Ein lebendiges Klanggewand zum Jubiläumsfest

Kirchenchor St. Hubertus Büsbach lässt Feiern zum 150-jähriges Bestehen mit besonderem Konzert ausklingen.

Fotos: Christoph Hahn
Fotos: Christoph Hahn

Eindrucksvoller geht es nicht: Mit einem durch und durch harmonischen Weihnachtskonzert in der Büsbacher Pfarrkirche St. Hubertus erfuhren die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen des dortigen Kirchenchors einen Ausklang nach Maß.

 

Dirigent und Organist Franz Körfer verstand es, die für diesen Anlass vereinigten Chöre aus Büsbach und Mausbach zu einer fein abgestimmten Gesamtleistung zu führen. Wesentlicher Anteil am Erfolg kommt darüber hinaus den beiden Solisten Günter Jansen (Orgel) und Heinz Hilgers (Trompete) zu.

 

Zum Erfolg des Konzerts (das Gotteshaus war schon lange vor Beginn sehr gut gefüllt) trug dessen populärer Zuschnitt bei: Immer wieder wurden die Menschen in St. Hubertus, darunter auch Ortspfarrer Jürgen Urth und sein Mausbacher Mitbruder Norbert Bolz, aufgefordert, in bekannte Weihnachtslieder wie „O du fröhliche“ und „Zu Bethlehem geboren“ mit einzustimmen. Das reine Zuhören wurde darum aber noch lange nicht zur sauren Pflicht – ganz im Gegenteil: Der Dirigent und die Seinen hatten nicht nur ein feines Gespür bei der Auswahl der Werke bewiesen, sondern hörbar daran gearbeitet, aus vielen Stimmen und zwei selbstständigen Chören ein wohlklingendes Ganzes zu formen.

 

Da gab es viel Unterschiedliches zu hören. Der Chorsatz „In der Nacht von Bethlehem“ von Peter Strauch und Gordon Schultz beispielsweise zeigte in seiner Melodik viel von dem, was das Neue Geistliche Lied ausmacht. Bachs „Ich steh an deiner Krippen hier“ wiederum bot Barock vom Allerfeinsten. Und der Lobgesang „Laudate Dominum“ von Christopher Tambling zauberte die gediegene Festlichkeit einer tonal gemäßigten Moderne in den geweihten Raum der Kirche.

 

Das alles hüllten Franz Körfer und die Chor-Mitglieder in ein sehr lebendiges, atmend wirkendes Klanggewand, das durch eine genaue Intonation und Artikulation noch weiter verfeinert wurde. Abgerundet wurde das Spektrum der rund eineinviertelstündigen musikalischen Feierstunde durch einige größtenteils im Zwiegespräch von Orgel und Trompete dargebotene Werke.

 

Dabei sorgte besonders der feine Bläserton von Heinz Hilgers für weiteren Glanz. Sowohl Pfarrer Urth als auch der Chor-Vorsitzende, Rainer Soldierer, nutzten den Rahmen des Konzerts zudem für eine Schlussbilanz des Festjahres. Dabei dankte der Priester besonders Franz Körfer für sein Engagement im Rahmen des umfangreichen Programms.

 

Rainer Soldierer wiederum äußerte (s)einen Herzenswunsch: „Es wäre unsere schönste Belohnung, wenn sich der eine oder andere Musikfreund uns anschließen würde.“

 

Gelegenheit dazu besteht unter anderem bei den Proben im Büsbacher Hubertushaus neben der Kirche an der Hostetstraße, die an jedem Dienstagabend von 20 bis 21.30 Uhr stattfinden (weitere Auskünfte bei Annemarie Urfels, ☏ 26491, und Rainer Soldierer, ☏ 26535).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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