Tollitäten aus 47 Jahren treffen sich zu leckerem Bratwurst-Essen

Lange währende Tradition wird fortgeführt. Der amtierende Karnevalsprinz der Stadt muss im nächsten Jahr den Festschmaus für alle bezahlen.

Foto: T. Dörflinger
Foto: T. Dörflinger

Vorjahrsprinz Axel Wirthmüller hatte vermutlich ein prall gefülltes Portemonnaie dabei, als er sich jetzt beim Bratwurstessen der KG Fidele Zunfthäre in der Gaststätte „En de Kess“ an den gedeckten Tisch setzte. Schließlich ist die Vorjahrstollität nach einer schon 47 Jahre bestehenden Tradition dafür verantwortlich, dass beim Bratwurstessen die Zeche beglichen wird.

 

Unterstützt wurde Wirthmüller dabei von den 13 weiteren Ex-Prinzen und den Zunfthären, die ebenfalls mit einer Spende zum Gelingen der Traditionsveranstaltung beitrugen.

 

Denn zum Bratwurstessen, das 1971 begründet wurde, sind auch die ehemaligen Prinzen, der amtierende Prinz, der Bürgermeister, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, der Komiteepräsident sowie die Zunftmeister, Ehrengardisten und -senatoren der Zunfthäre eingeladen. Diesmal waren es rund 60 Personen, die in den Genuss der leckeren, von einer örtlichen Metzgerei hergestellten Bratwurst kamen - vervollständigt wurde die einladende Mahlzeit durch Schwarzbrot und Senf. Eingebunden war das Bratwurstessen in ein abwechslungsreiches Programm, das von Zunfthäre-Präsident Friedel Recker moderiert wurde. Begonnen hatte das Programm mit dem Auftritt der 14 Ex-Prinzen, die von Eberhard Koslowski in den Saal geführt wurden. Ältester ehemaliger Prinz war mit 78 Jahren Kurt Leufgens, der 1966 als Kurt I. den närrischen Thron der Kupferstadt Stolberg bestiegen hatte.

 

Danach hatte Zunfthäre-Mariechen Anna Franck ihren Auftritt, die mit einer gelungen Choreografie das Publikum begeisterte. Bevor es ans lustige Schmausen ging wurden noch von Recker die „Bratwurstsatzung“ verlesen und Karnevalsorden an die früheren Prinzen verteilt: Die Bratwurstsatzung regelt das Reglement der Traditionsveranstaltung und ist eine Mitteilung an den amtierenden Prinzen, dass er im nächsten Jahr die Rechnung begleichen muss.

 

Pate des diesjährigen Ordens, dessen Vorderseite das Zunftzeichen der Zimmerer zeigt, ist Zimmerermeister Michael Trümpener. Den Abschluss des kurzweiligen Programms machte das aus Olaf Ulmer und Danni Müllejans bestehende Duo „Leger“ aus Kornelimünster. Dabei konnte sich besonders Danni Müllejans in Szene setzen, die mit ausdrucksstarker Stimme Pop- und Schlagermelodien zum Besten gab.

 

Doch damit war noch lange nicht Schluss. Angeführt von Bürgermeister Tim Grüttemeier „stürmten“ anschließend die Frauen der Zunft den Saal. Sie hatten sich zuvor in der Gaststätte „Weißes Rössl“ getroffen. Schließlich sind zum „offiziellen Teil“ nur in schwarzen Anzügen gekleidete Männer zugelassen. Die Veranstaltung, bei der sich alles um die Bratwurst dreht, ist wie eingangs erwähnt, 1971 anlässlich der Regentschaft des damaligen Stadtprinzen Ludwig I. (Philippi) entstanden. Hintergrund war eine Wette, an der als Protagonisten der damalige Zunfthäre-Präsident Franz Schumacher und die seinerzeitige Tollität Ludwig Philippi beteiligt waren. Damals wurde auch die Tradition begründet, dass immer die Vorjahrstollität für das Begleichen der Bratwurst-Rechnung zuständig ist.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

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