Was sind denn schon die alten Römer?

Burggraf Robert I. heizt die Party an. Rauschendes Fest mit starkem Programm. Prinz und das jecke „Trifolium“ sind in Hochform.

Fotos: Dirk Müller
Fotos: Dirk Müller

Als strahlender, wortgewandter und sein Amt würdevoll ausübender Burggraf hat sich Robert I. eindeutig erwiesen – und als viel fröhlich feiernder. Kaum hatte Erste-Große-Präsident Michael Bartz den Ersten Beigeordneten der Kupferstadt Robert Voigtsberger in den Stand des neuen Burggrafen gehoben, machte der Herrscher über das Wahrzeichen Stolbergs im Rittersaal mit seiner Antrittsrede Furore. Robert I. betonte, wie stolz er sei, im Jubiläumsjahr des 900-jährigen Bestehens der Kupferstadt Burggraf zu sein, denn „damit trete ich in die Fußstapfen einer ganz besonderen und für Stolberg prägenden Persönlichkeit“.

 

Denn es gebe zwar viele Städte wie Köln, Bonn oder Trier, die stolz auf ihr historisches Erbe sind und ihre Geschichte auf die alten Römer zurückführen würden. „Doch wir hier im Tale der Vicht können da natürlich nur müde drüber lächeln. Denn was sind schon die alten Römer“, fragte Robert I. rhetorisch und erklärte seinen Gedankengang: „Bei uns hier in der Kupferstadt war der einzig wahre Römer namens Heinrich sesshaft und hat hier seine Spuren hinterlassen. Er war nicht nur jahrelang Stadtdirektor, sondern auch der erste Burggraf Anno 1992.“

 

Den alten Römern zollte der Stolberger Burggraf aber dennoch Respekt – zumindest was ihren Ausspruch anbelangt: „In vino veritas“, also „im Wein liegt die Wahrheit“. Nach diesem Motto lud er die gut gelaunten Gäste im Rittersaal ein, gemeinsam ausgiebig zu feiern. Und eben dies geschah beim Burggrafenfest, das eine attraktive Mixtur aus Party und Karnevalssitzung bot, die von Eberhard Koslowski natürlich und souverän moderiert wurde. Bemerkenswert war dabei, dass Robert I. selbst gleich mehrfach zu der besten Feierlaune beitrug. Obwohl, wie Komitee-Präsident Josef Behlau scherzte, ihm die roten Socken im Kostüm fehlten.

 

Das rundum gelungene Fest begeisterte die Narren im Saal mit mehreren Höhepunkten, die sich sehen wie hören lassen konnten. Neben der Inthronisierung des neuen Burggrafen war freilich der Auftritt des Stolberger Prinzen Patrick I. (Haas) ein Highlight. Die Tollität glänzte mit der Prinzengarde und seinem Hofstaat, zu dem normalerweise auch Robert Voigtsberger zählt. Letzterer ließ er sich auch als Burggraf nicht nehmen, mit den Mannen um den Prinzen großartige Stimmung zu verbreiten.

 

Damit nicht genug, denn auch bei der 2006 gegründeten KG Rot-Gelbe Funken Artillerie trat der Burggraf auf der Bühne wieder in Aktion. Die auch als „Trifolium“ bezeichnete Formation aus allen Mitgliedern der KG – dem Bürgermeister Tim Grüttemeier und den beiden Beigeordneten Robert Voigtsberger und Tobias Röhm – gab das Lied „Du bes die Stadt“ zum Besten, und nur wenigen Gästen fiel auf, dass die Verwaltungsspitze zum Playback sang.

 

Mit Musik und Tanz erfreuten auch mehrere Stolberger Karnevalsgesellschaften das Publikum. Etwa die KG De Wenkbülle, die ihre Kinderprinzessin Sophie I. (Kaever) mitgebracht hatte. Die Erste Große KG erhielt für ihre ansprechenden Darbietungen ebenso tosenden Applaus wie die Tanzgruppe der KG Sündenböcke.

 

Für feinste Partystimmung war mit toller Livemusik mehrfach gesorgt. „Zur Burg hinauf- und in den Rittersaal hineingespielt“ hatte der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr den neuen und viele ehemaligen Burggrafen, und die Gesangsgruppe „Würselener Prinzen“ heizte den Gästen gehörig ein. Den Rittersaal zum Kochen brachten „De Halunke“. Die Band steckte mit flotten Karnevalsliedern die Gäste sofort an – allen voran wieder Burggraf Robert I., der spontan mit dem Hofstaat von Patrick I. eine feiernde Polonaise durch den Saal startete.

 

Und garantiert nicht mehr lange ein Geheimtipp sein werden die „Rumtreiber“. Die Aachener Band eroberte die Herzen der Narren im Sturm, und der „Regiofolk“ der Musiker kam bestens an und passte zudem perfekt in das altehrwürdige Gemäuer der Stolberger Burg. Authentisch Rheinisch, dabei historisch folkloristisch und mit enorm viel Lokalkolorit präsentierten die „Rumtreiber“ ausschließlich eingängige Eigenkompositionen, die in handgemachter Manier begeisterten, und bewiesen, dass sie nicht nur zum Burggrafenfest erste Wahl sind.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

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