Zum ersten Mal bei Deutschen Meisterschaften im Triathlon starten

Zahlreiche Auszeichnungen spornen Felipa Herrmann an. Wunsch ist, in den deutschen Nachwuchskader und in Sport-Internat aufgenommen zu werden.

Foto: Eva Rössler
Foto: Eva Rössler

„Du bist Nachwuchsschwimmerin 2017!“ Damit hatte Felipa Herrmann nicht gerechnet. Die 13-Jährige wollte am 27. Januar eigentlich nur an den Bezirksmeisterschaften „Lange Strecke“ in Jülich teilnehmen. Was sie beim Start noch nicht wusste: Am Ende wurde ihr eine Urkunde überreicht, die ihr den ersten Platz der Kategorie „Nachwuchsschwimmerin 2017“ im Schwimmbezirk Aachen verleiht. Aber das ist bislang nicht ihr einziger Erfolg.

 

„Sie ist schon sportlich seit sie laufen kann“, erzählt Felipas Vater, Markus Herrmann, und macht somit deutlich, wie früh seine Tochter sich schon für Sport begeisterte.

 

Mit fünf Jahren kam zu dem Laufen das Schwimmen hinzu. Und bereits im Alter von sechs Jahren begann sie mit dem Triathlon. Dafür müssen nicht nur Schwimmen, Laufen und Radfahren trainiert werden, sondern auch Athletik- und Krafttraining sind erforderlich.

 

Viel Zeit für anderes bleibt also nicht: „Ich treffe mich gerne mit Freunden, und ich lerne natürlich auch für die Schule, viel Freizeit habe ich nicht“, erzählt Felipa. Ihr Trainingsplan nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch. Er wird bald auf etwa 20 Stunden pro Woche ansteigen – und das bezieht sich nur auf die reine Trainingszeit. Anfahrten und Vorbereitungen sind nicht mit eingerechnet.

 

Auf ihre Ernährung achtet Felipa aber nicht besonders. „Ich esse sehr gerne Süßes“, erzählt sie. „Vor den Wettkämpfen kommt das aber nicht in Frage. Auch wenn ich da viele Kohlenhydrate essen, um möglichst viel Kraft zu haben.“

 

Aber Felipa macht das Ganze natürlich nicht ohne Grund. Sie hat zwar schon viel erreicht, aber auch noch einiges vor sich. Sie ist bereits im NRW-Kader, ist NRW-Meisterin im Duathlon und belegte bei der NRW-Meisterschaft im Triathlon den zweiten Platz. „Wäre sie an dem Tag nicht erkältet gewesen, hätte sie jedoch ohne Probleme den ersten Platz erreicht“, erzählt ihr Vater. Dieses Jahr hat sie noch weitere Meisterschaften vor sich: Zum ersten Mal wird Felipa an der Deutschen Meisterschaft im Triathlon teilnehmen. Bisher war sie dafür noch zu jung. Wer es dort unter die ersten drei Plätze schafft, wird in den Nachwuchskader aufgenommen. Da es sich dabei also um ein ganz besonderes Ereignis handelt, wird sich ihr Training nun ganz darauf konzentrieren, Felipa so gut wie möglich darauf vorzubereiten. Aber nicht nur viel Training, sondern auch eine Portion Glück spielen eine Rolle.

 

„Es passiert immer wieder, dass jemand einen Platten am Fahrrad oder einen Fehlstart hat. Dann gibt es keine zweite Chance“, sagt Felipas Mutter, Simone Herrmann. Das ist Felipa bisher zum Glück noch nicht passiert. Sie verlor zwar mal einen Schuh, aber das hat sie nicht davon abgehalten, weiter zu machen, und am Ende mit nur einem Schuh zu gewinnen.

 

Neben der Deutschen Meisterschaft stehen dieses Jahr auch die Sportlerwahlen und die NRW- Meisterschaft im Schwimmen auf dem Plan. Für die Zulassung zur Teilnahme an der Meisterschaft fehlten ihr bisher immer zwei Sekunden.

 

Es wird aber wahrscheinlich nicht nur das erste, sondern auch das letzte Mal sein, dass sie daran teilnimmt. Felipas Vater erklärt warum: „Bei der Meisterschaft im Schwimmen wird Brust geschwommen, während im Triathlon gekrault wird. Somit ist die Schwimm-Meisterschaft zum Triathlon eigentlich kontraproduktiv.“ Und nur Schwimmen allein kommt für Felipa nicht mehr in Frage: „Triathlon ist einfach vielfältiger, weil man direkt drei Sportarten macht.“ Und die macht sie alle gleich gerne, auch wenn Radfahren im Winter und Laufen im Sommer unangenehm sein können. „Ich würde gerne nach Essen“, erzählt Felipa. Dort ist ein Olympiastützpunkt und ein Internat, welches extra für Sportler ausgelegt ist. Schule und Sport sind miteinander verbunden und werden unter einen Hut gebracht.

 

Bisher waren Freistellungen vom Unterricht zwar kein Problem, aber das könnte sich ändern, wenn sie mehr trainieren muss. Bis jetzt steht aber noch nicht fest, ob sie nach Essen gehen wird. Außerdem würde sie bei den Deutschen Meisterschaften gerne den ersten Platz, und im NRW-Kader einen höheren Status erreichen.

 

Einen genauen Plan für die Zukunft hat Felipa also nicht, aber einige Wünsche sind noch offen – und die werden sich bei ihrem Talent und Ehrgeiz bestimmt erfüllen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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