„Schätzchen“ bleibt weiterhin verborgen

Warum es keine Hinweisschilder auf das Bodendenkmal Varnenum unweit der Stolberger Stadtgrenze geben darf.

arnenum bleibt weiterhin eine Art Geheimtipp. Der Versuch der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim, den gallo-römischen Tempelbezirk etwas mehr ins Blickfeld zu rücken, ist im Paragrafendickicht steckengeblieben. Die Bezirksvertreter fügten sich der Empfehlung der Verwaltung, „die derzeitige Situation nicht zu verändern“.

 

Die Sozialdemokraten nahmen es „bedauernd“ zur Kenntnis. „Wir hätten uns das anders gewünscht“, sagte Bezirksvertreter Bernd Krott. Ein Jahr zuvor hatte er das Bodendenkmal unweit der Breiniger Straße und der Stolberger Stadtgrenze als „Schätzchen“ bezeichnet, das man „nicht im Verborgenen lassen sollte“.

 

Dabei liegen die Mauerreste aus römischer Zeit keinesfalls versteckt im dunklen Tann, es gibt sogar Hinweisschilder. Zwei sind es, um genau zu sein: Eines steht am Ortsausgang von Kornelimünster in Richtung Breinig, das andere am Ortseingang von Breinig weist dann wieder zurück nach Kornelimünster. Suchende Touristen wissen dann, dass sie eine Abzweigung verpasst haben.

 

Das ist kein Wunder und keine Schande, denn der kleine Wirtschaftsweg, der von der Breiniger Straße (L 12) zu den freigelegten Fundamenten des etwa 2000 Jahre alten Tempelbezirks führt, ist leicht zu übersehen. Die SPD-Bezirksfraktion hatte deshalb im Dezember 2016 beantragt, den rumpeligen Feldweg auszubessern und ein Hinweisschild anzubringen.

 

Ein Schild also. An einem Feldweg. Mit diesem Ansinnen wandte sich die Stadtverwaltung an den Landesbetrieb Straßen.NRW als Straßenbaulastträger und fing sich eine „ausführliche Stellungnahme“ ein: Da müsse erst eine „straßenrechtliche Lösung“ her, der Wirtschaftsweg sei „nicht gewidmet“ und somit „nicht für den öffentlichen Verkehr zugelassen“, deshalb stehe dort auch ein Verbotsschild. Einer Widmung des Weges könne der Landesbetriebs aber nicht zustimmen. Für eine „rechtliche Basis“ könne eine „Sondernutzungserlaubnis“ beantragt werden, wofür die Stadt nachzuweisen hätte, „dass die Einmündung verkehrssicher betrieben werden kann“. Dazu brauche es einen „Sichtweitennachweis für die Einbieger“, zudem könne es Probleme mit den Vorbeifahrmöglichkeiten im „Einmündungshals“ geben. Vorzulegen wäre „ein Lageplan/Luftbild (mit Maßstab) mit Darstellung der Sichtweitendreiecke der geometrischen Verhältnisse des Einmündungshalses“.

 

Die Verwaltung hat die Botschaft verstanden und in ihrer Vorlage für die Bezirksvertretung knapp zusammengefasst: Für eine rechtlich einwandfreie Zufahrt müssten „zahlreiche Maßnahmen“ ergriffen werden, von denen einige vermutlich nicht den Segen des Landesbetriebs erhalten dürften. Deshalb hält die Verwaltung „arbeitsintensive Abstimmungen“, Vertragsentwürfe und sonstige bürokratische Meisterstücke zur Umwidmung eines Wirtschaftsweges für „nicht angemessen“.

 

Ihr Vorschlag zur Güte: Den Feldweg richtet der Stadtbetrieb „im Rahmen seiner Möglichkeiten“ so her, dass auch Pkw-Verkehr „schadlos möglich“ ist. Aber ein Hinweisschild auf Varnenum gibt es nicht, weil die Zufahrt dorthin verkehrsrechtlich nur für landwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen ist. Die Bezirksvertreter nahmen es einstimmig zur Kenntnis, regten aber einen Hinweis auf das Bodendenkmal vom Schildchensweg aus an. Auch für Fußgänger sei in Sachen Orientierungshilfe noch nicht alles optimal, meinte SPD-Bezirksvertreter Krott.

 

Vielleicht lässt sich dieses Problem einfacher lösen, ohne Sichtweitendreiecke. Notfalls können Spaziergänger auch Gummistiefel tragen, dann dürften sie auf Wirtschaftswegen als landwirtschaftlicher Verkehr durchgehen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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