Weitere Bäume sollen der Optik weichen

Neugestaltung des Oberstolberger Marktes. Bürger wünschen stärkere Kennzeichnung der Passage zum Offermann-Platz.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

So ganz glücklich sind einige Bürger nicht mit den Plänen zur Neugestaltung des Oberstolberger Marktes. Das kam zu Beginn des Ausschusses für Stadtentwicklung zur Sprache. Insbesondere die Bäume am Anfang von Steinweg und Burgstraße würden den Übergang zu Fußgängerzone und Altstadt charakteristisch betonen.

 

Aber nachdem bereits – krankheitsbedingt – der Baum am Kunstobjekt Königswagen gefällt worden ist, sollen weitere sechs Bäume in diesem Bereich sowie zwei Kastanien am Galminus-Brunnen weichen. Letztere, um dem Umfeld des Brunnens mehr Licht zu geben, erstere, um eben den Zugang zu Fußgängerzone und Altstadt besser erkennbar zu machen.

 

Vier neue Bäume sollen gesetzt werden: Eine große Roteiche neben dem Königswagen sowie drei Rotahorn auf dem südlichen Willy-Brandt-Platz, die mit ihrer Blattfärbung das Thema Kupferrot aufgreifen würden, erläuterten die Planer vom Büro Scape. Ob ein weiterer großer Baum auf der Ostseite der Zweifaller Straße gesetzt werden kann, wird angesichts der dortigen Versorgungsleitungen in der Erde bezweifelt.

 

Ein weiterer Diskussionspunkt war der Zugang zum Offermann-Platz. Der bietet am Ufer der Vicht zwar einen bewegenden Ausblick auf Altstadt und Burg, liegt allerdings versteckt hinter der Bebauung. Die Passagen durch die Hausfronten sollten zukünftig stärker betont werden, damit der Platz einfacher zu entdecken ist, argumentierten die Bürger.

 

Eine Kennzeichnung auf oder in dem zukünftigen Pflaster ist aber aus Sicht der Planer nicht erwünscht, weil sie die ansonsten klar gegliederten Strukturen stören würden. Aber im folgenden Beleuchtungskonzept soll der Durchgang Berücksichtigung finden und durch eine Illuminierung in Szene gesetzt werden, argumentierte die Verwaltung und griff auch die Anregung auf, zu versuchen, über den Verfügungsfonds in Kooperation mit dem Immobilieneigentümer die Passage selbst attraktiver zu gestalten.

 

Zudem wurde kontrovers debattiert, ob der Erhalt des – zukünftig auf der Ostseite der Zweifaller Straße und der Nordseite des Willy-Brandt-Platzes angeordneten – Stellplatzangebotes der richtige Weg sei. Dem hielt Rolf Engels entgegen, dass der Platz vor Jahren autofrei gewesen, was als Manko erkannt und geändert worden sei. Zudem belege die große Frequenz den Bedarf an Parkplätzen. Für die SPD sei der vorgelegte Entwurf eine „sehr gute Konzeption“. Für die CDU unterstrich Fritz Thiermann die „hervorragende Planung“ für das letzte Projekt des Entwicklungskonzeptes für die Talachse der Innenstadt.

 

Das Konzept sieht einen niveaugleichen Ausbau vor, bei dem die Führung der Fahrbahn etwa auf der vorhandenen Trasse durch Pflasternägel markiert wird. Der Platz vor der EWV-Verwaltung wird durch ein umlaufendes Pflasterband gerahmt und im Inneren mit einem in Richtung Altstadt weisenden Pflaster ausgelegt. Auf dem Platz sollen die drei angestrahlten Rotahorn nebst Sitzbänken, Mastleuchten und weiterem Mobiliar in einem Kupferrotbraun sowie einem zusätzlichen Wasserfontänenfeld für Aufenthaltsqualität sorgen. Während die Bushaltestelle in Fahrtrichtung Innenstadt vor den Heinrich-Böll-Platz verschoben werden soll, soll die Haltestelle in Richtung Süden auf dem Platz verbleiben und mit einem neu entworfenen Unterstand in einem Kupferrotbraun barrierefrei gestaltet werden.

 

Die Kosten für die Umgestaltung werden auf 1,99 Millionen Euro brutto geschätzt – inklusive einer kostentreibenden Entsorgung des Stolberger Erdreiches. Einstimmig billigte der Ausschuss die Entwurfsplanung.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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