Fremdsprachen und eine Bläserklasse

Neben Altbewährtem setzt man am Goethe-Gymnasium auf neue Angebote. Fahrt nach Rumänien.

Er ist das älteste Standbein des Goethe-Gymnasiums: der bilinguale Zweig. Bereits seit 1990 bietet die Schule die zweisprachige Laufbahn an. Was man sich darunter vorstellen kann? Ganz einfach: Bilingual bedeutet übersetzt zweisprachig. Das heißt, dass bestimmte Unterrichtsfächer in deutscher und englischer Sprache unterrichtet werden. Das Ziel: Sicherheit und Flexibilität erlangen, die über die Alltagssprache hinausgehen.

 

Los geht es im fünften und sechsten Schuljahr aber erst einmal mit den sprachlichen Grundlagen. Mehr Englischunterricht soll bereits in der Unterstufe dazu führen, dass die Themen gründlicher bearbeitet werden könne und auch das freie Sprechen nicht zu kurz kommt. Ab der siebten Klassen können Schüler und Eltern – vorausgesetzt es gibt eine entsprechende Empfehlung der Englischlehrer – dann entscheiden, ob der bilinguale Zweig weiterhin belegt wird, oder nicht. Dann werden nämlich auch Gesellschaftswissenschaften wie Geschichte, Erdkunde und Politik in englischer Sprache unterrichtet.

 

Und warum findet der Naturwissenschaftsunterricht nicht in englischer Sprache statt? „Naturwissenschaften bestehen eher aus Fachvokabular. Von den Gesellschaftswissenschaften kann man viel mehr im Alltag profitieren“, sagt Susanne Camphausen. Sie ist nicht nur stellvertretende Schulleiterin, sondern am Goethe-Gymnasium auch für den bilingualen Zweig zuständig. Auch ein bilinguales Abitur können die Schüler ablegen. Vom Schulministerium werden sie dafür mit einem entsprechenden Zertifikat ausgezeichnet. „Wir sind der Überzeugung, dass gute Englischkenntnisse wichtig sind. Darüber lässt sich nicht streiten“, sagt auch Schulleiter Bernd Decker.

 

Die englische Sprache kommt am Goethe-Gymnasium allerdings nicht nur im Unterricht zum Einsatz. Die Schule ist auch eine Europaschule und nimmt am Projekt „Erasmus Plus“ teil. Gemeinsam mit drei Schulen aus Rumänien, Italien und Spanien arbeiten die Schüler des Stolberger Gymnasiums an einer Umfrage zum Thema Europa und dessen Stellung in den einzelnen Ländern. Erst vor wenigen Wochen besuchten die Stolberger Schüler ihre Projektpartner in Spanien. Im Mai geht es dann nach Rumänien. „Dieses Projekt ist fächer- und kompetenzübergreifend. Daran sind Lehrer aus verschiedenen Fachbereichen beteiligt“, sagt Susanne Camphausen.

 

Neben dem bilingualen Zweig bietet das Gymnasium auch die Sprachen Italienisch und Niederländisch und – in Kooperation mit dem Ritzefeld-Gymnasium – Spanisch an. Niederländisch sei sehr beliebt. „30 bis 40 Prozent der Kinder, die bei uns Abitur machen, lernen Niederländisch“, sagt Decker. Das helfe vor allem den Schülern, die später einmal im Ausland studieren wollen. Auch Fremdsprachenassistenten sind regelmäßig an der Schule zu Gast. Momentan ist eine Lehrerin aus Frankreich zu Gast. „Die persönlichen Kontakte machen Europa lebendig“, sagt Camphausen.

 

Doch auch die Naturwissenschaften spielen am Goethe-Gymnasium eine wichtige Rolle. Das Stichwort lautet MINT. Bereits seit 2006 gibt es an der Schule den MINT-Schwerpunkt. In verschiedenen Modulen können die Schüler Arbeitsgemeinschaften belegen, bei denen das Experimentieren im Vordergrund steht. Besonders beliebt ist das Fach Informatik. Fünf Informatiklehrer und sogar Leistungskurse gibt es am Goethe-Gymnasium.

 

In der siebten Klasse steht für alle Schüler das Fach informationstechnische Grundbildung auf dem Stundenplan. Beliebt seien bei den Schülern auch die Teilnahme an Wettbewerben wie „Freestyle Physics“ der Universität Duisburg/Essen und der Mathe-Olympiade. „Dort konnten wir tolle Erfolge erzielen. Mittlerweile sicherte sich schon die zweite Schülerin auf Landesebene den zweiten Platz“, so Decker.

 

Neben altbewährtem Unterricht setzt man am Goethe-Gymnasium allerdings auch auf neue Angebote. Ab dem kommenden Schuljahr soll es zum ersten Mal eine Bläserklasse für die Jahrgangsstufen fünf und sechs geben. Die Instrumente werden vom Förderverein der Schule gekauft und gegen eine kleine Gebühr an die Teilnehmer verliehen. Die Schüler können verschiedene Blasinstrumente wie Saxofon, Trompete oder Posaune erlernen – und das ohne Vorkenntnisse und im Rahmen des Musikunterrichts. In Kooperation mit der Musikschule Merz soll zudem eine Arbeitsgemeinschaft angeboten werden, in der in kleinen Gruppen geübt wird. Im Vordergrund steht das gemeinsame Musizieren. „Dabei soll auch die Teamfähigkeit gefördert werden. Das Zusammenspiel funktioniert schließlich nur, wenn alle vernünftig spielen“, sagt Decker. Ob das Projekt erfolgreich wird, dürfte bereits zeitnah nach dem Start des neuen Schuljahres zu hören sein. Dann sollen bereits die ersten Aufführungen stattfinden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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