„Ergebnisse der Verhandlungen nicht zufriedenstellend“

Wird am Wochenende keine Einigung erzielt, geht der Streik in der kommenden Woche weiter. Produktion soll dann einen Tag ruhen.

In Stolberg wurde gestern Morgen wieder gestreikt. Zwischen 10 und 12 Uhr wurde beim Unternehmen KMD Connectors nicht produziert. Damit geht die Streikwelle in Stolberg in die zweite Runde. Falls an diesem Wochenende keine Einigung erzielt wird, soll es in der kommenden Woche weitergehen.

 

Bereits vor knapp zwei Wochen hatte die IG Metall zum Streik aufgerufen. Ausgerüstet mit Trillerpfeifen, Fahnen und Schals zogen die Mitarbeiter der Metallbetriebe aus Stolberg und Eschweiler durch die Stolberger Innenstadt. 300 Teilnehmer waren vor zwei Wochen dem Aufruf der IG Metall gefolgt. Gestern nahmen insgesamt 100 Arbeitnehmer an dem Streik teil, wie Martin Peters, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, erklärte. „So wollen wir den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen“, sagte er.

 

Was genau von der IG Metall gefordert wird? Sechs Prozent mehr Lohn und das Optionsrecht auf die sogenannte „kurze Vollzeit“. Das heißt eine 28-Stunden-Woche mit einem Entgeltzuschuss für Kindererziehung, Pflege, Schichten oder belastenden Arbeitszeiten. Bereits bei der Kundgebung vor zwei Wochen hatte Peters diese Forderung so begründet: „Der Wirtschaft geht es gut, wie lange nicht, die Bude brummt. Wir haben uns einen fairen Anteil verdient. Sechs Prozent – das ist richtig! Sechs Prozent – das ist drin! Sechs Prozent – das haben wir uns erarbeitet!“

 

Zwei Prozent seien ab April angeboten worden und bis dahin eine Einmalzahlung von 200 Euro. Für insgesamt 15 Monate. „Das ist kein Angebot, sondern eine Provokation“, machte Peters deutlich. Seit dem letzten Streik vor zwei Wochen habe es erneute Gespräche gegeben. Doch auch diese seien nicht zufriedenstellend. „Über das Thema befristete Arbeitszeit hat man mit uns gar nicht ernsthaft diskutiert“, sagt Martin Peters. Er beschreibt diesen Zustand als „Verweigerungshaltung“.

 

An diesem Wochenende stehen neue Verhandlungen an. Erzielen diese kein Ergebnis, soll es in der kommenden Woche mit den Warnstreiks weitergehen – auch in Stolberg. Dann soll die Produktion in ausgewählten Betrieben einen ganzen Tag lang ruhen, kündigte Peters an.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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