Nicht nur nehmen, sondern auch geben

Siebt- und Achtklässler der Kupferstädter Gesamtschule engagieren sich in Projekt „Helfende Hände“ . Lächeln ist der schönste Dank.

Foto: Angelika Beyert-Feszler
Foto: Angelika Beyert-Feszler

Soziales Lernen wird an der Kupferstädter Gesamtschule groß geschrieben. Aus diesem Grund ist bereits seit einigen Jahren das Sozialprojekt „Helfende Hände“ im Schulprogramm verankert, das in der vergangenen Woche nicht nur von Stolbergs Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und der Ehrenamtsbeauftragten Hildegard Nießen gelobt wurde. Doch dazu später mehr.

 

Angefangen hatte alles mit der Gründung der Sekundarschule im Jahr 2013. Damals machte man sich Gedanken darüber, dass Schule nicht nur das Lernen von Wissen bedeuten könne, sondern auch die Bildung des Herzens in den Fokus nehmen solle. So entstand die Idee, dass die Schüler sich in verschiedenen sozialen Projekten engagieren könnten. Allerdings nicht freiwillig, sondern für alle verpflichtend. Auf diese Weise wollte man den Schülern Verantwortungsbereitschaft, Selbstwertgefühl und Selbstständigkeit vermitteln. „Uns war es wichtig, dass die Schüler lernen, ihre Liebe an andere Menschen weiterzugeben. Wir wollten das Geben in den Mittelpunkt stellen“, sagt Angelika Beyert-Feszler. An der Kupferstädter Gesamtschule ist sie Koordinatorin für individuelle Förderung und betreut das Projekt „Helfende Hände“, das Teil des Unterrichts der siebten und achten Klassen ist.

 

Das sei zu Beginn allerdings gar nicht so einfach gewesen. „Für die Schüler ist es oft schwer, nach außen zu treten und mit fremden Menschen in anderen Zusammenhängen in Kontakt zu treten“, sagt Beyert-Feszler. Aus diesem Grund lernen die Schüler bereits in der siebten Klasse, was beispielsweise soziale Kompetenzen sind, wie man sich richtig vorstellt und warum man die Kappe auszieht und den Kaugummi aus dem Mund nimmt, wenn man einen Raum betritt. „Das ist eine wunderbare Vorbereitung für das Praktikum in der achten Klasse“, sagt Angelika Beyert-Feszler.

 

„Helfende Hände“ bedeutet, dass sich die Schüler in den Jahrgangsstufen sieben und acht jeweils zehn Stunden ehrenamtlich engagieren. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Das kann die Unterstützung im Altenheim, im Kindergarten oder in der OGS genauso sein wie die Mitarbeit im Sanitätsdienst, beim THW in der Bibliothek oder auch in der Gemeinde. Der Fantasie der Schüler seien dabei keine Grenzen gesetzt, sagt Beyert-Feszler. „Hierdurch erfahren die Jugendliche, dass sie nicht nur Hilfe empfangen können, sondern, dass sie Hilfe geben können. Diese Erfahrung stärkt ihr Selbstwertgefühl, lässt sie eigene Grenzen erfahren, eröffnet aber vor allem ganz neue Horizonte und Einsichten in Dinge, die sie bisher möglicherweise noch nicht einmal wahrgenommen haben“, sagt die Koordinatorin für individuelle Förderung. Natürlich sei dies auch eine zusätzliche Pflicht, die in der Freizeit geleistet werden müsse und das mache nicht immer nur Freude. „Doch nach den ersten Einsätzen berichten die Kinder oft begeistert von der Dankbarkeit der Menschen und der Erfahrung, geholfen zu haben. Das Danke-Lächeln ist oft das Wichtigste für die Schüler“, weiß Angelika Beyert-Feszler zu berichten.

 

Besonders beliebt ist bei den Schülern der Einsatz in Kitas und in Grundschulen, aber auch in der Kugel, bei Altersheimen oder beim THW. Seit einigen Monaten engagieren sich auch einige Schüler in „Gehlen´s Kull“.

 

Und manches Engagement bleibt auch noch nach den zehn geleisteten Stunden bestehen. Gleich mehrere Schüler engagieren sich in verschiedenen Einrichtungen. „Das ist natürlich besonders schön für beide Seiten“, sagt Beyert-Feszler. Natürlich werden die Schüler bei ihrem ehrenamtlichen Engagement nicht alleine gelassen. Man versuche, durch kritische Reflexion in Berichten und Erzählungen die Schüler Revue passieren zu lassen, was sie tun. Und auch die verschiedenen Träger dokumentieren die Arbeit der Jugendlichen. „Den Trägern sind wir dankbar, dass sie die ehrenamtliche Arbeit unserer Schüler unterstützen und mit viel Geduld die kleineren und größeren Schwierigkeiten aus dem Weg räumen helfen. Oft ist das keine einfache Aufgabe“, sagt Angelika Beyert-Feszler. Schließlich gebe es unter den 180 Schülern, die an dem Projekt teilnehmen, immer mal wieder welche, die zu spät zu Terminen kommen oder diese vergessen.

 

Für ihr Engagement wurden die Schüler nun mit einer Spende für die Schulbibliothek ausgestattet, damit diese in Zukunft weiter wachsen kann.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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