Verkehrssicherung ein Schuss nach hinten?

Politik drängt auf schnelle Rückkehr der Radaranlage an die Sebastianusstraße. Einbauten nicht ausreichend. Bürger kritisieren.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Zwischen Überraschung und Entsetzen lagen die Reaktionen der Politik im Verkehrsausschuss über die vorab von unserer Zeitung publizierten Mitteilung, dass die Unfallkommission der Städteregion eine gänzlich neue Bewertung der Verkehrssituation auf der Sebastianusstraße (L 236) vornehmen werde. Davon werde es abhängen, ob die demontierte stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage überhaupt wieder aufgestellt wird und falls ja, wo. Bei ihrer Zustimmung zur Demontage war die Politik noch davon ausgegangen, dass die Radarfalle im Anschluss an die verkehrssichernden Maßnahmen im Bereich von Hirschfeld und Rehgrund einfach wieder aufgestellt. Zumindest hatte sie das ausdrücklich gefordert.

 

Zwar versicherte die Stadtverwaltung, im Gespräch mit der Städteregion über die Standortsuche zu stehen, aber die Fraktionen machten Druck. Vor den Folgen einer „autobahnähnlichen Trasse“ warnte Fritz Thiermann (CDU). Und Adolf Konrads (CDU) appellierte, die Unfallkommission möge ihrem Namen und ihrer Aufgabe gerecht werden, präventiv Unfälle zu verhindern. „Es muss nicht immer erst etwas geschehen, bevor eine Kommission Maßnahmen ergreift“. Für die SPD drängte Rolf Engels die Verwaltung „Tempo zu machen“, damit der Starenkasten schnellstmöglich wieder aufgestellt werde.

 

„Mit großem Befremden“, so reagierte Dieter Wolf in einem Schreiben an den Bürgermeister habe die SPD-Fraktion die Haltung der zuständigen Städteregion zur Neubewertung der Verkehrslage auf dieser Landesstraße registriert. „Für uns war und ist die Wiederinstallation völlig unverzichtbar“, betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Bislang galt, dass lediglich der neue genaue Standort mit der Städteregion abgestimmt werden muss“.

 

Es gäbe keinen Grund zu einer erneuten Bewertung. Alle Daten zur erwarteten verkehrlichen Entwicklung und Mehrbelastung, insbesondere im Zusammenhang mit dem anstehenden Autobahnanschluss lägen vor, appelliert Wolf an den Bürgermeister, sich für eine zeitnahe Wiederinstallation des Starenkastens zu verwenden.

 

Die Einschätzung, dass die wenigen baulichen Maßnahmen auf der Sebastianusstraße – wie Querungshilfen und Buskaps – ausreichende geschwindigkeitsreduzierende Wirkung entfalten, sei wirklichkeitsfremd und inakzeptabel, argumentiert Wolf. Insbesondere der Abschnitt zwischen Rehgrund und Kinderspielplatz sowie weiter zur Ortsmitte verführe nach der Straßensanierung zu schnellem Fahren.

 

Diesen Eindruck unterstreichen Reaktionen unserer Leserschaft. Sie spricht davon, dass nach dem Bau der Mittelinsel am Rehgrund ortseinwärts deutlich schneller gefahren werde als zuvor. Dies habe einen einfachen Grund: Die Verschwenkung der Fahrbahn der Landesstraße liege auf der in Richtung Eilendorf führenden Straßenseite. „In Richtung Atsch kann man hier nun richtig durchpressen“, berichten Atscher. „Verkehrsplaner haben die Sebastianusstraße erst recht zur Rennpiste gemacht“, heißt es in den Kommentaren. Andere Stimmen plädieren für einen Standort in Höhe des Kindergartens – braucht Atsch zwei Starenkästen?

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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