Das Ziel: drei neue Kitas in vier Jahren

So soll der Betreuungsbedarf, der vor allem im U-3-Bereich vorhanden ist, gedeckt werden. Neubau in Mausbach macht den Anfang.

Foto: Sonja Essers
Foto: Sonja Essers

Das Betreuungsangebot ausbauen, um die Versorgung in den einzelnen Stadtteilen zu verbessern: Dieses Ziel hat sich die Stolberger Verwaltung gesetzt. Momentan werden im Ü-3-Bereich bereits 100 Prozent abgedeckt. Im U-3-Bereich sieht es ein wenig anders aus. In diesem werden 45,9 Prozent abgedeckt. Bis 2021 soll diese Zahl auf 57 Prozent steigen. Im Jahr 2025 will man sogar 65 Prozent erreicht haben. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen bis 2021 drei neue Kindertagesstätten entstehen (siehe Infobox). Den Anfang macht die Kita am Rektor-Soldierer-Weg in Mausbach. Dort ist bereits eine Einrichtung vorhanden, die allerdings um eine eigenständige zweigruppige Kita ergänzt werden soll. Die Pläne dafür wurden nun im Bau- und Vergabeausschuss (BVA) vorgestellt. Mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

 

Insgesamt 30 Kinder sollen ab dem Kindergartenjahr 2019/2020 die Kita, die zwar eigenständig sein wird, aber im Verbund geführt werden soll, besuchen. Der Neubau soll südöstlich zum bereits vorhandenen Kita-Gebäude entstehen. Gebaut werden muss auf Pfählen. Der Grund dafür ist die vorhandene Hügellage und eine Pinge – eine nachträglich verfüllte ehemalige Schürfgrube des Eisenerz-Tagebaus.

 

Im Rahmen der Baugrunderkundung wurde festgestellt, dass diese weitaus größer ist als zunächst vermutet, und der aufgefüllte Boden kaum tragfähig ist. So ist nun eine Bodenplatte mit Fundamentrost aus Stahlbeton vorgesehen, die auf Pfähle gegründet wird. Man wolle allerdings beim Bau darauf achten, dass so wenig Erdaushub wie möglich von Nöten sei, sagt Stolbergs Technischer Beigeordneter Tobias Röhm.

 

Der eingeschossige Neubau soll im rechten Winkel zur alten Kita gebaut werden. Das Innere soll in drei verschiedene Zonen gegliedert sein. Die Gruppenräume sind westlich – und damit dem Freibereich – zugewandt. Die Sanitär- und Wickelräume liegen im unbelichteten Inneren. Zur Ostseite sind alle allgemeinen Funktionsbereiche angesiedelt. Dazwischen liegt ein zentraler Spielflur. Dieser wird sowohl durch seitliche Fenster als auch durch Oberlichtkuppeln belichtet.

 

Da das vorhandene Gebäude durch seinen vieleckigen Grundriss und seine verschiedenen Dachformen einen ganz eigenen Charakter besitzt, soll der Neubau eher zurückhaltend gestaltet werden. Geplant ist ein Massivbau mit einem Flachdach. Ausgestattet sein soll das Gebäude zudem nach den neusten energietechnischen Standards. Dazu gehört unter anderem eine Fußbodenheizung.

 

Aufgrund der bereits vorhandenen Einrichtung ist der Außenbereich mit Spielgeräten bestückt. Für den Neubau müssen einige davon – darunter die Rutsche – demontiert und auf einem anderen Teil des Grundstücks wieder neu montiert werden. Der für die Rutsche angeschüttete Hügel soll auch nicht verschwinden, sondern ebenfalls auf dem Gelände einen neuen Platz finden.

 

Auch das Thema Barrierefreiheit soll eine wichtige Rolle spielen. Um den Haupteingang barrierefrei und auch für Kinderwagen bequem zu erreichen, ist eine Rampe vorgesehen. Die Position des Neubaus wurde zudem so gewählt, dass das Außengelände der Kita nach wie vor über eine drei Meter breite befestigte Zufahrt zu erreichen ist.

 

Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden, sagt Röhm. Er und Robert Voigtsberger, Erster Beigeordneter der Stadt Stolberg, sind sich sicher, dass mit dem Bau der neuen Kita gerade im Sozialraum Süd, zu dem neben Mausbach auch Gressenich, Schevenhütte, Werth, Vicht, Breinigerberg und Zweifall gehören, ein wichtiger Schritt in der Kinderbetreuung gemacht werde. Im Jugendhilfeplan der Stadt wurde bereits im vergangenen Jahr die Erweiterung der Betreuungsplätze in dem Sozialraum festgeschrieben. Damit wolle man natürlich auch seiner Auszeichnung als familiengerechte Kommune nachkommen. „Unsere Bemühungen dahingehend werden niemals abgeschlossen sein, denn Familiengerechtigkeit muss immer wieder neu mit Leben gefüllt werden“, sagt Robert Voigtsberger.

 

In Sachen Bildung ist der Neubau der Kita übrigens nicht das Einzige, das sich in den kommenden Jahren in Mausbach entwickeln wird. Dort soll auch ein zweiter Standort der Kupferstädter Gesamtschule entstehen. „Die neue Kita wird eine schöne Ergänzung für den Bildungsstandort Mausbach“, ist sich Tobias Röhm sicher.

 

Die Bauplanung für die weiteren Jahre:

  • Bereits indiesem Jahr soll mit dem Bau der Kita am Rektor-Soldierer-Weg begonnen werden.
  • In den Jahren 2019 und 2020 erfolgt als nächste Maßnahme der Bau einer weiteren viergruppigen Einrichtung in der Spinnereistraße.
  • So soll auch dauerhaft der Betreuungsbedarf im Dreieck der Stadtteile Unterstolberg, Münsterbusch und Atsch mit Schneidmühle abgedeckt werden.
  • Als zunächst letzte Maßnahme wird in den Jahren 2020 und 2021 eine neue Kita in der Stadtrandsiedlung errichtet.
  • Um alle Bauvorhaben umsetzen zu können, soll eine zusätzliche Architektenstelle in der Verwaltung eingerichtet werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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