Tag zwei der neuen Geschichtsschreibung

Ganztägiger Warnstreik wechselt nahtlos von Berzelius auf KMD über. Peters kontert Bruns. Große Rückendeckung in Belegschaft.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Fortgesetzt hat die IG Metall gestern um 6 Uhr ihre geschichtsträchtige ganztägige Warnstreikaktion beim Stolberger Kupferspezialisten KMD mit rund 250 Beschäftigten, nachdem am Vortag die Produktion der Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer für 24 Stunden stillgelegt worden war. Im Metallwerk an der Kupfermeisterstraße sind Organisationsgrad und Schulterschluss der Belegschaft spätestens nach der Krise des Unternehmens vor sechs Jahren größer denn je. Mit dem Ende der Nachtschicht endete die Produktion – mit einer Ausnahme für einen Kunden außerhalb der Region, der nicht dem Arbeitgeberverband angehört.

 

Auf die Aussagen des Unternehmerverband-Geschäftsührers, Ralf Bruns, gegenüber unserer Zeitung, die Streiks seien „rechtswidrig, überflüssig und schädlich“ regierte der 1. Bevollmächtigte der IGM spontan: „Die Streiks sind rechtens“, sagte Martin Peters und verwies auf ein aktuelles Urteil des Arbeitsgerichtes Krefeld zu den Protesten der Arbeitnehmer. Zudem seien sie keinesfalls überflüssig, sondern offensichtlich unverzichtbar, um den Arbeitgebern die Bedeutung der Forderungen vor Augen zu führen. „Und schädlich sollen sie ja sein“, sagte Peters. Denn es solle Druck aufgebaut werden, damit die Arbeitgeber am Wochenende an den Verhandlungstisch zurückkehrten, an dem man zuvor nicht weit entfernt von einem Kompromiss gewesen sei.

 

„Alle Gewerkschaften blicken auf euch“, rief Ralf Woelk den Streikenden zu. Die IG Metall übernehme einmal mehr die Vorreiterrolle auch für andere Branchen, so der regionale Geschäftsführer des DGB. Das untermauerte auch eine Abordnung der IG BCE mit dem Vorsitzenden Hans Alt an der Spitze sowie Delegationen aus anderen Stolberger Unternehmen. Der KME-Betriebsratsvorsitzender Thomas Schlick hatte die Belegschaft zu Beginn der Kundgebung eingestimmt und die Forderungen der IG Metall als „mehr als berechtigt und seit langem erwartet“ untermauert.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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