Mit neuen Ideen die Maigesellschaft retten

Die Mai-Jungen aus Schevenhütte treffen sich zur Mitgliederversammlung. Derzeit gehören nur noch 15 unverheiratete junge Männer der Gesellschaft an. Wird demnächst der Maibaum nach Gebrauch versteigert?

Foto: Christoph Hahn
Foto: Christoph Hahn

„Dem Vorstand gehören nur noch geborene Schevenhütter an.“ Kurz und knapp drückte Jannis Priese, Vorsitzender der Maigesellschaft des Ortes, aus, was das Tun der Gesellschaft in deren Rahmen ausmacht.

 

Traditionell und dabei modern zu den Traditionen des Dorfes im Wehebachtal zu stehen: Das und mehr haben sich Priese und die Seinen zum Ziel gesetzt. Leicht fällt es ihnen indes nicht: Nur noch 15 aktive (will sagen: unverheiratete) junge Männer stehen derzeit auf der Mitgliederliste. Und 2017 musste der Maiball bereits ausfallen (wir berichteten). Was dagegen zu tun sei – darüber berieten aktive und ehemalige (nunmehr verheiratete) Mitglieder bei einer Versammlung im Saal der Gaststätte „Casino“.

 

Zwei lange Tische, an denen die Männer (die hier noch unter sich sind), Platz genommen hatten: Der Zuspruch und das Interesse daran, der Maigesellschaft frisches Leben einzuhauchen, war deutlich zu sehen. Und ebenso wenig mangelte es an originellen Ideen. Ein Bumperball-Turnier soll unter anderem den nicht eingetragenen Verein bei den Kindern und Jugendlichen in Schevenhütte als „coole Truppe“ im Bewusstsein verankern.

 

Denn die Sitten und Gebräuche wie die traditionelle Versteigerung und das Setzen des Mai-Baums reichen nicht mehr aus, um die 1979 gegründete Gesellschaft beliebt zu erhalten. Aktivitäten im Vor- und Umfeld sollen nach dem Willen der Teilnehmer an der Versammlung im „Casino“ helfen, daran etwas zu ändern – schließlich gibt es im Moment nur noch 15 Aktive. Gar nicht mal so ganz nebenbei dokumentierten die Wortbeiträge einiges darüber, wie sich Menschen in einem Dorf verstehen und wie sich das jetzt zu ändern beginnt. „Wir kennen uns alle schon lange“, sagt Jannis Priese von sich und den anderen Mai-Freunden.

 

Unter dem Eindruck der dünn gewordenen Mitgliederdecke geht der Blick der Gesellschaftsmitglieder inzwischen über den Rand des Dorfes hinaus: „Einige aus Eschweiler und den umliegenden Ortschaften sind inzwischen zu uns gestoßen“, berichtete der Chef der Gesellschaft. Das gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus: „Im nächsten Jahr wollen wir wieder einen Maiball veranstalten“, bekräftigte Priese – zumal das 40-jährige Jubiläum des Bestehens der Brauchtums-Initiative wieder erneute Aufmerksamkeit zu schaffen verspricht.

 

Einzige bange Frage mit Blick auf den Ball: „Reicht die Finanzdecke aus?“ Aber auch da reicht es nicht an Ideen: Nach dem Abbruch soll der Maibaum Gegenstand einer Auktion werden und so Geld in die Kasse spülen – wenn‘s sein muss, scheibchenweise. Und dass die Ehemaligen mit anpacken und den Aktiven beim Erstellen eines zukunftsträchtigen Konzepts helfen: Das ist in Schevenhütte eh Ehrensache.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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