Mausbach auf Weg zum großen Baugebiet

Startschuss erfolgt auf Ripphausen-Gelände. Aber der Wunsch nach weiterer Bebauung entlang der Gartenstraße wird laut.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Offensichtlich ärgert einige Nachbarn nur der Schlamm auf dem Feldweg an der Rückseite, der mit dem Abriss der Ripphausen-Ruine an der Gressenicher Straße verbunden ist. Andere kritische Wortmeldungen wurden bei der Bürgeranhörung zu dem Bebauungsplan für das kleine Neubaugebiet nicht laut. Im Gegenteil: Unüberhörbar waren die Wünsche von Mausbachern, dass aus dem kleinen ein großes Neubaugebiet wird. Zwei Jahrzehnte nachdem eine Entwicklung der Wiesen an der verlängerten Gartenstraße nicht möglich erschien, wird nun der Wunsch auch unter den Mausbachern danach laut.

 

Bei der Stadtverwaltung stößt dieser Wunsch durchaus auf offene Ohren. „Wir stehen dieser Möglichkeit äußerst positiv gegenüber“, sagte Tobias Röhm. Aus Sicht des Technischen Beigeordneten würde damit die Infrastruktur des Stadtteils gestärkt, die Existenz der Grundschule weiter gesichert und die Siedlungsfläche arrondiert. Auf den gut drei Hektar Gesamtfläche könnten gut und gerne 60 Baugrundstücke realisiert werden. Die DZ-Bank ist zwar derzeit bemüht, die Grundeigentümer unter einen Hut zu bekommen und die Flächen aufzukaufen, aber noch ist das Zukunftsmusik.

 

Planungsrechtlich geht es bisher nur um einen ersten Teilbereich von etwa 5000 Quadratmetern, der jetzt nach dem Ankauf eines Hauses von der Gressenicher Straße aus erschlossen werden kann, nachdem das Gebäude in wenigen Wochen abgerissen sein wird. Entlang der sieben Meter breiten Zufahrt sind zur Nachbarbebauung hin erst einmal ein Dutzend Stellplätze vorgesehen, bevor die eigentliche Siedlung sich im Innenbereich entfaltet.

 

Zwölf eingeschossige Ein- bzw. Doppelhaushälften mit einer Firsthöhe unter zehn Metern und einer Traufe von 6,50 Meter sind vorgesehen. Angeordnet werden sie in drei Reihen zu je vier Gebäuden, zwei Stichstraßen sorgen für die Erschließung. Berücksichtigt ist aber bereits in dieser Entwurfsplanung die Möglichkeit des Wachsens des Neubaugebietes.

 

Die Energiesparhäuser sind nach dem Standard KFW 55 ausgelegt, was umgerechnet einem jährlichen Heizölverbrauch von vier Litern pro Quadratmeter entsprechen würde. Die Wohnfläche der eingeschossigen und barrierefreien Häuser mit Garage und Garten liegt bei rund 88 Quadratmeter. „Wir sehen eine große Nachfrage nach solchen Objekten“, sagt Investor Thomas Schröder von der Mausbacher Minerva Immobilien und Besitzgesellschaft mbH. Interessenten macht Schröder vor allem unter der Klientel älterer Paare aus, deren Kinder aus dem Haus sind, und die sich „kleiner setzen“ möchten. Attraktiv an dem Neubaugebiet sei zudem die gute Infrastruktur Mausbachs. Ein vergleichbares Projekt in Baesweiler habe innerhalb kürzester Zeit vermarktet und realisiert werden können.

 

Nach Auswertung der Bürgerbeteiligung könnte der Ausschuss für Stadtentwicklung über den Offenlagebeschluss voraussichtlich im April befinden; der Stadtrat tagt im Mai. Nach Rechtskraft des Bebauungsplans und der Genehmigung der Bauanträge wird mit einer Bauzeit von neun Monaten gerechnet.

 

Die Firma Ripphausen produzierte und vertrieb Fenster- und weitere Bauelemente bis zur Insolvenz Ende der 1990er Jahre. Nachfolgebetriebe waren nicht von Dauer. Gelände und Gebäude verfielen. Zwei größere Einsätze forderten die Feuerwehr 2005 und 2011. Seit zwei Jahren ist die Stolberger Minerva Eigentümerin.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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