„De Höll“ gilt als eines der ältesten Gebäude Büsbachs

Nach dem verheerenden Brand am frühen Morgen wird das Haus noch in der Nacht bis auf das Erdgeschoss abgetragen.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

„De Höll“ (die Hölle) eines der ältesten Gebäude Büsbach steht nahezu nicht mehr. Lediglich noch das Erdgeschoss des Anwesens an der unteren Konrad-Adenauer-Straße konnte erst einmal nach dem Brand am frühen Dienstagmorgen gesichert werden. Ober- und Dachgeschoss wurden Opfer von Flammen, Löschwasser und Rauch.

 

Am späten Nachmittag und die Nacht hindurch hat das Stolberger Spezialunternehmen Gebrüder Kutsch die Überreste des Gebäudes aus Sicherheitsgründen abgetragen. Die dazu am Unglücksort gesperrte Konrad-Adenauer-Straße (K 13) wurde am Mittwochmorgen wieder für den Verkehr freigegeben. Der nach dem Brand frei stehende Giebel zur Straßenseite musste zur Verkehrssicherung ohnehin abgerissen werden. Nach Untersuchung durch einen Statiker wurden auch die anderen Teile der Obergeschosse mit ihrem verputzten Fachwerk behutsam abgetragen. Durch den Brand hat Büsbach eines seiner ältesten Gebäude verloren, das allerdings nicht in der Denkmalliste aufgeführt ist.

 

Die im 17. Jahrhundert entstandene liegende kleine Winkelhofanlage wird erwähnt in einer „Heimatblätter“ genannten, mehrseitigen Publikation des ehemaligen Kreises Aachen aus dem Jahr 1976. Demnach bestand die Anlage aus drei Teilen: einem giebelständigen Wohnhaus, dessen Erdgeschoss aus Bruchstein und dessen Obergeschoss aus Fachwerk bestand, sowie einem Wirtschaftstrakt aus Bruchstein und einem ebenfalls aus Bruchstein errichteten Backhaus mit Kamin. Das Obergeschoss war vorkragend und bestand ausschließlich aus Fachwerk. Im Inneren des Wohnhauses befand sich ein offener Kamin zwischen der ehemaligen Küche und der früheren Stube. Ein Brunnen lag im Keller des Wirtschaftstraktes, der einst wohl aus Stall und Heuboden bestanden hat.

 

Das genaue Erstellungsdatum des kleinen Gehöfts ist unbekannt. Eine einst vorhandene Jahreszahl soll überputzt worden sein. Schließlich erhielt das alte Gebäude um 1965 einen Verputz. Umbauten und bauliche Veränderungen erfolgten im 18. Jahrhundert. Vermutlich hat das Anwesen einst als landwirtschaftliche Nebenerwerbsstelle gedient: Haupterwerb war oft die Beschäftigung in der Stolberger Industrie.

 

Nach Untersuchung durch einen von der Polizei beauftragten Sachverständigen war der „unsachgemäße Umgang mit einem Wärmespeicherofen brandursächlich“. Die Bewohner haben durch das Feuer all ihr Hab und Gut verloren und konnten nur noch ihr Leben retten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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