Auch auf großen Bühnen sind sie zu Hause

Felicitas Kaul und Felix Dreuw sind das Kindertanzpaar der KG Vicht. Tanzen können sie wie die Großen. Deutscher Vizemeister.

Foto: Sonja Essers
Foto: Sonja Essers

Wenn Felicitas Kaul und Felix Dreuw auf der Bühne stehen, dann funkeln ihre Augen. Die beiden schlagen Räder, springen in den Spagat und trauen sich darüber hinaus an die außergewöhnlichsten Hebefiguren heran – und das mit gerade einmal neun Jahren. Das Kindertanzpaar der KG 1935 Vicht Närrische Lehmjörese zählt zu den großen Talenten und ist nicht nur in Stolberg und in der Städteregion erfolgreich. Neben diversen Stadtmeisterschaften in der Kupferstadt oder auch in Eschweiler heimsten die beiden Schüler auch schon zwei Landesmeister-Titel (Hessen und Saarland) ein. Anfang Dezember folgte schließlich der – bisherige – Höhepunkt ihrer noch jungen karnevalistischen Karriere: Felicitas Kaul und Felix Dreuw sicherten sich den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften des Verbands Rheinische-Karnevals-Kooperationen im karnevalistischen Tanzsport (siehe Infobox). Nun forcieren die beiden Nachwuchstalente den Titel an.

 

Dass das Tanzen den beiden einfach im Blut liegt, wurde bereits früh deutlich. Felicitas Kaul steht bereits seit ihrem zweiten Lebensjahr auf der Bühne. Zunächst tanzte sie bei der Prinzengilde Bergrath im benachbarten Eschweiler, dann wechselte sie zur KG Vicht. Eigentlich wollte Felicitas Kaul immer Solo-Mariechen werden, doch diese Stelle war im Verein bereits besetzt. Felix, der mit sechs Jahren angefangen hatte in der Showtanzgruppe des Vereins zu tanzen, fühlte sich darin nicht mehr ganz wohl und suchte nach einer neuen tänzerischen Herausforderung – genauso wie Felicitas. Sie hegte bereits einen Plan, wie die tänzerische Zukunft der beiden aussehen könnte. Vor rund zweieinhalb Jahren war es dann soweit: Die kleine Tänzerin nahm ihren ganzen Mut zusammen und stellte Felix schließlich die Frage, die das tänzerische Leben der beiden in eine entscheidende Richtung lenken sollte: „Willst du mein Tanzpartner werden?“ Und wie reagierte Felix darauf? Er erbat sich erst einmal ein wenig Bedenkzeit. „Ich wollte meine Mutter ja noch fragen, ob ich das auch machen darf“, sagt er rückblickend. Nachdem sie ihr Okay gab, stimmte auch er zu.

 

Seitdem sind Felicitas und Felix nicht nur in der Karnevalssession unterwegs. Von Anfang an traten die beiden Tänzer auch auf großen Tanzturnieren auf. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man den Leuten zeigen darf, was man kann“, sagt Felix, der weiß, dass dort ganz andere Regeln gelten als im Karneval. „Im Karneval geht es mehr darum, die Leute zu unterhalten. Auf Turnieren wird viel mehr auf die Fehler geachtet“, sagt Felix.

 

Und was könnte man theoretisch alles falsch machen? Eine ganze Menge! „Es ist zum Beispiel wichtig, dass die Füße und die Hände beim Tanzen gestreckt sind, und bei der Anfangsposition darf man auf keinen Fall wackeln“, sagt Felicitas und zählt damit nur zwei von zahlreichen möglichen Fehlerquellen auf, auf die beim Tanzen geachtet werden muss.

 

Damit ihr Tanz perfekt sitzt, trainieren die beiden Schüler fleißig. Zwei Mal in der Woche steht der Paartanz bei den Trainerinnen Martina und Maike Lok in Eschweiler auf dem Programm. Dann wird zusammen mit anderen Tanzpaaren geübt. „Von den anderen kann man auch immer ganz viel lernen“, sagt Felicitas. Für sie geht es zudem ein Mal in der Woche zum Akrobatik-Training nach Übach-Palenberg. Was sie dort lernt? Ein Rad schlagen ohne dabei die Hände zu benutzen oder auch den Bogengang. Hört sich gar nicht so einfach an, doch wer die beiden auf der Bühne tanzen sieht, stellt schnell fest, dass selbst die schwierigsten Schritte und auch Hebungen problemlos funktionieren.

 

Das war zu Beginn ihrer Tanzkarriere allerdings noch ein klein wenig anders. „Als ich angefangen habe, mit Felicitas zu tanzen, konnte ich noch kein Rad schlagen“, erinnert sich Felix. Und auch der Schulterstand klappte nicht immer reibungslos. „Mittlerweile ist das aber leicht geworden“, sagt Felicitas.

 

Die beiden Neunjährigen sind übrigens nicht nur als Tanzpaar aktiv, sondern tanzen zusätzlich noch in der Garde der KG Vicht, die auch zwei Mal in der Woche trainiert. Auf den Turnieren ist Felicitas dann auch als Mariechen aktiv und damit ebenfalls sehr erfolgreich. In der Kategorie „Solo-Mariechen Kinder“ ertanzte sie sich im vergangenen Jahr in der Altersgruppe bis elf Jahre sogar

Platz 6.

 

Doch nicht nur das Training nimmt viel Freizeit in Anspruch. Auch das Anziehen und Schminken für Auftritte und Turniere musste erst einmal eingeübt werden. Mittlerweile klappt das natürlich einwandfrei. Felicitas wird bei Haaren und Make Up von ihrer Mama Katharina Kaul unterstützt – und das kann auch mal rund eine Stunde dauern. Schließlich muss der Hut auch richtig sitzen und darf während des Tanzes nicht verrutschen.

 

Die Eltern von Felicitas und Felix unterstützen die beiden natürlich auch, wenn es um die Fahrt zu den Turnieren geht. Diese stehen nämlich immer an den Wochenenden an. Stressig sind die Ausflüge, die teilweise bis nach Koblenz gehen, für Felicitas und Felix jedoch nicht. „Es macht einfach so viel Spaß und es ist toll, wenn man dann auch viel Applaus bekommt“, sind sich die beiden sicher. Und werden darin auch von ihren Eltern bekräftigt. „Wenn man das ganze Jahr über tanzen kann, bleiben natürlich auch Motivation und Ehrgeiz die ganze Zeit über erhalten“, sagt Katharina Kaul.

 

Und worauf freuen sich die zwei kleinen Karnevalisten in den kommenden Tagen besonders? „Auf die Umzüge mit unserem Verein. Das macht nämlich auch ganz viel Spaß“, sagt Felicitas. Und nach der Session? Dann geht es mit dem Tanzen weiter. Schließlich wollen sich die Schüler wieder für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Ihr größter Wunsch? „Den ersten Platz zu holen, wäre ein Traum“, sagen sie. Und manchmal gehen Träume in Erfüllung...

 

Wettkämpfe in zehn Disziplinen

  • Der RKK veranstaltet Jahr für Jahr Wettkämpfe im karnevalistischen Tanzsport.
  • Dieser umfasst zehn verschiedene Disziplinen. Darunter Herren-, Damen- oder gemischte Garden sowie Gardetanzpaare, Solomariechen, Majoretten-Gruppen, Volkstanz-Gruppen sowie Schautanz und Schaudarbietung.
  • Wer sich bei den Qualifikationsturnieren durchsetzen konnte, kann an den Landesmeisterschaften und danach an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen.
  • Gegründet wurde der RKK übrigens im Jahr 1959.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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