Keine Angst vor der Arbeitslosigkeit

Wer gute Qualifikation besitzt, muss sich nicht sorgen. Arbeitgeber müssen etwas bieten, sagt Martin Peters von der IG Metall.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Sechs Prozent mehr Geld und die Option, die Arbeitszeit auf 28 Stunden pro Woche absenken zu können: Das fordert die IG Metall in diesen Tagen. Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie startete gestern die erste große Warnstreikwelle. Bereits um kurz nach Mitternacht legten die Mitarbeiter einer Firma im fränkischen Aschaffenburg ihre Arbeit für kurze Zeit nieder. Nach Angaben eines IG-Metall-Sprechers waren 35 Mitarbeiter des Betriebs sowie 30 Arbeiter aus anderen Firmen beteiligt. Sie wollten für 45 Minuten streiken.

 

In Stolberg ist es diesbezüglich derzeit allerdings ruhig. Auf der Delegiertenversammlung für Stolberg, Eschweiler, Monschau und Düren Mitte Dezember hatte Martin Peters, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, verkündet, dass ab dieser Woche auch in der Stolberger und Eschweiler Metall- und Elektroindustrie mit Warnstreiks gerechnet werden müsse.

 

„Arbeitgeber müssen heute auch etwas bieten“, sagt Peters. Dazu gehöre unter anderem auch die Möglichkeit auf eine „kurze Vollzeit“, also bis zu 28 Stunden pro Woche mit einem Entgeltzuschuss für Kindererziehung, Pflege, Schichten oder belastende Arbeitszeiten. In den vergangenen drei bis vier Jahren habe sich die Situation der Angestellten stark verändert – auch in Stolberg. „Wer heute eine gute Qualifikation besitzt, muss sich um seinen Job keine Sorgen machen“, sagt Peters.

 

Dass den meisten Arbeitgebern dies durchaus bewusst sei, merke man vor allem daran, dass es in zahlreichen Firmen mittlerweile einen Personalentwickler gebe, der sich mit Entwicklungen wie diesen auseinandersetze, meint Peters. „Wenn Arbeitgeber auf die Option der kurzen Vollzeit eingehen würden, dann würde ihnen das mit Sicherheit gut zu Gesicht stehen“, so Peters weiter.

 

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall vergleicht die Situation mit einer ähnlichen vor sieben Jahren. Damals habe man über das Thema der unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung diskutiert. „Heute werben viele Firmen genau damit“, sagt Peters, der eine ähnliche Entwicklung bei der 28-Stunden-Woche nicht ausschließt.

 

Mit dem neuen Jahr kam für die Stolberger IG Metall eine große Veränderung. Seit dem 2. Januar ist die Geschäftsstelle nämlich offiziell im Burg-Center zu finden. Dieser Standort habe zahlreiche Vorteile meinen Peters, sowie die beiden Gewerkschaftssekretäre Ralf Radmacher und Jenifer Schade. „Die neue Geschäftsstelle liegt nicht nur zentral, sondern der Zugang ist auch noch barrierefrei“, sagt Peters. In den alten Räumen sei gerade dies oft ein Problem gewesen. Ein weiterer Vorteil: „Der Standort ist gut mit der Euregiobahn und dem Bus zu erreichen“, sagt Ralf Radmacher. Parkplätze seien ebenfalls in großer Anzahl vorhanden. Trotzdem sei der Abschied von den alten Räumen am Mühlener Markt nicht einfach gewesen. „Es ist schade, dass wir von der Mühle weggezogen sind“, sagt Peters.

 

Doch die Standards dort hätten nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen. In der neuen Geschäftsstelle gibt es beispielsweise einen eigenen Serverraum. Dies erleichtere die Arbeit ebenfalls, meint Jenifer Schade. „Die alten Räume waren eben für eine Zeit vor der EDV konzipiert“, so Peters.

 

Abgeschlossen seien die Arbeiten in den Räumen im Burg-Center allerdings noch nicht. Die Bürotüren fehlen noch. Zudem soll der Empfang mit einer Glaswand zum Eingangsbereich abgegrenzt werden.

 

Die Fusion der beiden Geschäftsstellen ist für das Jahr 2020 angestrebt. Und was geschieht dann mit der neuen Geschäftsstelle im Burg-Center? Die bleibt weiterhin als Anlaufstelle erhalten. Man habe einen Mietvertrag über zehn Jahre unterzeichnet und diesen werde man auch erfüllen, sagt Peters. „Dann wird es erst einmal zwei Geschäftsstellen geben, eine in Düren und eine in Stolberg“, so Peters.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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