zwischen den Schächten, 43 großflächig abgedichtet werden. An weiteren 96 Haltungen sind punktuelle Maßnahmen nötig. Diese kleineren Schäden sollen alle in geschlossener Bauweise behoben werden.

 

Mit der hydraulischen Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes ist der Ausschuss zufrieden. Lediglich an der Höhenstraße wird die Anzahl der zulässigen Überstauereignisse tatsächlich überschritten. Das bedeutet, dass es bei starkem Regen im Bereich des Radwegs an der Höhenstraße häufiger als erlaubt zur Überflutung des Kanals kommt.

 

Dies könne jedoch laut des Gutachtens leicht behoben werden, indem eine größere Abflussmenge durch die eingebaute Drosselklappe fließt – statt der bisherigen 35 Liter pro Sekunde würden dann bis zu 60 Liter pro Sekunde abfließen können. Damit soll das Problem kostengünstig und effizient gelöst werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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