Herzdruckmassage kann im Notfall Leben retten

Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Stolberg werden von Notärzten des Aachener Kinikums in die Technik eingewiesen.

Foto: Patrick Seeger/dpa
Foto: Patrick Seeger/dpa

Wer demnächst irgendwo unterwegs einen Kreislaufkollaps beziehungsweise Herzstillstand erleidet, sollte hoffen, dass sich in seiner Nähe zufällig eine Schülerin oder ein Schüler des Berufskollegs Stolberg befindet. Denn über 700 von ihnen wurden gerade von Notärzten der Uniklinik Aachen in Sachen Herzdruckmassage unterwiesen.

 

In Deutschland sterben jährlich zwischen 80 000 und 100 000 Menschen durch den plötzlichen Herztod, dies entspricht 250 Fällen pro Tag – und den meisten könnte geholfen werden, wenn denn nur beherzte Ersthelfer zur Stelle wären.

 

Doch viel zu oft leisten gaffende und sich hilflos fühlende Passanten den Sterbenden nur Gesellschaft, anstatt einzugreifen und das Schlimmste zu verhüten. Und so geht das Unglück seinen dann unausweichlichen Gang, weil die wichtigen ersten drei Minuten nach dem Herzstillstand ungenutzt vorüberziehen.

 

Zwar wird der Notarzt gerufen, was im Zeitalter des Mobiltelefons recht rasch funktioniert. Aber bis dieser dann eingetroffen ist und die Erstversorgung selber einleiten kann, ist es in vielen Fällen schon zu spät. Drei Minuten, so lange kann das menschliche Gehirn ohne Sauerstoffversorgung unbeschadet überstehen, danach treten unwiderruflich Schäden auf.

 

Und diese nehmen immer katastrophalere Ausmaße an, je länger dieser Zustand dauert. Viele würden einem solchen Notfallpatienten gerne helfen, sie trauen sich nur nicht.

 

Aus Angst, sie könnten etwas falsch machen. Das aber sei völlig unbegründet, sagt Dr. Marion Evidis, Koordinatorin des Schulsanitätsdienstes am Berufskolleg Stolberg. Denn wenn es um Leben oder Tod gehe, spielten durch eine Herzmassage womöglich gebrochene Rippen gar keine Rolle.

 

Hauptsache sei es, möglichst rasch einzugreifen und den Herzmuskel in Bewegung zu halten, damit das Blut auch weiterhin bis durch das Gehirn zirkulieren könne.

 

Um möglichst viele Schülerinnen und Schüler hierfür zu befähigen, hatten Dr. Evidis und ihr Kollege Martin Schüller einen Projekttag organisiert und dabei Unterstützung von der Klinik für Anästhesiologie der Uniklinik in Aachen erhalten.

 

Von morgens 8 Uhr bis nachmittags um 15.30 Uhr verwandelte sich die Sporthalle des Berufskollegs schließlich in ein Trainingszentrum für Wiederbelebung, in dem jeweils vier Klassen parallel mit den notwendigen Wiederbelebungsmaßnahmen vertraut gemacht wurden.

 

44 Reanimationspuppen lagen dafür zur Verfügung auf dem Hallenboden, und damit die Herzmassagen denn auch den richtigen Rhythmus fanden, hatte das Notärzteteam schmissige Rockmusik dabei, in deren Takt dann die notwendigen 100 bis 120 Pumpstöße pro Minute eingeübt wurden.

 

Am Ende waren alle Teilnehmer überrascht und begeistert davon, wie einfach diese lebensrettenden Maßnahmen erlernt werden konnten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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