Konfetti-Regen, Schnee und Sonnenschein

Patrick I. (Haas) erlebt einen Triumphzug. Erster großer Höhepunkt im 900. Jubiläumsjahr. Hommage an ein weltoffenes Stolberg.

Schnee, strahlende Sonne, dunkle Wolken, heller Himmel, kühle Temperaturen und jede Menge Konfettiregen: Der Stolberger Rosenmontagszug ist ein Spiegel der Jahreszeiten. Und sicherlich das erste große Highlight im 900. Jubiläumsjahr.

 

Klar, dass die farbenfrohen Stolberger Löwen dazu gleich zu Sahneschnittchen einladen, die heimatverbundene „erste kleine“ mit Stoffschweinen unterm Arm „D“r Wooschpitt“ samt Stolberger Liederblatt No. 9 unter die Narren bringt, die Pinguine vom Donnerberg ihr neues Bassin Bastinsweiher hochleben lassen und seit mehr als 60 Jahren die THW-Helfer als Cowboys „die Besten im Westen“ beschwören.

 

Der Rosenmontagszug in der Innenstadt lebt von den vielen tollen und liebevoll umgesetzten Ideen der seit vielen Jahren treuen Gruppen aus den Stadtteilen und Quartiern sowie den stolzen Gesellschaften aus dem Karnevalskomitee – in diesem Jahr besonders die Fidelen Zunfthäre mit ihrem 8 x 11. Bestehen sowie die Goldjubilare der mitgliederstarken Wenkbülle mit einer strahlenden Prinzessin Sophie I. (Kaever).

 

Bei aller Liebe zu ihrer Heimatstadt sind die Stolberger weltoffen wie die Büsbacher Priesterländer, die die Trump-USA aufs Korn nehmen und neben prächtigen „Uncle Sams“ leuchtende Freiheitsstatuen präsentieren, während in den Reihen der Mölle die berühmt-berüchtigten Panzerknacker auf Beutezug gehen. Und für die närrischen Freunde aus der Partnerstadt Faches-Thumesnil ist es immer wieder eine besondere Freude, aktiv den Stolberger Lindwurm mitzugestalten. Der wird mittlerweile traditionsgemäß angeführt von den farbenprächtigen Stolberger Clowns, denen der teilnehmerstarke Büsbacher Block folgt – mit Prinzessin Celina I. (Schartmann), die in Höhe des Rathauses die Kamelle gleich in Großgebinden unters Volk bringt. Das knubbelt sich vor allem auf der Mühle, wieder an der Stadthalle und in Richtung ab Kaiserplatz, wo die Bürgermeister Tim Grüttemeier und Karina Wahlen den Zug moderieren, assistiert von Arnd Kohn (MdEP) und dem stellvertretenden Städteregionsrat Axel Wirtz.

 

Hier werden – ganz dem Wetter entsprechend – nicht nur die Schneefrauen zünftig begrüßt, sondern die Narrenschar zollt auch dem eigentlich entmachteten Regierungschef ihren Tribut: Kaum eine Gruppe verzichtet auf einen dichten Konfetti-Regen, Garden und Mariechen präsentieren sich und nicht zu vergessen das Stippeföttche der Prinzengarde.

 

In ihrem Gefolge erleben Prinz Patrick I. (Haas) und sein Hofstaat auf eigenem Wagen einen wahren Triumphzug. Mit Begeisterung und aus vollen Händen bringt eine strahlende und lauthals „Alaaf“ rufende Tollität Kamelle und Strüßcher unter seine Untertanen – übrigens begleitet auf seinem stolzen Prinzenwagen von Burggraf Robert I. (Voigtsberger). Zumindest für das letzte Drittel seiner närrischen Parade lacht dem Stolberger Herrscher auch wieder der Himmel. Und als sein Tross nach zweieinhalb Stunden zum Oberstolberger Markt einbiegt, strahlen Prinz Patrick I. und die Stolberger Burg um die Wette im abendlichen Sonnenschein.

 

Strahlende Gesichter sieht man auch unter den friedlich feiernden Stolberger Jecken, die mit dem Ende des Umzuges dahin strömen, wo das Herz des Stolberger Karnevals schlägt: in die vielen Kneipen der schmucken Altstadt und zum ersten Mal auch zum Prinzenball im Kupferpavillon auf dem Kaiserplatz.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

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