Die Breiniger Narrenherrscher sind in Amt und Würden

Ralf (Hohn) und Petra (Schmitz) regieren als Kaiserpaar der KG Sündenböcke , und Günter (Mager) und Marianne (Köttgen) bilden das Seniorenkaiserpaar.

Foto: L. Glantschnig
Foto: L. Glantschnig

Die Tollitäten der KG Sündenböcke sind inthronisiert: Ralf (Hohn) und Petra (Schmitz) regieren als Kaiserpaar das Breiniger Narrenvolk, und Günter (Mager) und Marianne (Köttgen) bilden das Seniorenkaiserpaar. Feierlich inthronisiert worden sind die jecken Herrscherpaare traditionell im Anschluss an einen Gottesdienst, wie er nur einmal im Jahr von Pastor Ulrich Lühring in der Pfarrkirche St. Barbara zelebriert wird.

 

Statt geistliche Musik von der Kirchenorgel waren närrische Töne angesagt, die „Amtssprache“ war überwiegend Platt, und die zahlreichen Besucher saßen auch nicht still auf ihren Plätzen, sondern machten klatschend in bunten Kostümen Stimmung. Bei dem karnevalistischen Hochamt in Breinig wurde selbst die Lesung auf Platt gehalten und mit etwas Witz verfeinert. Trotzdem blieb die darin verpackte Botschaft eindeutig verständlich, genau wie bei den Fürbitten. Zwischenzeitlich sorgten die „Barbara-Männchen“ für peppige Unterhaltung, denn statt Kirchenmelodien erkannte man Karnevalslieder. Neben dem Spaß wurde auch der Zusammenhang von Liedtext und Kirche klar. Auch ließ Pastor Lühring sich die Freude nicht nehmen, tanzte während der Karnevalslieder durch die Reihen und sang lauthals mit Mikrofon die Texte wie beispielsweise „Halleluja“ von Brings mit. Dabei blieb natürlich niemand ruhig sitzen. Es wurde mitgesungen, geklatscht, geschunkelt und die Hände in die Höhe geworfen.

 

Nach dieser regelrechten Performance bekam Pastor Lühring diverse Ratschläge von dem Clown „Tussnella Jansanella“. Als „katholische Rampensau“ sorgte sie immer wieder für laute Lacher und erklärte dem Pastor, was der Ausdruck „rent a Katholik“ bedeutet. Als Systemberater für Kirchen aller Art hat sie außerdem allen, die nicht so oft zur Kirche gehen, nützliche Dinge geraten. So solle man besser nicht im Spendenkörbchen nach Wechselgeld suchen oder erwarten, dass man kulinarisch verpflegt wird, auch wenn während der Messe oft über Essen und Trinken geredet wird.

 

Und auch die Besucher der Messe wurden in das Geschehen mit einbezogen. So ähnelte die Kirche eher einem Fußballstadion, als die Besucher die aufgerufenen Vornamen mit dem dazugehörigen Nachnamen vervollständigten. Der nötige Ernst ist erst bei der Wandlung und dem Vater Unser eingetroffen. Dies waren auch die einzigen Momente, als Hochdeutsch gesprochen wurde. Als die Hostien verteilt wurden, spielte die Band jedoch wieder eine Karnevalsmelodie. Im Anschluss an das karnevalistische Hochamt wurden die Kaiserpaare feierlich in der Kirche gekrönt. Zu Gast dabei war mit dem Stolberger Prinzen Patrick I. (Haas) noch weiterer hoheitlicher Besuch. Schließlich folgte ein Ausruf auf die KG Sündenböcke und ein paar Worte des neuen Kaiserpaares. Kaiserin Petra erklärte in Kürze, wie die Sündenböcke überhaupt entstanden sind: In einer Kellerbar in Breinig kam die Idee, in einem Karnevalszug mitzugehen. Schon immer war die KG ein gemischter Verein ohne großartige Hierarchie, in dem Frauen und Männer gleichgestellt sind. Dies ist heutzutage nach 42 Jahren immer noch der Fall. Nach dem gemeinsamen Ausmarsch aus der Kirche mit dem Trommler- und Pfeiferkorps Breinig traf man sich im Pfarrheim „Goldener Stern“ zum traditionellen „Himmel-un-Äd-Essen“, das aus Kartoffelpüree, Apfelmus und Blutwurst besteht und aufgrund des Namens an die Kirche und die vorherige Messe erinnert. Dieses Feiern repräsentiert den von der KG Sündenböcke gerne praktizierten Kneipenkarneval. In diesem Sinne: „Breenich Alaaf!“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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