Ein neuer Spitzenreiter unter den Blitzern

Starenkasten am Fettberg im Ranking der Verstöße auf Platz zwei. Anzahl der Bußgeldverfahren trotz mehr Kontrollen gesunken.

Foto: Archiv/Jürgen Lange
Foto: Archiv/Jürgen Lange

Sie ist stadtbekannt, viele Stolberger verfluchen sie, doch sie macht einen guten Job in Sachen Unfallprävention: Die Radarfalle am Fettberg Richtung Europastraße schlägt so oft zu wie keine andere in Stolberg. Sie ist zwar nicht mehr der Spitzenreiter unter den stationären Blitzen der Städteregion, bringt aber immer noch eine beachtliche Summe ein.

 

Das gilt auch für die Verwarn- und Bußgelder, die zum Beispiel durch Knöllchen für abgelaufene Parktickets oder Parken im absoluten Halteverbot eingenommen werden. Um jegliche Verstöße im ruhenden Verkehr kümmert sich das städtische Ordnungsamt. In der Stadt Stolberg kann jährlich mit Verwarn- und Bußgeldern ein Betrag in Höhe von etwa 500 000 Euro eingenommen werden.

 

Knöllchen sind ärgerlich, besonders wenn der Ordnungshüter dieses gerade unter den Scheibenwischer geklemmt hat. Kommt man noch rechtzeitig, hat man schon mal Glück, dem gelben Zettel noch zu entkommen. Anders ist das bei Radarfallen. Die sind meist die größere Überraschung für die Verkehrsteilnehmer und die Radarfalle drückt kein Auge zu.

 

Auch nicht die berühmte Blitze auf dem Fettberg. Und das ist auch gut so, denn der Berg ist nicht nur besonders steil, sondern auch kurvig und damit eine Gefahrenstelle in Stolberg. Da viele Verkehrsteilnehmer den Blitzer bereits kennen, erfüllt er seinen Zweck bereits, indem viele rechtzeitig abbremsen und ihr Tempo drosseln. Dennoch gehört der Fettberg zu den Messstellen, die am häufigsten auslösen. Insgesamt hatte sie im vergangenen Jahr 11 900 mal zugeschlagen. Während sie 2016 mit 12 122 Verstößen das Ranking der Blitzen in der Städteregion anführte, ist sie jetzt nur noch auf Platz zwei – knapp hinter der stationären Messstelle „Fringshaus“ in Roetgen in Fahrtrichtung Monschau. Die ist mit 12 884 Verstößen der neue Spitzenreiter der Städteregion – aber eben auch ein Unfallschwerpunkt durch seine schwierige Abbiegesituation.

 

Es kann durchaus sein, dass aus diesem Grund an bestimmten Stellen häufiger gemessen wird als an anderen Standorten, erklärt Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion. Die Anlagen sind nicht immer gleichzeitig schussbereit, da weniger Kameras als Starenkästen zu Verfügung stehen. Bei der Wahl der Messstandorte werden dann unter anderem die Häufigkeit von Unfällen berücksichtigt, aber auch Hinweise von Bürgern, an welchen Stellen es gefährlich ist oder wo besonders viele Raser unterwegs sind. „Die Sicherheit steht dabei im Fokus“, sagt Funken deutlich. „Es geht nicht darum, besonders viele Verstöße zu messen.“

 

Für die Geschwindigkeitsmessungen in Stolberg ist in erster Linie die Städteregion verantwortlich, die Polizei führt gelegentlich eigene Messungen durch. An insgesamt 49 stationären Messstellen blitzt die Städteregion, davon sind elf Standorte in Stolberg. Darüber hinaus blitzte die Städteregion 2017 an 999 mobilen Messstellen, von denen 161 in Stolberg platziert waren. „An welcher der mobilen Messstellen am häufigsten Tempo-Überschreitungen festgestellt wurden, kann man bei der großen Anzahl nicht sagen“, erklärt Detlef Funken, der Pressesprecher der Städteregion.

 

Was sich aber sagen lässt, ist, wie viel Geld die Verkehrsüberwachung einbringt. Alleine die Fettberg-Blitze hat im vergangenen Jahr 390 000 Euro in die Kasse der Städteregion einfließen lassen. In der gesamten Städteregion beliefen sich die Erträge durch Bußgelder und Verwarnungen bei 213 825 Verkehrssündern auf 4,97 Millionen Euro (vorläufiges Ergebnis zum 3. Januar). Das sind über 300 000 Euro mehr als im Vorjahr und 600 000 Euro mehr als 2014. Obwohl die Anzahl der Bußgeldverfahren, bei denen Punkte in Flensburg eingetragen werden, im vergangenen Jahr gesunken ist. Es wurden zwar über zwei Millionen Fahrzeuge mehr überprüft als 2016 (insgesamt 25 Millionen), aber „die Zahl der Verstöße sinkt im Verhältnis zu der Gesamtzahl überprüfter Fahrzeuge“, sagt Funken. Dieser Trend ist nun seit einigen Jahren erkennbar.

 

Rekapitulierend stellt Funken fest: „Wir tragen mit den Kontrollen dazu bei, dass die Verkehrsteilnehmer sicherer auf den Straßen unterwegs sind.“ Daher wird auch die „Fotografin“ am Fettberg weiter dort stehen bleiben und Verkehrssündern mit teuren Bildern dazubringen, langsamer zu fahren.

 

Stolbergs stationäre Radarfallen im Überblick

  • Fettberg (L 221): 30 km/h
  • Buschmühle (L 221): Fahrtrichtung Stolberg / Eilendorf je 30 km/h
  • Gressenicher Straße ( L 12): 50 km/h
  • Sebastianusstraße (L 236): Richtung Eilendorf / Stolberg je 50 km/h
  • Würselener Straße (L 23): Verlautenheide und Stolberg je 70 km/h
  • Römerstraße (L 12): Richtung Gressenich / Eschweiler jeweils 70 km/h
  • Jägerhausstraße (L 238): 50 km/h

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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