Das große Finale mit witzigen Elementen

Gelungene Premiere des letzten Teiles von „Faust auf Raten“ im Burghof Theater. Weitere Aufführungstermine im April.

Foto: Theater
Foto: Theater

Die Spielzeit des vierten und letzten Abschnitts der Theateraufführung von „Faust auf Raten“ startete jetzt erfolgreich.

 

In den drei zuvor gezeigten Raten, die bereits seit Anfang 2016 im Burghof Theater in Stolberg aufgeführt wurden, hatte Dr. Heinrich Faust sich der schwarzen Magie zugewandt und einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, der beinhaltet, dass Faust seine Jugend zurückerlangt und Mephistopheles ihm all seine Wünsche erfüllt. Im Gegenzug dazu sollte Faust nach seinem Ableben dem Teufel in der Hölle zu Diensten stehen.

 

Da Dr. Faustus ein Auge auf die unschuldige Margarete, oder auch „Gretchen“ genannt, geworfen hat, befielt er Mephistopheles, ihm diese zu beschaffen. Gemeinsam gelingt es ihnen, das Mädchen zu verführen. Sie gibt sich ihm hin und und die Tragödie nimmt ihren Lauf.

 

In der nun abschließenden und vierten Rate geht es darum, die berühmte Gretchenfrage zu stellen und zu klären: „Wie hast du’s mit der Religion?“ Bei deren Beantwortung macht der Wissenschaftler allerdings keine gute Figur und gerät ziemlich in’s Schleudern. Die Tragödie läuft somit ihrem dramatischen Ende entgegen.

 

Trotzdem kommt er bei seiner Angebeteten ans Ziel. Allerdings ist Faust nicht in der Lage, Gretchen aus ihrer religiösen Hingabe und ihrem schlechten Gewissen, und von den Verurteilungen des Volkes und des Klerus wieder für sich zu gewinnen.

 

Zuerst triumphiert Mephisto und lässt alle Zuschauer wissen, dass Gretchen nun gerichtet ist. Doch er hat in diesem Spektakel nicht das letzte Wort. Letztendlich schallt es ihm entgegen: „Sie ist gerettet!“

 

Mit ganz viel Hingabe und Liebe zum Detail ging diese Premiere am Samstagabend über die Bühne. Allen Akteuren war anzusehen, dass sie sich komplett authentisch in ihre Rollen versetzen konnten und Goethes Faust noch einmal ganz neu zum Leben erweckt wurde. Aber zwischen all den ernsten, tragischen und sehr emotionalen Momenten, die gerade von Gretchen, gespielt von Miriam Piel, sehr authentisch und realistisch auf der Bühne präsentiert wurden, gab es auch einige Momente, die das gesamte Publikum zum Schmunzeln gebracht haben.

 

Genau das war Regisseurin Karin Graf aber auch wichtig: „Goethe hat selber in einem seiner Zitate gesagt, dass auch Narrheit ein wichtiger Teil der Fantasie und in seinen Geschichten war. Das heißt, es darf auch sehr gerne gelacht werden!“

 

Für besonders witzige Momente sorgte vor allem das Irrlicht, welches mit seinen Streichen und seinem Witz für eine herrliche Verwirrung sorgte. Das bunt gemixte Ensemble, welches jetzt seit Oktober letzten Jahres für diese vierte Rate geprobt hat, besteht zum Teil aus einem Pfarrer, einer Fremdsprachenkorrespondentin oder dem Leiter der Flugsicherung Maastricht. Und alle sind: „Sehr ambitioniert, theaterbegeistert und haben auch oft Opfer gebracht, um bei den Proben und Aufführungen immer dabei sein zu können. Aber da sieht man mal wieder, Theater ist für jeden etwas“, erklärt Karin Graf schmunzelnd.

 

Der Grund, warum Faust für das Burgtheater ausgewählt wurde, beruht auf einer persönlichen Geste des Direktors Dr. Rüdiger Fröschen: „Gerhard de Vos, der unseren Faust nicht einfach nur spielt, sondern wirklich verkörpert, ist ein langjähriger Freund unseres Direktors und beschäftigt sich seit Jahren mit Faust und wollte diesen schon immer auf der Bühne spielen“, erzählt Karin Graf. „Eigentlich bin ich auch vor jeder Vorstellung immer wieder aufs Neue aufgeregt“, erklärt die Regisseurin weiter, „aber es macht mir auch einfach so viel Spaß, sie alle zu fordern und dann am Ende die tolle Entwicklung sehen zu können, die jeder Einzelne durchgemacht hat. Sie haben sich wirklich von Rate zu Rate alle immer mehr gesteigert und verbessert.“

 

Wer jetzt Lust auf den Klassiker bekommen oder die ersten Gelegenheiten verpasst hat, die vierte Rate zu sehen, kann dies nachholen am Sonntag, 28. Januar, um 17 Uhr im Burghof Theater. Außerdem wird es weitere Termine im April dieses Jahres geben. Und am Samstag, 27. Januar wird um 19 Uhr noch einmal Rate 3 aufgeführt.

 

Die Karten kosten 10 Euro und sind erhältlich bei der Stolberg Touristik, über E-Mail: burghof-theater.de und an der Abendkasse. Man darf gespannt sein auf diese spannende Tragödie, mit tollen Schauspielern und einem wunderbar gestalteten Bühnenbild von Kunsttischler Roland Winter-Gerigk, der bereits die ersten drei Teile zuvor in Szene gesetzt hat. In weiteren Rollen: Rüdiger Ehrmanntraut als Mephistopheles, Marianne Bickmann als Lieschen und Hexe, Tilman Johnsen als Valentin, Carmen Montigel als Frau Marthe und Hexe, Jannik Schroeder als Chor und Volk, Matthias Merz als Böser Geist und Volk, Marga Gallenstein als Hexe und Volk, Gabriele Erkens als Hexe und Heinz Greven und Hans Christian Johnsen als Volk.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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