„Will Karneval und Klassik zusammen bringen“

Interview zum Wochenende mit Burkard Sondermeier: Auftritt mit Camerata Carneval“ an Rosenmontag in der Burg. Ein Alternativprogramm.

Foto: Yves Sondermeier
Foto: Yves Sondermeier

Im Rahmen der Feierlichkeiten „900 Jahre Stolberg“ bietet die Stadt Stolberg den kulturinteressierten Menschen, die nicht am närrischen Treiben teilhaben wollen, ein besonderes Highlight im Rittersaal der Stolberger Burg an. Am Rosenmontag gibt es hier einen Auftritt mit Burkard Sondermeier und seiner Camerata Carnaval und dem Programm „Karneval einmal klassisch“. Diese hochkarätige Alternative steht unter dem Motto „Ihr künnt mich ens besöke kumme“. Mit dabei ist auch der WDR, ein guter Partner der Stadt, der das Programm live ausstrahlt. Zuletzt war der Sender im August 2015 in Stolberg zu Gast bei der Veranstaltung „Ein Tag live“. Bei dem Wettbewerb „WDR 2 für eine Stadt“ belegte Stolberg 2016 nur den zweiten Platz, ab dem Jahr 2017 wurde diese Veranstaltung dann leider eingestellt. Was es mit dem klassischen Karneval auf sich hat, wer die Musiker hinter den Instrumenten sind und was Karneval für Burkard Sondermeier bedeutet, erzählte der Künstler im Interview unserer Mitarbeiterin Marie-Luise Otten:

 

Wie ist Ihre Verbindung zum WDR?

 

Sondermeier: Schon im ersten Jahr von „Karneval einmal klassisch“, 2002, übertrug der „Kultursender“ des Westdeutschen Rundfunks Köln (WDR 3) unsere Vorstellung. Sie ist Tradition geworden. Nun gastieren wir am 12. Februar im historischen Rittersaal der Burg in Stolberg. Wir sind stolz und dankbar für die schöne Sendezeit 20.05 bis 22.30 Uhr - zur besten närrischen Zeit.

 

Was bedeutet Karneval für Sie persönlich?

 

Sondermeier: Es gibt Formen dieses Festes, die mich ansprechen, aber ich bin kein Karnevalist.

 

Wo müssen wir Sie einordnen? Kabarettist, Musiker oder wo?

 

Sondermeier: Ich bin ein Freidenker, der Karneval und Klassik zusammen bringen möchte.

 

Mir fällt zum Thema „Karneval einmal klassisch“ „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens ein. Das ist es ja wohl nicht. Was muss man sich unter Ihrem Programm vorstellen?

 

Sondermeier: Den Karneval der Tiere hatten wir schon mal im Programm. Den hatte Saint-Saens ja ursprünglich nur für seine Freunde konzipiert. Erst als sich das dann „herumsprach“, konnte er nicht widerstehen und gab das Stück für den Konzertbetrieb frei. Er war mit dieser Art Karneval im Salon zu feiern nicht alleine. Künstlerkarneval nannte man das auch. So oder so ähnlich kann man sich das auch bei uns vorstellen.

 

Ist das Programm nur für die Karnevalszeit bestimmt?

 

Sondermeier: Ja. Denn es geht um „Fastelovend em ahle Cölle“, Fasching in Wien, Carnaval de Paris, Carnaval in Argentinien und Karneval am Rhein. Man ahnt, dass man es auch anderswo als in Köln versteht, das Fest der Feste zu feiern.

 

Ist es eine Alternative zum Straßenkarneval?

 

Sondermeier: Straßenkarneval kann man damit nicht vergleichen, eher Sitzungskarneval, aber das passt nun auch nicht so richtig.

 

Also eher eine Revue?

 

Sondermeier: Das trifft den Kern schon eher. Lassen Sie sich einfach überraschen, warum auch zum Beispiel der Tango in die jecke Jahreszeit passt.

 

Muss man Platt verstehen können, damit man lachen kann?

 

Sondermeier: An einigen Stellen schon, aber keine Bange, ich helfe mit Vokabularien an den argen Stellen.

 

Mit wie viel Leuten musizieren Sie?

 

Sondermeier: Wir sind sechs Akteure.

 

Wer sind die Menschen in der Camarata Carnaval?

 

Sondermeier: Neben mir als Sprecher und Sänger wirken mit: Igor Kirillov, Klavier, Orgel, Xylophon; Regina Rücker, Violoncello, Klavier; Christoph Schumacher, Schlagwerk, Orgel, Instrumentarium scurillum; Joon Laukamp, Violine, Mandoline, Gitarre und Pierce Black, Kontrabass, Gitarre. Alle haben Spaß an der Freud, und alle haben ihre Erfahrungen im Musiktheater.

 

Welche Komponisten werden an den 16 Instrumenten zu Gehör gebracht?

 

Sondermeier: Unter ihnen sind Wolfgang Amadeus Mozart, Giacomo Rossini, Artur Rubinstein und Jacques Prévert, um nur einige zu nennen.

 

Können wir uns in Stolberg auf weitere Livesendungen mit dem WDR freuen?

 

Sondermeier: Das hängt vom Kulturamt und vom Sender ab. Wir geben unser Bestes.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

www.tim-gruettemeier.de
tim.gruettemeier@stolberg.de
Telefon: 02402 / 13-200
Fax: 02402 / 13-222

Verlinkungen:

Internetseite der Stadt
Internetseite der Stadt
Internetseite der CDU
Internetseite der CDU

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.