Erste Pläne reichen über ein Jahrhundert zurück

Geschichte der Sportanlagen Krakau im Überblick. Zuletzt in den 1980er Jahren erweitert. Abriss im Vorgriff auf das Neubaugebiet Stadtrandsiedlung.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Die Geschichte der an den Straßen Trockener Weiher /Stadtrandsiedlung liegenden Sportplätze, die als Krakau I und II bezeichnet werden, begann Mitte der 1920er Jahre: 1925 wurde an der Straße Trockener Weiher der erste Sportplatz gebaut. Ein Sportheim folgte drei Jahre später.

 

Der Sportplatzbau hat eine Vorgeschichte. Schon 1913 plante die Stadt Stolberg, dort einen Fußballplatz anzulegen, der auch von Leichtathleten und Handballern mit benutzt werden sollte. Sogar ein pavillon-ähnliches Sportheim war geplant. Allerdings verhinderte der Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 und die nachfolgende Inflation die Verwirklichung der kühnen Idee.

 

Überlebt hat nur ein im Stadtarchiv vorhandenes, umfangreiches Aktenmaterial, das detailliert die Vorgänge wiedergibt, die sich um den für 1913 ins Auge gefassten Sportplatzbau drehen. Ganz in der Versenkung ist das Vorhaben dann doch nicht verschwunden. Modifiziert wurde die Idee Mitte der 1920er Jahre umgesetzt.

 

Der damals gebaute Platz ist nur teilweise mit der heutigen Anlage im Bereich von Krakau I identisch. Standort des alten Platzes war nämlich das zwischen Otto-Lilienthal-Straße und Stadtrandsiedlung liegende Terrain. Somit befinden sich der 1972 als Erweiterung gebaute Platz und der im vorderen Bereich liegende Trainingsplatz teilweise auf dem Gelände der Ursprungsanlage.

 

Identisch mit dem 1928 errichteten Sportheim ist aber das Haus, das die Adresse Trockener Weiher 54 führt. Bis zum aktuellen Abriss befanden sich im Erdgeschoss dieses Gebäudes – die im Stadtarchiv vorhandene Akte enthält auch eine Entwurfszeichnung des damaligen Stadtbaumeisters Otto Thiel – Dusch- und Umkleideanlagen. Erweitert wurde das Ende der 1920er Jahre entstandene Haus, das durch einen eingeschossigen Flachbau ergänzt wurde, in den 1980er Jahren. Nach mehrjähriger Bauzeit konnte im September 1989 die Erweiterung des Sportheimes an der Straße Trockener Weiher eingeweiht werden.

 

Zurück zur Ursprungsanlage: Denn diese wurde 1934 in „Hindenburg-Kampfbahn“ umbenannt. Anlass für die Namensänderung war der im gleichen Jahr erfolgte Tod von Paul von Hindenburg, der von 1925 bis 1934 Reichspräsident der Weimarer Republik war. Kampfbahn war eine damals durchaus übliche Bezeichnung für einen Sportplatz.

 

1937 sollte die Anlage um weitere zwei Plätze erweitert werden. Auch diesmal verhinderte der Ausbruch eines Krieges die Durchführung dieses Vorhabens. Teilweise zum Tragen kam der Plan, als 1972 im hinteren Bereich von Krakau I ein neuer Platz entstand.

 

Eine ähnliche Geschichte hat Krakau II erlebt. Diese parallel zur Straße Stadtrandsiedlung liegende Anlage, die aus einem Sportplatz, einem Sportheim und zwei Tennisplätzen besteht, entstand Mitte der 1980er-Jahre.

 

Sie ist das Werk der DJK Frisch-Froh Stolberg, die vor acht Jahren mit dem SV Stolberg eine Fusion einging, deren Ergebnis sich seitdem FC Stolberg nennt.

 

Das dazu benötigte Gelände stellte die Stadt Stolberg zur Verfügung. Die Finanzierung der aufwendigen Baumaßnahme – die Federführung hatten die damaligen Frisch-Froh-Vorständler Helmut Wirtz, Karl Conrads und Helmut Hoven übernommen – wurde durch städtische Mittel sowie Kreis- und Landeszuschüsse sichergestellt. 1986 konnten Fußballplatz und Sportheim eingeweiht werden. Die Tennisplätze folgten ein Jahr später.

 

Ursprünglich hatte die frühere Frisch-Froh gemeinsam mit dem 1911 entstandenen Fußballverein FC Columbia die Altanlage Krakau I genutzt. Aber mit 20 Mannschaften aus zwei Vereinen war die Anlage an die Grenzen ihrer Kapazität angelangt.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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