Slotracing: Wenn schnell noch zu langsam ist

Der älteste Automodellclub Deutschlands betreibt das Rennfahren mit großer Leidenschaft. 30 Meter in nur 2,5 Sekunden. Neue Mitglieder sind willkommen.

Foto: Eva Rössler
Foto: Eva Rössler

Der Countdown zum Start beginnt und kurze Zeit später schießen die kleinen Autos plötzlich über die Rennstrecke. Nur etwa fünf Sekunden brauchen sie, um die 30 Meter lange Bahn einmal zu umrunden. Da kommt man beim Zuschauen kaum hinterher – und das ist noch lange nicht die schnellste Variante des Slotracings. Der Erste Stolberger Automodellclub betreibt diese Art von Nervenkitzel schon seit 1963 und ist somit der älteste Slotracing Club Deutschlands.

 

Wenn die Mitglieder von ihrem Hobby „Slotracing“ erzählen, stoßen sie meist auf verdutzte Gesichter. „Unter Slotracing kann sich eigentlich kaum einer etwas vorstellen, sobald wir aber Carrerabahnen nennen, weiß jeder, wovon wir reden“, erzählt Andreas Quadflieg, Pressesprecher des Vereins. Dabei hat Slotracing nicht viel mit Carrera zu tun: Die Carrerabahnen sind aus verschiedenen Schienen zusammengesetzt und können so auch leicht repariert werden, während die 30 Meter lange Slotracing Bahn des Automodellclubs ein einziges Stück ist. Geht hier etwas kaputt, lässt sich die Bahn nicht reparieren.

 

Je nach Vorliebe können auf der Strecke verschiedene Autos gefahren werden. „Für Leute, die lieber schöne statt schnelle Rennen fahren möchten, sind die Hartplastik- Autos das Richtige. Für schnelle Rennen eignen sich die Autos der offenen Klasse besser“, sagt Quadflieg. Bei diesen Autos ist die Karosse eine Art Fantasiegebilde und die Schnelligkeit steht im Vordergrund. Somit umrunden diese Autos die Bahn sogar in nur 2,5 Sekunden.

 

So ein schnelles Rennen findet als nächstes am Samstag, 24. Februar, statt. „In der offenen Klasse sind alle richtig, denen schnell zu langsam ist“, sagt Quadflieg. Das Training beginnt an diesem Samstag vormittags und das Rennen geht gegen 14 Uhr los. Bevor ein Rennen richtig startet, beginnt zunächst die Vorrunde. Jeder fährt eine Minute lang und je nach Anzahl der Runden werden die Fahrer in gleichstarke Gruppen eingeteilt. „Man spielt dann in seiner eigenen Gruppe, und es ist egal, wie gut die Leute aus den anderen Gruppen sind“, berichtet Kalle Stenten, Vorsitzender des Automodellclubs. „Viele Anfänger sind frustriert, weil sie denken, dass sie sofort unter die Besten kommen können. Aber Slotracing braucht viel Übung und so sollte man immer mit Gleichstarken kämpfen und sich nicht an den Besten messen.“

Entspannung trotz Adrenalinkick

 

Die Mitglieder des Automodellclubs haben schon viel trainiert und nehmen somit öfter an Rennen und Meisterschaften teil. Zuletzt war der Club bei der internationalen belgischen Meisterschaft, wo 41 Starter aus vier Ländern angetreten sind. Aus dem Club stammen bereits deutsche Meister und Europameister, aber dennoch geht es für die Mitglieder hauptsächlich um den Spaß. Und obwohl das Slotracing mit viel Adrenalin verbunden ist, hat es auch einen entspannenden Effekt, erklärt Kalle Stenten: „In dem Moment wo man startet, wird alles andere vergessen und man konzentriert sich nur noch auf das Fahren.“ Neue Mitglieder sind in dem Club immer willkommen. „Wer Auto-bekloppt ist, dem Rennsport nicht abgeneigt ist und ein Händchen fürs Basteln hat, der ist beim Slotracing genau richtig“, sagt Quadflieg, der bereits seit 1965 Mitglied des Automodellclubs ist. Wer interessiert ist, kann jeden Mittwoch ab 19 Uhr in der alten Schule in Werth, Dorfstraße 23, vorbeischauen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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