Adler, Ballons und Blumentöpfe

Närrischer Lindwurm schlängelt sich auch durch Zweifall. Ideenreichtum.

Foto: Toni Dörflinger
Foto: Toni Dörflinger

Dass Petrus ein Zweifaller ist, stellte er am Rosenmontag unter Beweis. Denn als sich in der Mittagszeit der traditionelle Umzug durch den Ort wälzte, schien die Sonne. Und die wärmte Zugteilnehmer und Zuschauer ordentlich auf. Schließlich war es im Schatten empfindlich kalt. Wiederum hatte die KG Zweifall alle Register gezogen, um dem „Eschekülle-Land“ einen farbenfrohen und ideenreichen Umzug zu bescheren.

 

Damit auch die Länge und Größe des örtlichen Rosenmontagszuges stimmte, hatte die Gesellschaft Verstärkung aus Vicht, Werth, Münsterbusch und Schevenhütte angefordert. Diese Orte bescherten ihren Fußgruppen und Motivwagen somit eine zweite Ausfahrt. Das größte „ausländische“ Kontingent stellte die KG Adler Werth, die gleich mit vier Motivwagen am Start war. Somit gaben sich der Werther „Hüttenwirt“ mit seinem mehrstöckigen Gefährt und die blau-weiße Werther „Elferratskutsche“ nochmals in Zweifall ein Stelldichein. Viel Mühe gegeben bei der Gestaltung ihrer Kostüme hatten sich auch die vier Fußgruppen. Allein mit 25 Personen, darunter viele Kinder und Jugendliche, war eine örtliche Nachbarschaftsinitiative unterwegs, die seit vielen Jahren zu den Stammformationen des Zweifaller Rosenmontagszuges gehört. Sie zogen als Ballonfahrer. Die dazu gehörenden Körbe und Ballons hatten sie gleich mitgebracht. Und die farbenfrohen Ballons schwebten über ihren Köpfen.

 

Toll anzusehen waren auch die Frauen vom Fußballclub VFL Vichttal 08, die als Blumentöpfe durch den Ort zogen. Etwas bequemer hatten es sich die Männer des Fußballclubs gemacht. Sie präsentierten sich als „Vichttal Airlines“ und nutzten einen mit den Mannschaftsbildern verzierten Motivwagen für ihre Ausfahrt. Abermals mit dabei war auch die Fußgruppe aus Vicht, die sich als „Kranzbergadler“ empfahlen und sich mit Vogelmasken und braun-gelben Gewändern ausgestattet hatten, die ein Federkleid vortäuschten.

 

Mit einem Rollstuhl, der von Hartmut Mathee geschoben wurde, war Hans Jaquet unterwegs. Sie nahmen die Gesundheitsversorgung aufs Korn und plädierten für Einführung eines zehnten Pflegegrades. Beide sind mit ihren ideenreichen Verkleidungen seit Jahren ein belebendes Element des Rosenmontagszuges.

 

Das gleichsam dicke Ende hatte sich die Zweifaller KG selbst reserviert. So thronte KG-Präsident Kurt Peters umgeben von seinen ebenso närrischen Kollegen hoch oben auf einem Wagen und schaufelte ohne Unterlass „Kamelle“ in die Besuchermengen. Auch in Zweifall machte sich wie anderorts bemerkbar, dass Kamelle inzwischen nicht mehr aus Bonbons bestehen, sondern längst Schokoladentafeln, Waffeln sowie Chips- und Popkorntüten Platz gemacht haben. Zuschauer waren reichlich nach Zweifall gekommen. So stand man an der Ecke Werk- und Jägerhausstraße wo der Umzug gleich dreimal vorbei kommt, dicht gedrängt in Dreierreihen. Dort, auf dem kleinen Vorplatz der Sparkasse hatte die örtliche Feuerwehr eine Gulaschkanone aufgebaut, aus der Erbsensuppe an die hungrigen Zuschauer ausgeschenkt wurde. Nach Zugende war noch lange nicht Schluss. Im Festzelt an der Kornbendstraße wurde kräftig weiter gefeiert.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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