Trickbetrüger mit neuer Masche im Supermarkt

„Großfamilie“ lädt in Büsbacher Laden drei Einkaufswagen voll. Kassiererin geschickt abgelenkt. Mit Beute geflohen.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Mit einer neuen dreisten Masche haben Trickbetrüger jetzt Waren im Wert von fast 300 Euro im Nahkauf Büsbach gestohlen.

 

„Fälle dieser Art sind uns in der Städteregion bisher nicht bekannt“, sagt Petra Wienen von der Pressestelle der Polizei, aber Sabrina Saabe, Betreiberin des Supermarktes an der Konrad-Adenauer-Straße, befürchtet, dass weitere Geschäfte von den Trickbetrügern heimgesucht werden könnten. „Denn, wenn wir uns die Videoaufzeichnungen anschauen, sieht es sehr nach einem eingeübten System aus, mit dem die Täter die Waren entwenden.“

 

Und die Masche der Diebe lief so ab: An einem ganz normalen Nachmittag kommen sechs Personen unterschiedlichen Alters – scheinbar eine Familie – zum Einkaufen in den Markt. Wohl bemerkt zu einem Großeinkauf, denn sie füllen drei Einkaufswagen mit allen möglichen Waren aus dem Sortiment. Mit den hoch gefüllten Wagen begeben sie sich zur Kasse und bringen die Kassiererin ins Schwitzen, denn zwei Personen aus der Gruppe schaufeln wie im Akkord Waren auf das Band.

 

Während sich hinter der Gruppe eine Schlange bildet, tüten zwei andere Personen bereits gescannte Ware ein. Zunächst unauffällig normal, doch kaum haben hochpreisige Artikel die Kasse passiert, werden auch die „Einpacker“ immer schneller. Fällig für den Großeinkauf werden im Büsbacher Nahkauf knapp 460 Euro. Die Frau aus der Gruppe will die Rechnung mit einer EC-Karte begleichen, die jedoch auch beim zweiten Versuch der Überprüfung nicht standhält.

 

Mit dem Supermarkt-Personal einigt man sich darauf, die Ware im Laden zu lassen und bei der nahe gelegenen Bank Geld abzuheben, um dann bar zahlen zu können. Was nach gut 30 Minuten nicht passiert, so dass die Angestellten die Rechnung stornieren und die Artikel zeitaufwendig in die Kühlungen und Regale zurück räumen.

 

Dabei fällt dann allerdings auf: Waren im Wert von fast 300 Euro fehlen. Sie müssen schon während des Kassiervorgangs aus dem Markt geschafft worden sein. Die Polizei wird verständigt und Anzeige erstattet, die Diebe sind da aber längst verschwunden.

 

Sabrina Saabe schaut sich die verschiedenen Kameraaufnahmen an und kommt zu dem Schluss, die Masche habe System und sei einstudiert gewesen. „Das ist alles leider sehr geschickt gemacht. Durch die Masse der Artikel und das Tempo, mit dem sie aufgelegt werden, ist der Stress für die Kassiererin groß. Als die EC-Karte nicht funktioniert, lamentiert die Frau mit ihrem Mann und liefert eine schauspielerische Leistung ab. Und unbemerkt aus dem Nahkauf herausgebracht wurden vornehmlich teurere Artikel, wie zum Beispiel Waren von unserer Fleischtheke, Spirituosen und Zigaretten“, beschreibt die Betreiberin des Supermarkts.

 

Doch da sie jetzt bekannt ist, habe die neue Masche auch Haken für die Diebe, meint Polizeisprecherin Petra Wienen: „Diese Art Diebstahl funktioniert nur unter offensichtlichen Voraussetzungen. Wenn also eine größere Personengruppe hohe Mengen an Waren zur Kasse bringt, sollten bei den Angestellten die Alarmglocken klingeln. Dann empfiehlt es sich, Kollegen hinzu zu bitten und ganz besonders aufmerksam zu sein.“

 

Dabei sollte ein Telefon zur Hand sein, um gegebenenfalls schnell die ☏110 wählen zu können. Kommt es dennoch zum Diebstahl, sollte das Personal sich Aussehen und Kleidung der Täter einprägen und wenn möglich das Fahrzeugkennzeichen notieren.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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