Für die Bundeswehr ein wichtiger Ausbildungsstandor

Neujahrsempfang des Ausbildungszentrums. Investitionen auf dem Donnerberg. Abschied von Brigadegeneral Lungershausen.

Foto: Ralf Roeger
Foto: Ralf Roeger

Die Tore der Leo-Löwenstein-Kaserne am Aachener Stadtrand sind für die breite Öffentlichkeit normalerweise geschlossen. Weiße Schilder weisen auf den militärischen Sicherheitsbereich hin. Anders war es beim Neujahrsempfang des Ausbildungszentrums Technik Landsysteme der Bundeswehr, das einen weiteren wichtigen Standort mit der Donnerberg-Kaserne in Stolberg unterhält. Alleine die Vielfalt der Gäste aus Politik, Kirche und aus dem Ausland machte dabei deutlich, wie vernetzt die Truppe inzwischen mit der zivilen Welt und den Nachbarländern ist.

 

Denn für die Bodeneinsatzkräfte der Bundeswehr ist Aachen vor allem eines: Ausbildungsstandort für technische Fachkräfte vom Gesellen bis zum Meistergrad. Und die kommen beispielsweise auch aus Benin oder Tansania, um hier ihr Handwerk zu lernen, wie Brigadegeneral Ralf Lungershausen, der Kommandeur des Ausbildungszentrums, sagte. „Es ist immer eine große Freude, diese wissenshungrigen Menschen hier zu haben und ihnen auch hiesige Bräuche wie Weihnachten oder Karneval näher zu bringen.“ Mehrere größtenteils afrikanische Länder sind an diesem Ausbildungsprogramm beteiligt und entsenden Soldaten nach Aachen, damit diese die Instandhaltung von komplexen Transport- und Waffensystemen lernen. Neben den bewaffneten Einsätzen der Bundeswehr – etwa in Mali und Afghanistan – sollen solche Kooperationen helfen, die Sicherheitslage in den jeweiligen Ländern zu stabilisieren. Nach einigen Monaten Ausbildung geht es für diese Soldaten dann wieder zurück, als „Fachkräfte und Botschafter zugleich“, wie Lungershausen sagte.

 

Auch auf den „Tag der Bundeswehr“ auf dem Gelände der Lützow-Kaserne blickte der Brigadegeneral zufrieden zurück. Gerade bei so einer organisatorischen Mammutaufgabe habe sich gezeigt, wie wichtig es sei, auf zuverlässige Reservisten zurückgreifen zu können. Lungershausen lobte zudem die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die bei ihrem Besuch in Aachen ihre Vorstellungen der künftigen Bundeswehr erläutert habe. Für die Region bedeutet dies vor allem: mehr Geld. Vor dem Hintergrund des Ausbaus der Bundeswehr habe von der Leyen Investitionen in der Höhe von rund 100 Millionen Euro für die Standorte in der Städteregion in Aussicht gestellt. Alleine in die Donnerberg-Kaserne sollen mehr als 32 Millionen Euro in den Ausbau von Unterkünften und Ausbildungsstätten fließen, hatte das Ministerium auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. Zudem plane das Heer, bis 2027 eine ständig einsatzbereite Division aufzustellen und bis 2032 mit einer „Cyberdivision“ auch für den digitalen Kampf im Netz gerüstet zu sein.

 

Zu den rund 200 Gästen des Neujahrsempfangs gehörten neben zahlreichen Offizieren auch Vertreter des Kirchenkreises und des Bistums, die für die in langjähriger Zusammenarbeit für die Seelsorge der Soldaten in der Region zuständig sind. Das nächste Mal öffnet die Bundeswehr erst am 27. September zum „Tag der Heereslogistik“ ihre Türen. Organisiert wird dieser Anlass dann jedoch schon nicht mehr von Lungershausen – dieser gibt im März das Kommando an seinen Nachfolger ab.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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