Spannende Ballwechsel und viele Emotionen

Stolberger Volleyballerinnen schlagen den Tabellenführer der Landesliga, die VG Aachen, vor eigenem Anhang knapp mit 3:2 Sätzen.

Foto: C. Schmidt
Foto: C. Schmidt

Spiel, Satz und Sieg – so einfach könnte es im Volleyball laufen. Dass es in der Realität jedoch nur selten so eindeutig ist, haben die Volleyballerinnen der Stolberger Turngemeinde am Samstag gegen den Tabellenführer SG Aachen gezeigt. Am Ende siegten die Volleyballerinnen in der Damen-Landesliga gegen den Tabellenführer, die SG Aachen, nach dramatischem Spiel mit 3:2 (Satzergebnisse: 25:15, 24:26, 14:25, 25:20, 15:9).

 

Mit einem durch Krankheit und andere Ausfälle geschwächten Kader gingen die Damen der STG ohne Erwartungen an das Spiel heran. Trotz Minimalbesetzung und spontanen Änderungen in der Aufstellung lautete das eigentliche Ziel, Spaß zu haben und die Gegner an der Spitze der Landesliga zu fordern.

 

Einen deutlichen Satzgewinn gab es für die STG zum Einstieg. Mit guter Laune und völlig ohne Druck begannen die Kupferstädterinnen vor heimischer Kulisse ihr Spiel. Gleich im ersten Satz konnte sich das junge Team aus Stolberg dank sicherem Angriffsaufbau über alle drei Vorderspieler sowie druckvolle Aufschläge von den sehr erfahrenen Aachenerinnen absetzen. Die Führung von sieben Punkten wurde konsequent gehalten und schließlich auf zehn Punkte ausgebaut, die den ersten Satzgewinn für die STG bedeuteten. Vollkommen unterschätzt, aber dennoch hoch verdient erspielte sich die Heimmannschaft aus Stolberg den ersten von drei Gewinnsätzen mit 25:15.

 

Dass sich die Gäste der Aachener Spielgemeinschaft von einem solchen Start nicht einschüchtern lassen, zeigten sie im darauffolgenden Satz. Mit wenigen Eigenfehlern und variablem Angriffsspiel von beiden Seiten lieferten sich die Teams hart umkämpfte Punkte und spannende Ballwechsel. Am Ende des zweiten Satzes hatte dennoch die SG aus Aachen die Nase vorn und setzte sich mit einem knappen 26:24 gegen die Gastgeberinnen durch.

 

Schon der Satzgewinn zu Beginn des Spiels übertraf die Erwartungen der STG Damen, hatte man doch in der Hinrunde eine so deutliche Niederlage gegen die SG aus Aachen einstecken müssen. Im zweiten Satz bewies das Team jedoch, dass es mehr als nur mithalten kann mit dem Tabellenführer.

 

Mit großer Motivation und wachsenden Zielen starteten die Damen in der Halle des Berufskollegs in den dritten Satz. Trotz beherzter Blockaktionen am Netz und kraftvollen Angriffen konnten die Gastgeberinnen vor allem in der Annahme nicht in ihren Rhythmus finden und mussten sich der Aachener Spielgemeinschaft geschlagen geben, die ihre langjährige Erfahrung und ihre gute Orientierung auf dem Spielfeld nutzte und den Satz mit 25:14 für sich entschied.

 

Angefeuert und aufgebaut von Ersatztrainerin Britta Prümmer, die den Stolbergerinnen um Tochter Anne an diesem Spieltag spontan auf der Trainerbank aushalf, wollten die Damen der Stolberger TG trotz Rückstand auf keinen Fall aufgeben. Man wollte unbedingt in den Tie-Break und dort Punkte für die Tabelle holen. Mit einem weiteren gewonnenen Satz wäre mindestens ein Zähler gesichert.

 

Nach gutem Zuspruch durch Mannschaftskapitänin Jelena Vujicic wurden die Annahme stabiler, die Aufschläge sicherer und die Angriffe noch

mutiger. So konnte die STG den Tabellenführer ausspielen und erkämpfte sich mit 25:20 die Chance auf den Sieg im Entscheidungssatz. Hoch emotional und mit überzeugender spielerischer Leistung ließen sich die Gastgeberinnen ihren Erfolg nicht mehr aus der Hand nehmen und bezwangen den Landesliga-Spitzenreiter aus Aachen mit 15:9. Dank einer fulminanten Teamleistung, kämpferischen Aktionen und sichtbarer Spielfreude gelang den Stolbergerinnen die Überraschung des Spieltages. Sie bewiesen, dass das Team auch ohne ihren Trainer, der sich kurz vor Jahreswechsel von der Mannschaft trennte, an die Erfolge der vorangegangenen Saison anknüpfen kann und zurecht in der Landesliga spielt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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