Stets kompetent und zugleich aufgeschlossen

Die Gutenberg-Schule des Landschaftsverbandes Rheinland verabschiedet Leiter Nobert Overs in den Ruhestand. Wichtig, immer präsent zu sein.

Foto: Christoph Hahn
Foto: Christoph Hahn

„Für Dich war die Tätigkeit als Schulleiter kein x-beliebiger Job“, formulierte es Constantin Mertens von der Unteren Schulaufsicht der Städteregion Aachen. Nicht minder herzlich sagten es die Stellvertreter des so Angesprochenen, Martina Hölter und Thomas Meyer: Ein „kluger Dirigent“ sei er gewesen, der „Team-Entscheidungen immer respektiert“ habe. Von Norbert Overs war die Rede, bis zum 31. Januar Leiter der Gutenberg-Schule des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) am Rhein-Nassau-Weg, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt sprachliche Entwicklung.

 

Wenige Tage nach dem formellen Eintritt in den Ruhestand nahm der Pädagoge jetzt auch wirklich Abschied von dieser Institution, die er rund dreieinhalb Jahre lang geleitet hatte.

 

Alle, alle drückten den Rektor a.D. noch einmal ans Herz. Das Duo Hölter/Meyer, das auch die Moderation des Festaktes übernommen hatte, rühmte: „Overs war immer zu sprechen – auch ohne Voranmeldung“. Allerdings, mit einem Fahrrad-Unfall just am Heiligen Abend 2017 im Hinterkopf, schrieben die Stellvertreter ihrem scheidenden Kollegen und Chef auch etwas ins Stammbuch: „Bitte fahren Sie in Zukunft vorsichtig – immer!“

 

Viel Menschliches gab es von Overs zu erfahren – zum Beispiel dass er nicht nur verheiratet, sondern auch Vater von vier Kindern und Opa von zwei Enkeln ist. Aber nicht nur das: Auf die Leidenschaft des frisch gebackenen Rentners für Alemannia Aachen gingen gleich mehrere Redner ein. Aber der Fußballverein mit der Tendenz zur Wechselhaftigkeit stellt längst nicht Overs‘ einzige Passion dar: Die Kicker müssen sich seine Gunst mit Chor (aktiv) und Kino (passiv) teilen.

 

Zu sagen hatten die Redner natürlich mehr, zum Beispiel die Leiterin des LVR-Fachbereiches Schulen, Dr. Alexandra Schwarz, für die ihre Ansprache in der Aula „nicht wirklich eine dankbare Aufgabe“ war, schon wegen des vorangegangen Auftritts der Schulband „K-piert?!“, die ihrem Rektor (einen Nachfolger gibt es bis dato noch nicht) mit Liedern unter anderem von Michael Jackson und The Beatles ein klingendes Abschiedsgeschenk vom Feinsten (wie im Übrigen auch der Lehrerchor) bereitet hatte.

 

Alexandra Schwarz war es auch, die den beruflichen Lebensweg von Overs skizzierte – mit Stationen zum Beispiel in Eschweiler, Baesweiler und Langerwehe.

 

Komplimente hatten aber auch noch andere Ehrengäste im Gepäck. Constantin Mertens von der Städteregion etwa rühmte nicht nur, wie erwähnt, das Engagement von Overs, sondern auch dessen „Kompetenz und Aufgeschlossenheit“. Darum machte Mertens eines geltend: „Dieser Abschied schmerzt nicht nur Dich.“ Des Lobes voll äußerte sich auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Thomas Kutzer: Der Neu-Pensionär hinterlasse „ein modernes Haus mit einem tollen Kollegium“. Derart gepriesen, wollte dann Norbert Overs (zweiter Vorname: Ferdinand) zu einer kleinen Dankesrede die Bühne entern und fragte Vize Martina Hölter: „Bin ich jetzt dran?“ Doch sein Elan wurde jäh von der Stellvertreterin gebremst: „Nein, Sie müssen sich erst setzen!“

 

Schließlich durfte der Mann im Mittelpunkt doch noch seinem Herzen Luft machen. Unumwunden bekannte er: „In den letzten Wochen schwankte meine Stimmung zwischen Wehmut und Demut.“ Für die Mitglieder da zu sein – das stand für ihn ganz obenan: „Wichtig war mir, immer präsent sein zu können.“ Denn das Lied, das ihm der Schüler Juan Bastidas mit musikalischer Unterstützung von Lehrerin Renate Lange (Querflöte) mit auf den Weg ins Rentner-Dasein gab, wirkte jedenfalls alles Andere als aufgesetzt: „Freiheit ist das Einzige, was zählt“, heißt es nämlich darin.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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