Zwei Starenkästen ab Freitag nicht mehr im Einsatz

Das veraltete System wird durch neue Messsäulen mit Laser-Scan-Technik ersetzt. Kosten pro Säule im fünfstelligen Bereich.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Auf den Straßen Stolbergs wird in Sachen Geschwindigkeitsmessung mit moderner Technik nachgerüstet. Die alten Starenkästen an der Buschmühle und am Fettberg müssen modernen Messsäulen weichen. Diese sollen schon am Freitag in Betrieb gehen.

 

Immer häufiger sieht man die schmalen Säulen mit den dunklen Ringen am Straßenrand. Doch was macht sie besser als die Starenkästen? Die Säulen funktionieren über ein Laser-Messsystem, bei dem Lichtimpulse gesendet werden, die von den Fahrzeugen reflektiert werden. Bei diesem Vorgang lässt sich die Geschwindigkeit messen.

 

Anders als bei den Starenkästen gibt es bei den Blitzersäulen keine Filmspulen mehr. Stattdessen läuft alles über digitale Datenträger, die über eine verschlüsselte Verbindung von den Messbeamten abgefragt werden können. Außerdem muss bei dem neuem System nicht die Fahrbahndecke aufgerissen werden, wie es bei den Starenkästen der Fall ist.

 

Denn die Kästen selbst machen nur das Foto; die eigentliche Geschwindigkeitsmessung aber erfolgt über drei Messsensoren, die unter der Fahrbahndecke liegen. Diese müssen jährlich geeicht werden, was jedes Mal eine kurzzeitige Baustelle verursacht. „Dieser Aufwand entfällt bei dem neuen System“, erklärt Holger Benend, Pressesprecher der Städteregion, die für die stationäre Geschwindigkeitsmessung zuständig ist. Bei den Messsäulen sei eine Überprüfung nicht jährlich nötig und könne auch ohne Baumaßnahmen durchgeführt werden.

 

„Alle Anlagen der Städteregion sollen im Laufe der Jahre durch das neue System ausgetauscht werden“, teilte Benend mit. Bereits ausgetauscht wurden die Starenkästen an Fringshaus in Simmerath sowie am Willy-Brandt-Ring in Würselen. Die beiden Blitzer in Stolberg seien die nächsten Anlagen; zwei weitere Erneuerungen seien Ende des Jahres geplant.

 

Die Standorte Buschmühle und Fettberg sind damit die ersten in Stolberg, die mit den Säulen bestückt werden. Die beiden Stellen sind als Unfallschwerpunkte in Stolberg bekannt: Der Fettberg ist durch sein starkes Gefälle und die zusätzliche Kurve gefährlich. An der Buschmühle komme es häufig zu überhöhter Geschwindigkeit, erklärt Benend. Daher werden vor allem diese beiden Standorte aufgerüstet. Die Kosten liegen dabei für die Messsäule am Fettberg bei 78 000 Euro, die neue Anlage an der Buschmühle, die in beide Richtungen messen kann, liegt bei 86 000 Euro. Die Investitionskosten seien zwar hoch, hieß es, aber die Instandhaltung der Anlagen deutlich günstiger als bei Starenkästen. Zudem können die Säulen auch Fahrzeuge auf mehreren Spuren gleichzeitig erfassen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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