Furioser Big-Band-Sound begeistert

Die Crack Field Stompers bringen eine Mischung aus Rock, Jazz und einer außergewöhnlichen Show dar. Band sorgt für Wow-Effekt.

Fotos: Christian Ebener
Fotos: Christian Ebener

Eine gelungene Mischung aus zahlreichen Genres, kurzweiliger Moderation und musikalischer Unterhaltung auf höchstem Niveau – für die Crack Field Stompers ist das seit 35 Jahren wahrlich keine „Mission Impossible“. Trotzdem strömten die jungen Musiker der Big Band des Ritzefeld-Gymnasiums zum Intro der bekannten Filmreihe aus allen Ecken der Halle in der Dunkelheit auf die Bühne des Kulturzentrums Frankental. Ein toller Auftakt für das traditionelle Winterkonzert, zu dem traditionell die Fünftklässler samt Eltern und Lehrpersonal begrüßt werden. Erst dröhnte das Schlagzeug, ehe sich Klavier, Bass und schließlich die Trompeten dazugesellten. Ein Wow-Effekt, nicht nur für die Kinder in den ersten Reihen.

 

Für Leiter Thomas Horbach, seines Zeichens Musiklehrer am Gymnasium, ist es noch eine junge Tradition. Am 1. Februar 2016 hatte er sein Amt von Christoph Hobinka übernommen, der mittlerweile in Köln unterrichtet, aber am Donnerstagabend selbstverständlich seinen Ehrenplatz im Kulturzentrum eingenommen hatte.

 

Horbach begrüßte besonders die kleinen Zuschauer im Publikum mit viel Humor und sicherte sich so direkt die ersten begeisterten Zuhörer. Mit seiner Lockerheit nahm er sichtbar „seinen“ Musikern die Nervösität, die sich auch von zahlreichen kleinen Personalwechseln und Umbaupausen nicht aus der Ruhe bringen ließen. Von den Swingin‘ Sixties („Barbara Ann“), über Filmmusik („Flashdance“) bis zu einem echten Big-Band-Klassiker wie „I feel good“ mit Unterstützung von Sängerin Laura Scherello – Horbachs Crack Field Stompers reisten durch Genres und Zeit ohne auch nur eine Sekunde beliebig zu wirken. Das bestätigte auch Horbach nach dem Konzert: „Die ganze Band hat es mir von Anfang an echt leicht gemacht etwas Neues zu starten.“ Auf einige Klassiker wollten sie dabei nie verzichten, erzählte ihr Lehrer. Es gebe keinen Druck gewisse Lieder spielen zu müssen, sondern der Entstehungsprozess entstehe immer in Kooperation mit den Kindern und Jugendlichen – vorzugsweise auf den Probewochenenden.

 

Immer wieder gab es Chancen für die erfahrenen Jugendlichen mit einem Solo hervorzustechen, wobei Horbach nicht mit visueller Anerkennung sparte, die durch akustischen Beifall ergänzt wurde. „Das ist das größte Lob für einen Musiker“, verriet er bereits am Anfang des Konzerts. Zahlreiche Altersklassen prägen das Gesicht der Big Band, die auch von Ehemaligen bei ihren Auftritten tatkräftig unterstützt wird. Dazu kamen die Schüler der Bläser-AG, die mehrfach mit auf der Bühne standen und teils ihre erste richtige Bühnenerfahrung sammelten. Klar, dass da auch ein wenig Werbung in Richtung der neuen Schüler im Spiel war, denn über die Bläser-AG von Markus Plum haben schon einige begabte Talente ihren Weg in das große Ensemble des Ritzefeld-Gymnasiums gefunden.

 

Abseits der Bühne legten während den Auftritten die Jugendlichen der Technik-AG einen nicht minder starken Auftritt hin. Sie zeichneten sich für Licht, Ton und alles was dazugehört verantwortlich und man durfte den Hut ziehen, denn der Unterschied zu den richtigen Profis war im kompletten Gesamtpaket an diesem Abend kaum zu merken.

 

In der zweiten Hälfte ging es dann so richtig rund im Kulturzentrum. Mit Metallicas „Enter Sandman“ setzte die Band die Messlatte gleich noch einmal ein bisschen höher und sogar Thomas Horbach, der sich noch gut an den Kauf des Albums erinnerte, griff am Klavier mit ein. Das Tempo war merklich höher als im ersten Durchgang und zur berühmten Melodie von „Rocky“ ging es schon in Richtung Abschied. Natürlich nicht ohne sich gebührend bei den Zuschauern zu bedanken.

 

Horbach zollte aber ebenso den Eltern und allen Lehrern Respekt, die es durch persönlichen Einsatz von Zeit, Nerven und Geld möglich machen, dass das Ritzefeld-Gymnasium eine so einzigartige Band ihr Eigen nennen darf. „Das hier ist Kunst, aber auch Handwerk und das muss man lernen, dafür braucht man gute Ausbilder. Und die Rechnung geht auf!“, betonte Horbach, der sich bei den Musikern für den „1A Zusammenhalt bedankte.“ Oder in Kurzform: „Danke, dass ich sie dirigieren darf!“

 

Für ein letztes Spektakel der Show sorgte vor der Zugabe dann der ehemalige Schüler und Drummer Matthias Hartwich, der dem ein oder anderen Rock-Begeisterten in der Region ein Begriff sein dürfte, mit einem minutenlangen Drum-Solo, das sich über sämtliche mögliche Rythmus-Instrumente zog. Mit dem Klassiker „California Dreamin‘“ wurden abschließend die jungen Gäste wortwörtlich in Richtung der Träume geschickt, nachdem ein letzter Applaus die Band von der Bühne schickte.

 

Nicht ohne eine kleine Belohnung von Direktor Uwe Bettscheider für seine Fünftklässler: Wer sich nicht fit genug fühle durch den langen Abend, dürfe ausnahmsweise mal erst um 8.45 Uhr zur Schule kommen.

 

Während sich der Saal dann leerte, wurde schon kräftig am Abbau der Bühne und der Essensstände im Foyer gearbeitet. Letzte Gespräche mit den Ehemaligen rundeten den Abend ab und Horbach selbst wirkte erleichtert, dass er so einen erfolgreichen Abend feiern durfte.

 

Ein Kompliment gab es natürlich auch vom Vorgänger: „Er ist genau der Richtige, der gekommen ist, die Qualität ist weiterhin auf einem absoluten Top-Niveau“, bestätigte Hoblinka. Und für die Crack Field Stompers geht es munter weiter: Beim Sportlerball und der Abifeier sind die Musiker genauso gefragt, wie auf der 900-Jahr-Feier Stolbergs. Ein Ensemble, das aus der Musiklandschaft der Kupferstadt halt einfach nicht mehr wegzudenken ist.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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