Mit modernisiertem Biegeofen und Antennen-Prüfplatz

Stolberg bietet einzigartige Produktionsstätten in der Saint-Gobain-Gruppe. Aber Sekurits Joint Venture kommt nicht.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Aus dem Traum wird erst einmal nichts: Die Hoffnungen, dass Saint-Gobain Sekurit ein Joint Venture mit einem US-amerikanischen Konzern am Ufer der Wicht ansiedeln könnte, erfüllen sich erst einmal nicht. „Zum jetzigen Zeitpunkt rechtfertigen Technologie und Markt eine Investition in eine großindustrielle Anlage nicht“, erklärte Dr. Stephan Kranz auf Anfrage unserer Zeitung. „Daher werden die derzeitigen Aktivitäten des Joint Venture für den Ausbau des Werkes nicht weiter verfolgt“, sagt der Geschäftsführer von Saint-Gobain Sekurit Deutschland mit Sitz in Herzogenrath. Nachgedacht wurde über eine Investition von mehr als 25 Millionen Euro an der Stolberger Adresse Nikolausstraße.

 

Weder bestätigt noch dementiert hat das Unternehmen bis dato, dass sogenanntes „Gorilla-Glas“ in Stolberg zur Einsatzreife in der Automobilindustrie gebracht werden sollte. Bekannt ist dieses sehr dünne Glas mit einer hohen Kratz- und Bruchfestigkeit aus der Telekommunikationsindustrie.

 

Hersteller der Marke „Gorilla Glass“ ist das US-amerikanische Unternehmen Corning Incorporated mit Hauptsitz in der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat New York. Im Januar 2016 hatten Saint-Gobain Sekurit und Corning die Gründung eines Joint Venture mit gleichen Geschäftsanteilen angekündigt, um gemeinsam sehr leichte Automobil-Verglasungen zu entwickeln, zu fertigen und zu vermarkten. Offensichtlich scheinen Entwicklungsstand und die Nachfrage auf dem Markt noch nicht reif zu sein für eine Serienproduktion.

 

„Das Stolberger Werk wird also wie heute nach der erfolgreichen Integration von Würselen weiter betrieben“, sagt Kranz. Nachdem Sekurit bereits 2016 mehr als eine Million Euro in eine neue Biegetechnologie in Stolberg investiert hatte, wurden weitere 700 000 Euro zur Optimierung der Komplettierungstechnik im Rahmen der Integration des Werks Würselen in die Hand genommen. Damit verfügt Stolberg über den weltweit modernsten und bisher einzigen Biegeofen dieses Standards in der Saint-Gobain-Gruppe, so Kranz weiter. „Die Postglasfertigung, das heißt die vollautomatisierte Komplettierung der Scheiben mit Kameras, Sensoren etc. erfolgt somit direkt im Anschluss an den Glasherstellungsprozess“, sagt der Geschäftsführer und hebt die Vorteile des Standortes Stolberg mit etwas mehr als 200 Mitarbeitern hervor. Der kann auch noch mit einem anderen Pfund wuchern: dem seit Anfang dieses Jahrtausends bestehenden Antennen-Prüfplatz auf dem Gelände des einstigen Ringlokschuppens der Deutschen Bahn nahe der Inde. Die ein wenig versteckt gelegene Anlage soll nun deutlich erweitert und modernisiert werden. „Der Ausbau des Antennen-Prüfplatzes in Stolberg dient der hochkomplexen Antennen-Entwicklung als Service für unsere Kunden“, bestätigt Dr. Stephan Kranz. „Dieser ist der derzeit einzige bestehende Prüfplatz dieses Standards innerhalb der Saint-Gobain-Gruppe.“

 

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat bereits aus planungsrechtlicher Sicht zugestimmt. Da die Antenneneigenschaften unter anderem durch die Fahrzeuggeometrie beeinflusst würden, müsse bei der Messung das gesamte Fahrzeug betrachtet werden, berichtete dazu der Technische Beigeordnete Tobias Röhm. Dazu werde eine Sende- und Empfangsstrecke eingerichtet. Die Sendeantenne soll auf einem massiven Sockel aufgebaut werden, der sich in gut 70 Meter Entfernung befinde. Das Fahrzeug stehe dabei auf einer drehbaren Plattform.

 

Um witterungsunabhängig Messungen durchführen zu können und um den durch die Kunden geforderten Sichtschutz für die Prototypen, die sogenannten Erlkönige, zu gewährleisten, soll die drehbare Plattform von einer geschlossene Kuppel aus Glasfasermaterial mit etwa sechs Meter Höhe umschlossen werden.

 

In deutlichem Abstand zum Messbereich sollen zudem ein als Büro genutzter Container und Garagen zum sicheren Unterstellen der Fahrzeuge aufgebaut werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den StädteRegionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)


Kreisverband Aachen Stadt und

Kreisverband Aachen Land

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: info@cdu-aachen-land.de

Verlinkungen:

Internetseite der CDU Aachen
Internetseite der CDU Aachen

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.